Resonanz und Reflexion, Fotografie: Sven Kierst
Resonanz und Reflexion, Fotografie: Sven Kierst

Resonanz & Reflexion – Fotografische und audiovisuelle Positionen zur Musikkultur in Düsseldorf

Ausstellung im Stadtmuseum Düsseldorf (20. September bis 01. November)
Eröffnung: 19. September, 19 Uhr

Im Projektraum 119 zeigen vier Düsseldorfer Fotografen Positionen zur „Ausgehkultur“ in Düsseldorf von den 1970er-Jahren bis heute. Richard Gleim, Sven Kierst, Markus Luigs und Foto Schiko sind Fotografen, die sich in verschiedenen Jahrzehnten mit musikalischen Strömungen in Düsseldorf beschäftigen. Das Publikum, der Ort und die Musikrichtung spielen dabei wichtige Rollen. Sehr individuell stellt jeder Fotograf aus seiner Perspektive Strömungen dar. Politische, soziale und kulturelle Entwicklungen zeigen sich in Momentaufnahmen. Der Düsseldorfer Szenefotograf ar/gee gleim zeigt Publikum, das die Punkszene reflektiert. In kleinen Räumen entlädt sich die Energie der Musik und explodiert in den Fotos. Seit den 1950er-Jahren bewegt er sich erst als Musiker durch die Jazzszene, dann als Fotograf und Musikproduzent durch die deutschsprachige Musik. Sven Kierst interessiert der Augenblick, in dem sich eine Situation darstellt oder sich ihm ein besonderes Bild zeigt. Es ergeben sich Motive, die zwischen figurativer und abstrakter Bildkomposition wechseln. Sie entfernen sich dadurch von dem ursprünglichen Zustand und sind davon befreit. Markus Luigs‘ Fotos sind Artefakte von Veränderungsprozessen in Düsseldorf. Er zeigt Orte, die Vergangenes verbildlichen. Er ist in der aktuellen Düsseldorfer Musikszene unterwegs und fängt Momente ein, die komplexe Zusammenhänge visualisieren. Foto Schiko gilt als Chronist der Düsseldorfer Subkultur. Seine meist schwarz-weiß-analogen, und mit kleinsten Kompaktkameras gemachten Bilder sprechen von Musik, Freundschaft, Kunst, Katastrophen, Menschen, Heimat, Überleben und Highspeedvolumen. Die hier gezeigten großformatigen Arbeiten über den Düsseldorfer Unique Club (1995–2006) verweisen nicht nur auf einen legendären Düsseldorfer Musikclub, sondern auch auf die Menschen, die diesen Ort um die Jahrtausendwende mit Leben füllten.

Im Projektraum 111 präsentieren Studierende der „HSD – Peter Behrens School of Arts“ aus dem Fachbereich „Audiovisuelles Design“ (Christian Banasik) Videoarbeiten mit Sound. Die Videos sind mit selbst entwickelten Techniken visuell und auditiv erlebbar. Neue Sichtweisen und Hörerlebnisse werden präsentiert. Studenten/Studentinnen der Hochschule Düsseldorf, institut bild.medien/ Fachbereich Design präsentieren ihre audiovisuellen Arbeiten. Die Verschränkung von Bild und Ton nimmt dabei eine herausragende Rolle ein. Die Videoarbeiten wurden produziert von: Andrea Sigrist, Alexandra Korczak, Lea Wolf, Sonja Koch, Meltem Kalayci, Jonathan Rösen, Linda Weidmann, Stephan Schröder, Martin Stöckmann und Burgund Brandt, Lisa Heldmann und Patrick Kruse. Die hier gezeigten Werke stehen in einem dialogischen Spannungsverhältnis zwischen Bild und Sound – elektronischer Musik und konkreten Klängen – Digitalität und analoger Kunst. Sie bewegen sich innerhalb unterschiedlicher Themenkomplexe, wobei der Schwerpunkt der Ausstellung auf Reflexionen über die ästhetischen Ansätze der Ambient Music sowie einigen soziokulturellen Aspekten der in Düsseldorf gegründeten Elektro-Band DAF beruht. Die zentralen und verbindenden Elemente hierbei sind Struktur und motivische Entwicklungen, Zeit und Dichte, Bewegung und Raum, auf der visuellen und klanglichen Ebene. Die Videoarbeiten sind von Studierenden in Seminaren von Reiner Nachtwey, Christian Banasik, Anja Vormann und Kathrin Tillmanns entstanden.

Im Projektraum 119 wird „Ausgehkultur in Düsseldorf“ von der Vergangenheit bis zur Gegenwart reflektiert und im Projektraum 111 kann aktuelle audiovisuelle Arbeit mit Zukunftsvisionen erlebt werden.

"Luffftschlösser", Ausstellung zum Thema Luft

07. bis 18. Dezember
Eröffnung: 06. Dezember, 15 Uhr