Werner Sobek 17 Thesen

Werner Sobek 17 Thesen

Ausstellung im Architekturzentrum
1.6.-30.10.2022

Werner Sobek: 17 Thesen
 Das Stadtmuseum ist das erste Museum mit Ökoprofit Siegel. Der dringend notwendige Wandel im Bauwesen ist Thema im Stadtmuseum. Hierzu werden nun in einer Ausstellung im Architekturzentrum 17 Thesen von Werner Sobek zur Diskussion gestellt. „Die Thesen sind Mahnung, Aufklärung und Perspektive. Sie sollen Bewusstsein schaffen und eine zielgerichtete Diskussion über unsere gemeinsame Zukunft entfachen.“ sagt dazu der international renommierte Architekt und Bauingenieur Werner Sobek. 


CHEMNITZ – EINE ZEITREISE ZWISCHEN 1840 UND HEUTE

CHEMNITZ – EINE ZEITREISE ZWISCHEN 1840 UND HEUTE

4.6.-28.8.2022

Im Jahr 1841 erschien das von Friedrich Georg Wieck herausgegebene Werk „Sachsen in Bildern. Chemnitz und seine Umgebung“, das in damals einmaliger Weise das Leben in der Stadt Chemnitz zur Zeit des Biedermeier beschreibt und mit detailreichen Lithografien illustriert.

Wieck, entschlossener Propagandist der Industrialisierung, in der Chemnitz eine Vorreiterrolle spielen sollte, dokumentiert erstmalig in der Geschichte die Stadt umfassend: Da nur ganz wenige bildliche Darstellungen - fast ausschließlich Gesamtansichten der Stadt - aus früheren Jahrhunderten überliefert sind, ist Wiecks Buch eine für die Chemnitzer Geschichte herausragende Großtat.  Dem Autor geht es um einen vollständigen Eindruck:  Als Lithografien ausgeführt und prägnant kommentiert, wird nahezu alles vorgestellt, was die Stadt ausmacht. Neben den Fabriken sind das Schulen, historische Gebäude, Einrichtungen von Justiz, Sozial- und Gesundheitsfürsorge, Verwaltung, weiter Kirchen, Hotels und Schankbetriebe, Kultureinrichtungen, Straßen und Plätze, alles ergänzt um Impressionen aus dem Umfeld der Stadt. Auch die damals modernste Seite der "bürgerlichen" Stadt wird vorgestellt, etwa die Anger-Vorstadt, die wenige Jahre zuvor vom Architekten Johann Traugott Heinig als klassizistische Planstadt angelegt wurde. Die schmucken Neubauten entlang der breiten Lindenallee machen deutlich, warum Chemnitz in den Reiseberichten prominenter Zeitgenossen auch als ein "hübsches und beschauliches" Städtlein galt.

Der 175. Jahrestag des Erscheinens von „„Sachsen in Bildern. Chemnitz und seine Umgebung“ war seinerzeit dem Schloßbergmuseum Anlass, das Ereignis in einer Kabinettausstellung zu würdigen. Die Ausstellung zeigt die schönsten Motive des Buches. Einige wird der Besucher der Stadt sofort wiedererkennen, bei anderen helfen kleine Details, die in den Fotos zu entdecken sind. Zu den ausgewählten Lithografien hat der Chemnitzer Fotograf Peter Zschage* als Gegenstück die aktuelle Perspektive im Bild festgehalten, und so einen spannenden Vergleich durch die Jahrhunderte hinweg ermöglicht. Manchmal jedoch hat sich das Stadtbild so sehr verändert, dass erst der Begleittext für den Aha!-Effekt der Wiedererkennung und des Orientierens im rezenten Stadtbild sorgt. 

In diesem Sinne soll sich Wiecks „Bildersaal“ - nunmehr in der Partnerstadt Düsseldorf - erneut öffnen, erweitert um die Sicht auf das moderne Chemnitz.   

 

*Peter Zschage, geb. 1969 in Karl-Marx-Stadt, nach Lehre seit 1990 Fotograf beim Sächsischen Tageblatt, 1993-2018 bei der Chemnitzer Morgenpost, seit 2019 Leiter der Galerie Rosenhof in Chemnitz

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