Bildungsangebote für Sekundarstufe I - Landeshauptstadt Düsseldorf

Zusammenhänge erkennen – Bildungsangebote für die Sekundarstufe I

Zusammenhänge erkennen – Bildungsangebote für die Sekundarstufe I

Bei uns wird die Natur zum Erfahrungsraum.

Das umweltpädagogische Programm der Waldschule richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I und verbindet unmittelbares Naturerleben mit der Förderung von systemischem Denken, Umweltbewusstsein und der ersten Auseinandersetzung mit globalen Zusammenhängen. Unsere Angebote orientieren sich sowohl an den  des Landes NRW als auch an den Zielen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Als außerschulischer Lernort ist die Waldschule Teil des städtischen BNE-Bildungsangebots und Mitglied im Netzwerk „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ der Stadt Düsseldorf. Für Düsseldorfer Schulen ist die Teilnahme an unseren Bildungsangeboten kostenfrei. Weitere Informationen zum Netzwerk und zu ergänzenden Veranstaltungen finden Sie hier:

 

Themenangebot der Waldschule

Unsere Bildungsangebote für die Sekundarstufe I richten sich an Schulklassen aller Schulformen (Klasse 5 bis 10) aus Düsseldorf.

Klicken Sie auf den Namen eines Programms, um direkt zur jeweiligen Beschreibung auf dieser Seite zu gelangen.

Programme mit dem Schwerpunkt Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sind entsprechend gekennzeichnet.

 

Termine online reservieren

In unserem Online-Buchungskalender können Sie sich einfach Ihren Wunschtermin reservieren. 

Bitte beachten: Die Termine bis einschließlich 24. Oktober sind bereits ausgebucht. Weitere Termine für das Schulhalbjahr 2025/26 werden im September veröffentlicht. 

Tipp: Schreiben Sie uns an waldschule@duesseldorf.de und lassen Sie sich in den Verteiler aufnehmen, um frühzeitig über neue Termine informiert zu werden. 

Artenkenntnis Baum - mit Holzerfahrung

Im Grafenberger Wald lernen die Schüler:innen typische Baumarten kennen, vergleichen Blätter, Früchte, Rinde und Wuchsformen und erfahren, welche abiotischen Faktoren ihr Wachstum beeinflussen. Sie beobachten, welche Tiere in den verschiedenen Baumarten leben, und erkennen die enge Verknüpfung zwischen Pflanzen und Tieren im Ökosystem Wald.

Darüber hinaus untersuchen die Schüler:innen, wie sich der Wald unter dem Einfluss von Klimaveränderungen und Extremwetter entwickelt. Sie setzen sich damit auseinander, ob alle Baumarten gleichermaßen betroffen sind oder ob es neben „Verlierern“ auch "Gewinner" gibt, die besser angepasst sind. Außerdem lernen sie, dass es kein grundsätzlich „gutes“ oder „schlechtes“ Holz gibt – jede Baumart hat spezifische Eigenschaften, die je nach Verwendungszweck von Vorteil oder Nachteil sein können.

Im Praxisteil bearbeiten die Schüler:innen Hölzer verschiedener Baumarten, vergleichen ihre Eigenschaften und reflektieren den eigenen Holzverbrauch. Abschließend entwickeln sie Ideen für einen nachhaltigen Umgang mit Wäldern und Holz im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Hinweis: Dieses Programm findet nur freitags statt.

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  • Zielgruppe: Klassen 5 – 6
  • Dauer: ca. 2,5 Stunden (inklusive 15 Minuten Pause)
  • Jahreszeit: ganzjährig

 

Artenkenntnis Baum - ohne Holzerfahrung

Was macht einen Baum eigentlich aus – und wie lassen sich verschiedene Arten sicher unterscheiden?

In diesem Programm setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit den heimischen Baumarten des Grafenberger Waldes auseinander. Anhand von Blättern, Rinden, Früchten und Wuchsformen lernen sie charakteristische Merkmale von Eiche, Buche, Ahorn und weiteren Arten kennen und üben, diese gezielt zu bestimmen.

Darüber hinaus erfahren sie, was ein Baum zum Leben braucht, wie er sich im Jahresverlauf verändert und welche Tiere in, an und unter Bäumen ihren Lebensraum finden. Durch Beobachtungs- und Bestimmungsübungen stärken die Schülerinnen und Schüler ihre Artenkenntnis – eine wichtige Grundlage für das Verständnis ökologischer Zusammenhänge und den verantwortungsvollen Umgang mit Natur.

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  • Zielgruppe: Klassen 5 – 7
  • Dauer: ca. 2,5 Stunden (inklusive 15 Minuten Pause)
  • Jahreszeit: ganzjährig

 

Damwild - Rehwild - Rotwild

Ist das Reh wirklich die Frau vom Hirsch? Warum tragen manche Hirsche ein Geweih – und warum werfen sie es jedes Jahr wieder ab? Und weshalb riechen Damhirsche in der Brunftzeit so stark?

In diesem Programm beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit den drei heimischen Vertretern der Hirschartigen im Wildpark: Rotwild, Damwild und Rehwild. Beim genauen Beobachten entdecken sie Unterschiede in Größe, Fell, Geweih und Verhalten. Gemeinsam erarbeiten wir, wie man Männchen und Weibchen unterscheiden kann und welche Anpassungen die Tiere an ihren Lebensraum zeigen.

Wir thematisieren außerdem den Jahreslauf der Tiere: Nahrung, Schutz, Aufzucht der Jungen und die besondere Rolle der Brunft. So wird deutlich, dass jede Art eine eigene ökologische Nische besetzt und eine wichtige Rolle im Waldökosystem spielt.

Hinweis: Eine Tierfütterung lässt sich bei diesem Programm besonders gut integrieren. Bitte bringen Sie dazu kleingeschnittene Möhren oder Äpfel mit.

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  • Zielgruppe: Klassen 5 – 6
  • Dauer: ca. 2,5 Stunden (inklusive 15 Minuten Pause)
  • Jahreszeit: ganzjährig

 

Das Eichhörnchen

Wie gelingt es einem Eichhörnchen, den Winter zu überstehen? Was frisst es – und wie findet es eigentlich seine versteckten Vorräte wieder?

In diesem Programm lernen die Schülerinnen und Schüler das Leben des Eichhörnchens im Jahreslauf kennen – von der Nahrungssuche und Vorratshaltung im Herbst über die Winterruhe bis hin zum Nestbau und zur Jungenaufzucht im Frühjahr und Sommer. Sie beobachten die Tiere in der Auswilderungsstation im Wildpark und lernen dabei, wie Eichhörnchen durch ihre Lebensweise und Körpermerkmale an ihren Lebensraum angepasst sind.

Darüber hinaus thematisieren wir die besonderen Herausforderungen für Eichhörnchen im städtischen Raum: Straßenverkehr, geringe Vernetzung von Lebensräumen oder der Verlust geeigneter Bäume. Anhand der Beobachtungen und Beispiele entwickeln die Schülerinnen und Schüler ein Verständnis dafür, wie Wildtiere in menschlich geprägten Landschaften überleben – und welche Rolle Schutzmaßnahmen dabei spielen.

     

  • Zielgruppe: Klassen 5 – 6
  • Dauer: ca. 2,5 Stunden (inklusive 15 Minuten Pause)
  • Jahreszeit: ganzjährig

Der unfassbare Baum - mit Holzerfahrung

Wie groß und wie alt können Bäume werden – und welche Rolle spielen sie für Klima, Artenvielfalt und den Menschen?

In diesem Programm setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Wachstumsprozessen von Bäumen außeinander. Im Grafenberger Wald messen sie Stammdurchmesser und Baumhöhen und erfahren, wie Baumhöhe und Alter mit Standort, Art und Umweltbedingungen zusammenhängen. Anhand von Fotos eindrucksvoller Baumriesen aus aller Welt werden globale Perspektiven eingebunden.

In der Waldschule bauen die Teilnehmenden ein einfaches Höhenmessgerät, untersuchen Jahresringe auf Baumscheiben und lernen dabei, wie sich am Holz das Alter, das Wachstum und die Umweltgeschichte eines Baumes ablesen lässt.

Besonderer Fokus liegt auf der Frage, welche ökologische Bedeutung alte Bäume haben – für das Klima, für Tiere und für die Biodiversität – und wie menschliche Eingriffe wie Bebauung, Tourismus oder Klimawandel sie gefährden können.

Hinweis: Dieses Programm findet nur freitags statt.

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  • Zielgruppe: Klassen 5 – 6
  • Dauer: ca. 2,5 Stunden (inklusive 15 Minuten Pause)
  • Jahreszeit: ganzjährig

Die Buche - mit Holzerfahrung

Die Buche ist einer der prägendsten Bäume unserer Wälder – ökologisch, wirtschaftlich und geschichtlich. In diesem Programm erforschen die Schüler:innen die Merkmale der Buche wie Rinde, Blätter, Früchte und Holzstruktur. Sie entdecken, welche Tiere in und von der Buche leben und warum besonders alte Buchen eine zentrale Rolle für Biodiversität, Stoffkreisläufe und das Klima spielen.

Im Praxisteil sägen und schleifen die Schüler:innen kleine Stücke Buchenholz, vergleichen Struktur, Gewicht und Eigenschaften und erkennen, wo uns dieses Holz im Alltag begegnet – von Möbeln bis hin zu Küchenutensilien. Gemeinsam diskutieren sie Chancen und Konflikte der Holznutzung: Wofür eignet sich Buchenholz? Wann sollte es besser geschont werden? Und wie sieht ein nachhaltiger Umgang mit Waldressourcen aus?

Besonderer Fokus liegt dabei auf Nutzungskonflikten im Wald, z. B. zwischen Forstwirtschaft, Tourismus und Naturschutz, sowie auf der Frage, welche Verantwortung wir als Gesellschaft und Individuen für den Schutz alter Buchen tragen.

Hinweis: Dieses Programm findet nur freitags statt.

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  • Zielgruppe: Klassen 5 – 6
  • Dauer: ca. 2,5 Stunden (inklusive 15 Minuten Pause)
  • Jahreszeit: ganzjährig

Es wimmelt im Wasser

In diesem Programm entdecken die Schüler:innen die faszinierende Vielfalt des Lebens in kleinen Gewässern. Mit Keschern, Lupen und Bestimmungshilfen erforschen sie Wasserinsekten, Larven, Kaulquappen und andere Kleinstlebewesen im Entdeckerteich im Wildpark. Sie lernen deren Lebensweise, Anpassungen und ökologische Funktion kennen.

Gemeinsam erschließen sie, was ein Kleingewässer zu einem besonderen Lebensraum macht, und untersuchen einfache Nahrungsnetze im Wasser. Dabei wird deutlich, wie empfindlich das Gleichgewicht eines Teichs ist und wie menschliche Eingriffe – etwa durch Düngemittel, Müll oder Klimaveränderungen – die Artenvielfalt beeinflussen können.

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  • Zielgruppe: Klassen 5-6
  • Dauer: ca. 2,5 Stunden (inklusive 15 Minuten Pause)
  • Jahreszeit: April – September

Faszination Krabbeltiere (Lebensraum Wiese)

Mit Becherlupen ausgerüstet erkunden die Schüler:innen die artenreiche Welt der Insekten und Spinnentiere auf der Wiese. Sie beobachten Körperbau, Fortbewegung, Tarnung und Verhalten von Käfern, Heuschrecken, Ameisen, Bienen und vielen anderen Wirbellosen. Dabei erfahren sie, wie diese Tiere an ihren Lebensraum angepasst sind und welche wichtigen Rollen sie im Ökosystem übernehmen – als Bestäuber, Zersetzer oder Beutetiere.

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit den Ursachen des Insektenrückgangs auseinander, etwa durch Flächenverbrauch, Pestizideinsatz oder Klimaveränderungen. Wir besprechen, warum Biodiversität für stabile Ökosysteme unverzichtbar ist und entwickeln im Anschluss gemeinsam Ideen, wie Artenvielfalt auf Wiesen und in anderen Lebensräumen geschützt und gefördert werden kann. 

Optional: Die Schülerinnen und Schüler können direkt ins Handeln kommen, z. B. bei der Herstellung von Saatbomben oder dem Bau eines Insektenhotels.

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  • Zielgruppe: Klassen 5 – 7
  • Dauer: ca. 2,5 Stunden (inklusive 15 Minuten Pause)
  • Jahreszeit: April bis Oktober

Klimawandel erklärt

Klimawandel – ein Begriff, den Kinder und Jugendliche heute ständig hören. Doch was steckt dahinter? In diesem Programm gehen die Schüler:innen den Ursachen und Folgen des Klimawandels auf den Grund: Sie erfahren, wie der Treibhauseffekt funktioniert, warum der Mensch ihn verstärkt und welche Rolle der Wald dabei spielt.

Anhand konkreter Beispiele wird sichtbar, welche Auswirkungen die Klimaveränderung auf Tiere, Pflanzen und Menschen hat – weltweit und direkt vor unserer Haustür in Düsseldorf. Gemeinsam überlegen wir, wie sich Ökosysteme durch den Klimawandel verändern und warum das auch für uns bedeutsam ist.

Optional: Vertiefung als BNE-Modul
Je nach Vorwissen und Interesse der Gruppe kann der Schwerpunkt des Programms auf eine vertiefte Auseinandersetzung mit Fragen der Bildung für nachhaltige Entwicklung gelegt werden. Dabei reflektieren die Teilnehmenden, wie Klimawandel, Konsumverhalten und soziale Gerechtigkeit zusammenhängen. Sie diskutieren, welche Verantwortung wir als Gesellschaft tragen – und entwickeln erste Ideen für einen nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen.

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  • Zielgruppen: Klassen 8 - 10
  • Dauer: 2,5 Stunden (inklusive 15 Minuten Pause)
  • Jahreszeit: ganzjährig

Leben in Totholz und Waldboden

Auf den ersten Blick scheinen Totholz und Waldboden leblos – doch bei genauerem Hinsehen wimmelt es dort von Organismen: Pilze, Insekten, Spinnen, Milben und Regenwürmer zersetzen abgestorbenes Material und schaffen damit die Grundlage für neues Leben.

In diesem Programm erkunden die Schülerinnen und Schüler die verborgenen Lebensräume unter unseren Füßen. Sie entdecken, wie vielfältig und spezialisiert die Boden- und Totholzbewohner sind und lernen ihre Rolle im Stoffkreislauf kennen. Dabei wird deutlich, wie wichtig Zersetzungsprozesse für gesunden Boden, sauberes Wasser, Pflanzenwachstum und das Klima sind.

Je nach Vorwissen können auch weiterführende Fragestellungen thematisiert werden: Wie wirken sich menschliche Eingriffe wie Bodenversiegelung, intensive Forstwirtschaft oder der Verlust von Alt- und Totholzbeständen auf diese Lebensräume aus? Was bedeutet gesunder Boden für die Landwirtschaft, die Trinkwasserversorgung und das Klima?

Das Programm fördert das genaue Beobachten, den Umgang mit Bestimmungshilfen und die Auseinandersetzung mit ökologischen Wechselwirkungen. Es sensibilisiert für die Bedeutung vermeintlich unscheinbarer Organismen und regt zur Reflexion über unsere Verantwortung im Umgang mit natürlichen Ressourcen an.

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  • Zielgruppen: Klassen 5 - 6
  • Dauer: 2,5 Stunden (inklusive 15 Minuten Pause)
  • Jahreszeit: April bis Oktober

 

Lebensraum Wald 

Welche Pflanzen und Tiere leben im Wald – und wie sind sie an ihren Lebensraum angepasst?

In diesem Programm lernen die Schülerinnen und Schüler den Wald als vielgestaltigen Lebensraum kennen. Sie erkunden die verschiedenen Stockwerke – vom Waldboden bis zur Baumkrone – und erfassen typische Arten, ihre Merkmale und ihre Anpassungen. Dabei wird deutlich, wie Tiere und Pflanzen miteinander in Beziehung stehen und welchen Platz sie im Lebensraum Wald einnehmen.

Durch Beobachtungen und kleine Untersuchungen gewinnen die Kinder einen ersten Überblick über den Aufbau des Waldes und die Vielfalt seiner Bewohner. Sie üben, Strukturen, Lebensräume und Arten zu beschreiben und deren Bedeutung für das Ökosystem einzuordnen – eine Grundlage für die weiterführende Auseinandersetzung mit ökologischen Zusammenhängen im Unterricht.

Hinweis: Das Programm eignet sich besonders gut als Einstieg in das Thema Wald und kann je nach Jahreszeit unterschiedliche Beobachtungen ermöglichen. Eine Tierfütterung lässt sich bei diesem Programm besonders gut integrieren. Bitte bringen Sie dazu kleingeschnittene Möhren oder Äpfel mit.

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  • Zielgruppe: Klassen 5 – 6
  • Dauer: 2,5 Stunden (inklusive 15 Minuten Pause)
  • Jahreszeit: ganzjährig

Ökosystem Teich

In diesem Programm erkunden die Schüler:innen den Teich als vielfältigen Lebensraum. Mit einfachen Methoden beobachten sie Tiere und Pflanzen, bestimmen typische Arten und ordnen sie Nahrungsketten und ökologischen Nischen zu. Dabei erkennen sie, wie biotische und abiotische Faktoren zusammenwirken und wie Veränderungen – etwa durch Düngung, Müll oder Flächenversiegelung – das Gleichgewicht im Teich beeinflussen können.

Ziel ist es, ein grundlegendes Systemverständnis für das Ökosystem Teich zu entwickeln und die eigene Rolle als Mitgestalter:in der Umwelt zu reflektieren. Auch Fragen nachhaltiger Nutzung kleiner Gewässer werden thematisiert, ebenso wie mögliche Konflikte zwischen Naturschutz und Stadtentwicklung.

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  • Zielgruppe: Klassen 7 - 10
  • Dauer: 2,5 Stunden (inklusive 15 Minuten Pause)
  • Jahreszeit: April – September

Ökosystem Wald

Der Wald ist ein komplexes Ökosystem, in dem abiotische Faktoren wie Licht, Wasser, Temperatur und Bodenbeschaffenheit mit biotischen Faktoren wie Konkurrenz, Symbiose oder Räuber-Beute-Beziehungen zusammenwirken. In diesem Programm erkunden die Schüler:innen typische Strukturen und Artenzusammensetzungen des Waldes und untersuchen, wie Produzenten, Konsumenten und Destruenten im Stoffkreislauf miteinander verbunden sind.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Ökosysteme auf Störungen reagieren – etwa durch Klimawandel, invasive Arten, Übernutzung oder den Verlust von Lebensräumen. Die Teilnehmenden diskutieren, wie Wälder langfristig erhalten und nachhaltig genutzt werden können und welche Interessenkonflikte dabei entstehen.

Hinweis: Grundlagen zum Thema „Ökosystem“ sollten bereits im Unterricht behandelt worden sein.

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Zielgruppe: Klassen 7 – 10
Dauer: 2,5 Stunden (inklusive 15 Minuten Pause)
Jahreszeit: ganzjährig

Pilze - geheimnisvolle Fadenwesen

Pilze sind überall, auch wenn man sie oft kaum wahrnimmt. In diesem Programm gehen die Schülerinnen und Schüler auf Pilzsuche im Wald, lernen typische Merkmale kennen und üben, verschiedene Arten anhand äußerer Kennzeichen zu unterscheiden.

Sie entdecken, wie Pilze als Zersetzer, Parasiten oder Symbiosepartner leben und welche Rolle das „Wood Wide Web“ – das unterirdische Netzwerk aus Pilzen und Baumwurzeln – für das Ökosystem Wald spielt. Außerdem werden grundlegende Regeln für den sicheren Umgang mit Pilzen vermittelt.

Optional: Vertiefung als BNE-Modul
Je nach Vorwissen kann der Schwerpunkt des Programms auf eine vertiefte Auseinandersetzung mit Fragen der Bildung für nachhaltige Entwicklung gelegt werden. Dabei legen wir den Fokusauf die Bedeutung von Pilzen für Biodiversität und Stoffkreisläufe, aber auch auf Gefährdungen durch Klimawandel, Überdüngung oder intensive Forstwirtschaft. Gleichzeitig wird das Potenzial von Pilzen für eine nachhaltige Zukunft thematisiert – von Heil- und Nahrungsmitteln bis hin zu innovativen Anwendungen wie Verpackungs- oder Baumaterialien. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern diskutieren wir, welche Verantwortung wir im Umgang mit natürlichen Ressourcen tragen und wie Pilze bei der Lösung aktueller Herausforderungen genutzt werden können.

      

  • Dauer: 2,5 Stunden (inklusive 15 Minuten Pause)
  • Jahreszeit: ganzjährig

Raubtiere

In diesem Programm setzen sich die Teilnehmenden intensiv mit heimischen Raubtieren wie Fuchs, Iltis oder Wildkatze auseinander. Beim Beobachten der Tiere im Wildpark analysieren wir, wie Körperbau, Sinne und Verhalten an das Leben als Jäger angepasst sind.

Wir untersuchen Räuber-Beute-Beziehungen in der Natur und diskutieren, wie sich Störungen – etwa durch Eingriffe in Lebensräume, invasive Arten oder veränderte Beutepopulationen – auswirken. Dabei vergleichen wir vereinfachte Modelle aus dem Unterricht mit der komplexen Realität im Ökosystem.

Das Programm verknüpft biologische Grundlagen mit Fragen des Natur- und Artenschutzes, regt zur kritischen Bewertung menschlicher Eingriffe an und fördert BNE-Kompetenzen wie Perspektivwechsel, Systemverständnis und verantwortungsbewusstes Handeln.

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  • Zielgruppen: Klassen 5–6
  • Dauer: 2,5 Stunden (inklusive 15 Minuten Pause)
  • Jahreszeit: ganzjährig

 

Sinne der Tiere

Sehen, Hören, Riechen, Tasten – Wildtiere sind hervorragend an ihren Lebensraum angepasst. In diesem Programm erfahren die Schülerinnen und Schüler, wie Tiere ihre Umwelt wahrnehmen und warum bestimmte Sinne bei ihnen besonders stark ausgeprägt sind – etwa das feine Gehör beim Wild oder der ausgeprägte Geruchssinn beim Fuchs.

In kleinen Übungen und Bewegungsspielen vergleichen wir die Sinneswahrnehmung von Mensch und Tier: Wie gut hören wir im Vergleich zum Reh? Können wir riechen wie ein Marder? Die Teilnehmenden lernen verschiedene Sinnesleistungen kennen, erfassen deren Bedeutung für Orientierung, Tarnung und Kommunikation – und verstehen, wie diese an spezifische Umweltfaktoren angepasst sind.

Auch aktuelle Herausforderungen werden thematisiert: Wie beeinflussen Lichtverschmutzung, Lärm oder andere menschliche Aktivitäten die Sinneswahrnehmung und das Verhalten von Tieren?

Hinweis: Eine Tierfütterung lässt sich bei diesem Programm besonders gut integrieren. Bitte bringen Sie dazu kleingeschnittene Möhren oder Äpfel mit.

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  • Zielgruppen: Klassen 5 - 7
  • Dauer: 2,5 Stunden (inklusive 15 Minuten Pause)
  • Jahreszeit: ganzjährig

Tiere in der Stadt

Tiere leben nicht nur im Wald oder auf dem Land, sondern auch mitten in der Stadt. In diesem Programm erforschen die Schülerinnen und Schüler, wie sich Klima, Bebauung und Nahrungsangebot auf das Verhalten und die Verbreitung von Tierarten auswirken.

Sie entdecken, warum manche Arten – sogenannte Kulturfolger – in Städten ideale Bedingungen finden, während andere – sogenannte Kulturflüchter – verschwinden. Dabei wird deutlich, welche Strukturen Tiere zum Überleben brauchen und wie grüne Stadtgestaltung (Parks, begrünte Dächer, naturnahe Gärten) neue Lebensräume schafft und Biodiversität fördern kann. 

Ein Schwerpunkt liegt auf der Beziehung zwischen Mensch und Tier: Welche Konflikte entstehen, wenn Tiere neue Lebensräume, vor allem in Städten, erobern? Wie können wir selbst dazu beitragen, dass Stadt und Natur im Gleichgewicht bleiben? Auch das Vorkommen invasiver Arten und ihre Auswirkungen auf die Biodiversität werden thematisiert.

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  • Zielgruppe: Klassen 5–8
  • Dauer: 2,5 Stunden (inklusive 15 Minuten Pause)
  • Jahreszeit: ganzjährig

Vögel

Warum sind manche Vögel das ganze Jahr über bei uns, während andere im Winter wegfliegen? Wie bauen sie ihre Nester – und was brauchen sie, um ihre Jungen erfolgreich großzuziehen?

In diesem Programm erforschen die Schülerinnen und Schüler das Leben heimischer Vögel. Gemeinsam finden wir heraus, wie sich die Vögel an ihre Nahrung und ihren Lebensraum angepasst haben. In kleinen Spielen und Beobachtungsübungen erleben sie selbst, welche Herausforderungen das Leben als Vogel mit sich bringt – etwa beim Nestbau, bei der Revierverteidigung oder auf Futtersuche.

Gemeinsam lernen wir typische Vogelarten kennen und üben, ihre Rufe zu unterscheiden. Dabei beschäftigen wir uns auch mit dem Rückgang vieler Arten: Was passiert, wenn Hecken verschwinden, Wiesen bebaut oder Gärten versiegelt werden? Und warum finden manche Vögel trotzdem Wege, sich an neue Lebensräume anzupassen?

Zum Abschluss entwickeln die Kinder eigene Ideen, wie Lebensräume für Vögel im Umfeld von Schule, Garten oder Stadt erhalten und verbessert werden können.

     

  • Zielgruppe: Klasse 5 - 6
  • Dauer: 2,5 Stunden (inklusive 15 Minuten Pause)
  • Jahreszeit: ganzjährig

 

Was ist los im Frühlings-/Sommer-/Herbst-/Winterwald?

Der Wald sieht immer gleich aus? Von wegen! In diesem Programm erkunden die Schülerinnen und Schüler die charakteristischen Erscheinungen der jeweiligen Jahreszeit: Welche Pflanzen treiben aus, blühen oder gehen in Ruhephasen über? Welche Tiere sind aktiv, ziehen sich zurück oder bereiten sich auf den Winter vor?

Neben den sichtbaren Veränderungen werden auch Sinneseindrücke wie Licht, Geräusche und Gerüche bewusst wahrgenommen. Durch genaues Beobachten, Sammelaufgaben und kleine Experimente lernen die Schülerinnen und Schüler, jahreszeitliche Veränderungen im Ökosystem zu erkennen, einzuordnen und mit den Anpassungen von Tieren und Pflanzen in Verbindung zu bringen.

Hinweis: Das Programm eignet sich besonders gut als Einstieg, um den Wald und seine jahreszeitlichen Besonderheiten kennenzulernen – ebenso wie die Tiere im angrenzenden Wildpark. Eine Tierfütterung lässt sich bei diesem Angebot besonders gut integrieren. Bitte bringen Sie dafür kleingeschnittene Möhren oder Äpfel mit.

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  • Zielgruppe: Klasse 5 - 6
  • Dauer: 2,5 Stunden (inklusive 15 Minuten Pause)
  • Jahreszeit: ganzjährig

 

Wasserkreisläufe im Wald - mit Holzerfahrung

Ohne Wasser kein Leben – das gilt auch für den Wald. In diesem Programm entdecken die Kinder, wie Wasser im Wald unterwegs ist: Es versickert im Boden, wird von Bäumen aufgenommen und über die Blätter wieder abgegeben. Wir erforschen, welche Rolle Moose, Totholz und Wurzeln dabei spielen – und warum der Wald ein echter Wasserspeicher ist.

In der Waldschule führen die Kinder ein einfaches Experiment durch: Sie untersuchen, wie viel Wasser in Holz gespeichert ist, und beobachten, was beim Trocknen mit Holz und Wasser passiert. Dabei wird erfahrbar, wie sehr gesunde Bäume und Böden vom Wasser abhängen – und was passiert, wenn es zu lange ausbleibt.

Hinweis: Dieses Programm findet nur freitags statt.

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  • Zielgruppe: Klasse 5 - 6
  • Dauer: 2,5 Stunden (inklusive 15 Minuten Pause)
  • Jahreszeit: ganzjährig

 

Gut zu wissen!

Veranstaltungszeiten

Unsere Veranstaltungen beginnen um 9:30 Uhr und enden gegen 12:00 Uhr. Während der Veranstaltung gibt es eine 15-minütige Frühstückspause.

Kosten

Die Angebote der Waldschue für Düsseldorfer Schulen und Kitas sind in der Regel kostenlos. Für Einrichtungen außerhalb Düsseldorfs beträgt die Teilnahmegebühr 120 Euro pro Veranstaltung.

Der Eintritt in den Wildpark ist jederzeit kostenfrei – auch unabhängig von einer gebuchten Führung.

Geheimtipp!

Unsere Veranstaltungen finden ganzjährig statt – auch im Winter! Gerade in der kalten Jahreszeit ist der Wildpark ein besonderer Tipp: Die Tiere lassen sich besser beobachten, und es ist deutlich ruhiger als in den wärmeren Monaten.

Empfohlene Bekleidung

Bitte sorgen Sie dafür, dass die Kinder dem Wetter entsprechend gekleidet sind. Wichtig sind feste, geschlossene Schuhe, sowie Kleidung, die warm hält, vor Regen schützt und auch schmutzig werden darf. Wir sind bei jedem Wetter draußen unterwegs!

Verpflegung

Nachhaltigkeit möchten wir nicht nur vermitteln, sondern im Alltag gemeinsam mit den Kindern leben – auch bei der Frühstückspause.

Bitte geben Sie den Kindern ein kleines, möglichst müllfreies Frühstück mit – zum Beispiel in einer Brotdose und mit einer wiederverwendbaren Trinkflasche. In der Mitte der Veranstaltung ist eine etwa 15-minütige Pause eingeplant. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Tierfütterung

Eine Tierfütterung ist nicht in jeder Veranstaltung enthalten. Wenn Ihre Gruppe Tiere füttern möchte, planen Sie dafür bitte zusätzliche Zeit im Anschluss ein oder sprechen Sie vorab mit der auf Ihrer Buchungsbestätigung angegebenen Referentin oder dem Referenten.

Zum Wohl der Tiere dürfen ausschließlich klein geschnittene Äpfel oder Möhren mitgebracht und verfüttert werden. Bitte bringen Sie kein anderes Futter mit.

Stornobedingungen und Ausfall

Bitte informieren Sie uns spätestens 3 Tage vor dem Termin, wenn Sie eine Veranstaltung absagen müssen. Bei einer späteren Absage müssen wir leider die Teilnahmegebühr von 120 Euro berechnen.

Bei Sturm oder starkem Gewitter sagen wir Veranstaltungen zum Schutz aller Teilnehmenden ab. In diesem Fall fallen keine Kosten für Sie an.

Ab einer Wetterwarnung Orange des Deutschen Wetterdienstes (DWD) finden Veranstaltungen nur noch in unseren Innenräumen statt.

Anreise

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln (ÖPNV)

Wir empfehlen eine umweltfreundliche Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Straßenbahnlinien U73, U83 und 709 bringen Sie bequem zur Haltestelle „Auf der Hardt“. Von dort sind es etwa 15 Minuten Fußweg bis zum Wildpark.

Zur Fahrplanauskunft

Anreise mit dem Pkw

Der Wildpark Grafenberg ist über die Rennbahnstraße gut mit dem Auto erreichbar:

Rennbahnstraße 70, 40629 Düsseldorf

Ein großer, gebührenfreier Parkplatz direkt an der Rennbahnstraße ist gut ausgeschildert und leicht zu finden. Von dort gelangen Sie bequem zum Haupteingang des Wildparks.

Ein Behindertenparkplatz befindet sich ca. 150 Meter entfernt am Rennbahntor und steht unseren Gästen ebenfalls zur Verfügung.

 

Kontakt

  • Waldschule Düsseldorf
    Rennbahnstraße 62
    40629 Düsseldorf

  • Telefon 0211 58393588
    Mobil 0162-3479269

    E-Mail
  • Montag bis Donnerstag
    8.30 bis 15 Uhr
    Freitag
    8.30 bis 13.00 Uhr

  • U73, U83, 709
    Haltestelle: Auf der Hardt

    Fahrplanauskunft