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Koloniale Verbindungen

Rheinland/Grasland – Deutschland/Kamerun

12.9.-28.9.2017

Eine Ausstellung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf in Kooperation mit dem Stadtmuseum Düsseldorf desForschungsprojektes „Koloniale Verbindungen“ der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der Université de Dschang

12. September, 18 Uhr     Vernissage im Stadtmuseum

Organisation:
Prof. Dr. Stefanie Michels und Caroline Authaler, Institut für Geschichtswissenschaft, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Prof. Dr. Albert Gouaffo, Département de Langues Étrangères Appliquées, Universität DschangJun. Prof. Dr. Martin Doll, Institut für Medien- und Kulturwissenschaft, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Begleitprogramm
13. September, 20 Uhr
Auftakt der Filmreihe „Unser Kamerun?“
Filmprogramm „Perspektiven auf Kamerun“ (incl. Diskussionsrunde)
Ort: Black Box-Kino im Filmmuseum

14. September, 16 Uhr
Öffentliche Präsentation der Webseite
„Koloniale Verbindungen: Düsseldorf/Dschang – Rheinland/Grasland – Deutschland/Kamerun“
Ort:
Foyer Haus der Universität

15. September, 14-16 Uhr
Studierende berichten
Lautaufnahmen, Fotografien, Objekte, Geschichten – Forschungen zu kolonialen Verbindungen
Ort: Foyer Haus der Universität

15. September, 16.30 Uhr
Vortrag von Britta Schilling, Universität Utrecht
‚Hermann von Wissmann: Kreuzungspunkt kolonialer Erinnerungsdiskurse‘?
Ort:
Haus der Universität, Raum 2, 2. OG

16. September, 15-18 Uhr
Offene Geschichtswerkstatt und Informationsveranstaltung „Wissmannstraße“
Ort:
Leo-Statz-Berufskolleg (Aula)

16. September, 20 Uhr
Filmreihe „Unser Kamerun?“ „Schlafkrankheit“ (D 2011) mit Einführung von Ulrich Köhler (Regie)
Ort:
Black Box-Kino im Filmmuseum

19. September, 17 Uhr
Podiumsdiskussion
„Deutschland und seine ehemaligen Kolonien in Afrika – kann es einen Dialog geben?“
Ort:
Stadtmuseum

19. September, 19 Uhr
Stadtrundgang Düsseldorfs Globalgeschichte
Treffpunkt:
Stadtmuseum

20. September, 20 Uhr
Filmreihe „Unser Kamerun?“ „Le président“ (CMR|D 2013) mit Einführung von Jean Pierre Bekolo (Regie)
Ort:
Black Box-Kino im Filmmuseum

24. September, um 14.00 Uhr und 28. September, um 15.00 Uhr
Öffentliche Führungen "Koloniale Verbindungen, Rheinland/Grasland, Deutschland/Kamerun"

Noch bis zum 28. September läuft im Stadtmuseum die Ausstellung "Koloniale Verbindungen, Rheinland/Grasland, Deutschland/Kamerun". Die Grundlage für diese Ausstellung bildete der Austausch der Universitäten, welcher durch den Dialog und die gemeinsam gewonnenen Erfahrungen einen weiteren Anstoß gab, im Rahmen eines Praxisseminars die Verbindungen zwischen Deutschland und Kamerun tief gehender zu erforschen. Im Kontext dieses Austausches ist auf der Suche nach diesen Verbindungen eine Ausstellung entstanden, in der die Mannigfaltigkeit der gemeinsamen Geschichte dargestellt wird und somit den vielen kleinen Verknüpfungen zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Akteuren Raum gegeben wird. Das Rheinland sowie das Grasland gelten als Treffpunkte verschiedener handelnder Personen. So ist nach Latour kein Ort „beherrschend genug, um global zu sein, und kein Ort (...) selbstgenügsam genug, um lokal zu sein“. Diese Grundgedanken sind auch Basis der Führung. Die Ausstellungsobjekte werden vorgestellt und es wird vor allem um die Facettenreichen historischen Verbindungen und die Erinnerungskultur, die sie aufzeigen gehen. Wichtig sind dafür auch die Themengebiete Handel, Migration, Frauen und Prestige, die die Studierenden während des Seminars als Analysewerkzeuge benutzt haben. Die Ausstellung soll zeigen dass Geschichte prozesshaft ist und zum Nachforschen nach neuen Verbindungen anregen.

Sie sind herzlich eingeladen, am 24. September einer Führung der Studierenden der Heinrich Heine Universität und am 28. September, dem letzten Ausstellungstag, einer Führung der leitende Kuratorin, Prof. Stefanie Michels in den Ausstellungsräumen beizuwohnen.

Der Eintritt in die Sonderausstellung und die Sammlungen des Stadtmuseums kostet 4 Euro / ermäßigt 2 Euro.

Bildarchiv Weisser-Klippel

Aktion Berger Allee. Ein bürgerliches Trauerspiel  

06.09. – 26.11.2017.

Ein Aufschrei ging im März 1973 durch die Düsseldorfer Tagespresse: Gerüchte waren laut geworden, die Mannesmannröhren-Werke AG plane an der Berger Allee den Abriss einiger Jugendstilhäuser, um an deren Stelle ein modernes Verwaltungsgebäude zu errichten. Prompt formierte sich die Bürgerinitiative "Rettet unsere Stadt jetzt – Aktion Berger Allee", die mit Flyern, Infoabenden, Bürgerfesten und Unterschriftenaktionen für den Erhalt des Jugendstilensembles und gegen den Verlust von Wohnraum kämpfte. Nach jahrelangem zähen Ringen und einigen überraschenden Wendungen endete "Das Trauerspiel um Mannesmann" – so ein zeitgenössischer Kommentar – für die Bürgerinitiative in der Katastrophe: fünf Jugendstilhäuser wurden im November 1979 abgerissen, der Mannesmann-Neubau im Oktober 1982 eingeweiht.  

Das Stadtmuseum Düsseldorf nimmt dieses wichtige Kapitel der jüngeren Stadtgeschichte in einer Projektraumausstellung umfassend in den Blick. Passend zum Verlauf der Ereignisse und der emotionsgeladenen Sprache in der damaligen Auseinandersetzung ist die Präsentation gleich einem Drama in fünf Akten gestaltet. Der Besucher wird zum Zuschauer, er lernt die Protagonisten des Konflikts kennen und wird durch die Aktion Berger Allee mit wesentlichen gesellschaftlichen Fragen konfrontiert, die auch heute, fast 40 Jahre nach Abbruch der Häuser, nichts an Aktualität eingebüßt haben.   

Eröffnung: Dienstag, den 05. September, 18 Uhr