Time in Space – Erzählungen aus der Pandemie

02. Dezember bis 01. Januar 2022

Die Wanderausstellung Time in Space – Erzählungen aus der Pandemie setzt sich kritisch mit den individuellen Gefühlswelten 14 Studierender während der Covid-19-Pandemie auseinander. Sie geht der Frage nach, inwiefern ein anhaltender Zustand der Isolation die Wahrnehmung verändern kann, prüft die fortlaufende Beziehung zwischen Mensch, Objekt und seiner Umwelt und ordnet diese Erkenntnisse historisch ein.

Es entsteht ein kristallines Geflecht aus Individuum und Kollektiv, das sich als pneumatische Rauminstallation über die Ausstellungsfläche erstreckt und sich in drei thematische Bereiche gliedert. Besucher*innen sind in dieser Ausstellung mit sich selbst konfrontiert, werden erinnert und zudem animiert, an eine pandemie-freie Zukunft zu denken.

Time in Space – Erzählungen aus der Pandemie entstand als Studienarbeit des Master Exhibition Design an der HSD Düsseldorf im Frühjahr bis Sommer 2021 unter Leitung von Prof. Korschildgen und Prof. Uwe Reinhardt mit Unterstützung von Eric Fritsch.

Konzeption und Umsetzung: Hannah Ali, Yvonne Asbeck, Lia Bach, Olivia Fuchs, Paula Horwat, Andreas Krauss, Lea Meister, Dilara Öztürk, Shakiba Pourtavakolian, Florian Roth, Anne Sine Sauermann, Linda Schuster, Clara von Schwerin, Sarah Tribula

Vernissagetag: 02.12.2021 | 11 - 18 Uhr

Epfang: 17 - 18 Uhr

Im Stadtmuseum Düsseldorf
2G – freier Eintritt am Vernissage Tag

 

Mehr Informationen zur Ausstellung auf Instagram: @_time_in_space_

 

 

 

Architektur /Haifa/Bauhaus

Fotografien von Stephanie Kloss

Stadtmuseum Düsseldorf
14.10.2021 bis 1.5.2022

Das Stadtmuseum kooperiert seit Jahren mit den Museen der Partnerstadt Haifa in Israel. So ist es eine große Freude nun die eindrucksvollen Fotografien der Künstlerin Stephanie Kloss im Architekturzentrum des Stadtmuseums zu präsentieren. Stephanie Kloss hat 2014 In Haifa (gefördert durch das Global Stipendium des Berliner Senats) diese Serie von Fotos hauptsächlich im Viertel Carmel geschaffen. Sie zeigen die wichtigsten Bauten des Internationalen Stils der Stadt, die eine Werkstatt der Moderne war.

 

  •  Stephanie Kloss, Glas House, 2014

  •   Stephanie Kloss, Talpiot Market, 2014

Hilde Schrader - Milein Cosman 100 Jahre – A Centenary Celebration Düsseldorferinnen, Freundinnen, Künstlerinnen – Düsseldorf, Friends and Artists

10.10. – 28.11.2021

"So long, my best friend - io ti abbraccio mille volte - Ti voglio bene, tanto! La tua Ilde", so schreibt Hilde zu Weihnachten 1999 aus Italien an Milein Cosman nach London.

10 Jahre lang drücken Hilde und Milein gemeinsam die Schulbank des Goethe-Lyzeums in Düsseldorf. Sie verbringen eine unbeschwerte Kindheit am Rhein. Beide Elternhäuser fördern früh das Interesse der Mädchen an der Kunst.

1937 trennen sich ihre Wege aufgrund der wachsenden Bedrohung durch den Nationalsozialismus. Hilde überlebt den Krieg in Deutschland, lernt den italienischen Kriegsgefangenen Giovanni Vighi kennen und wandert unmittelbar nach Friedensschluss mit ihm nach Italien aus. Milein beendet ihre Schulausbildung in der Schweiz und emigriert 1939 nach England. Von dort schreibt sie 1947 Hilde zum ersten Mal nach dem Krieg. Drei Jahre später sehen sie sich in Turin wieder.

Hilde, die in München und Düsseldorf Bildhauerei studiert hatte, macht in Italien unter dem Namen Ilde Schrader als Künstlerin Karriere. Ihre Werke zeigen eine intensive Auseinandersetzung mit den alten italienischen Meistern. Sie sucht und findet Ihre Motive in ihrem unmittelbarem Umfeld: Landschaften, Menschen bei der Arbeit, Stillleben und religiöse Themen. Ihre Ölbilder, Aquarelle und Holzschnitte werden immer wieder in Ausstellungen gezeigt.

Milein studiert in England an der Slade School of Fine Art und macht sich schnell einen Namen als hochtalentierte Zeichnerin vor allem von Musikern und Tänzern. Ihre besondere Gabe ist es Bewegung und Charakterzüge mit oft nur wenigen Strichen einzufangen. Sie porträtiert viel berühmte Zeitgenossen, aber auch Menschen im Alltag. Ihr Werk, das in vielen bedeutenden Museen zu finden ist, umfasst Zeichnungen, Druckgraphiken und Ölbilder.

In ihrem regen Briefwechsel tauschen sich Milein und Hilde bis an ihr Lebensende über ihre vielen gemeinsamen Erinnerungen und über ihr künstlerisches Schaffen aus.

„Oft denk ich an Dich mit großer Wärme und Dankbarkeit, dass wir uns zusammenfanden“, schreibt Milein an Hilde im Februar 2007.

Zum 100. Geburtstag zeichnet die Ausstellung anhand von ausgewählten künstlerischen Werken sowie Fotos und Dokumenten das Leben und Schaffen der beiden DÜSSELDORFERINNEN, FREUNDINNEN und KÜNSTLERINNEN nach.

Die Ausstellung erfolgt in Kooperation mit der Familie Schrader und The Cosman Keller Art and Music Trust.

English version:

100 Jahre Gesundheitsamt

23.08.2021 - 02.01.2022

Ausstellung im Stadtmuseum erinnert an wechselvolle Geschichte des städtischen Amtes

Vor 100 Jahren entschied sich der Düsseldorfer Stadtrat, ein eigenes Gesundheitsamt zu gründen. Die wechselvolle Geschichte des Amtes beleuchtet nun eine Ausstellung im Stadtmuseum, Berger Allee 2. Auf 18 Tafeln wird der Werdegang des Amtes und seiner Amtsleiter beleuchtet.

Die Industriealisierung und die damit einhergehende Verelendung der Arbeiterschaft führten zu wachsenden Gesundheitsproblemen in der Bevölkerung. Das wiederum führte dazu, dass Städte und Gemeinden Gesundheit als öffentliche Aufgabe wahrnahmen. Seit dem Jahre 1901 gab es in Düsseldorf einen Stadtarzt, der sich neben den staatlichen Aufsichts- und Kontrollaufgaben zunehmend auch um Beratungs- und Vorsorgeangebote für die Bürgerinnen und Bürger kümmerte. Es sollte aber noch 20 Jahre dauern, bis für diese Aufgaben ein eigenes Amt geschaffen wurde. Am 3. August 1921 nahm das städtische Gesundheitsamt schließlich seine Arbeit auf. Unter dem Einfluss, der Hygiene, die als neue Disziplin im Gesundheitssektor Fuß fasste, entwickelte das Amt einen Katalog von Maßnahmen, die nicht nur den Gesundheitszustand der einzelnen Bürger*innen, sondern der Stadtgesellschaft insgesamt verbessern sollten.

Über die Jahre stand das öffentliche Gesundheitswesen in Düsseldorf im Einfluss unterschiedlicher gesundheitlicher Herausforderungen und politischer Interessen. Dabei erlebte es während der Zeit des Nationalsozialismus seine dunkelsten Stunden und entwickelte sich zum bereitwilligen Helfer einer verbrecherischen Rassenideologie. Wie auch in anderen Bereichen gab es nach dem Zweiten Weltkrieg auch im Gesundheitsamt keine „Stunde Null“. Die neuen Strukturen im Gesundheitswesen führten zu einem fortschreitenden Bedeutungsverlust des öffentlichen Gesundheitsdienstes. Es dauerte lange, bis das Amt in der heutigen Zeit angekommen war und seine Position in der Stadtgesellschaft wieder festigen konnte.

Die Seuchenabwehr – von den Pocken zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts über die Spanische Grippe nach dem Ersten Weltkrieg, eine Polio-Epidemie zu Beginn der 60er-Jahre bis zur Schweinegrippe 2009 und aktuell der Corona-Pandemie – ließ die Bedeutung des Gesundheitsamtes für die Gesundheit der Bevölkerung stets in besonderer Weise sichtbar werden. In den letzten Jahrzehnten wurde die Zusammenarbeit auf örtlicher aber auch auf internationaler Ebene immer wichtiger. Die Ausstellung lädt dazu ein, mehr über die Höhen und Tiefen des Düsseldorfer Gesundheitsamtes zu erfahren.

Das Stadtmuseum ist dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt vier, ermäßigt zwei Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Dienstags bis samstags gibt es eine Happy Hour von 17 bis 18 Uhr mit freiem Eintritt, sonntags ist der Eintritt generell frei. Zu Ihrer eigenen Sicherheit werden alle Besucher*innen gebeten, die geltenden Kontakt- und Hygieneregeln im Stadtmuseum einzuhalten und eine medizinische Maske zu tragen.