Mitglieder der Düsseldorf-Loge im damaligen Logenhaus auf der Grafenberger Allee, Anfang der 1930er Jahre Foto: Franz-Rosenzweig-Loge, Düsseldorf

Wohltätigkeit. Brüderlichkeit. Eintracht. B’nai B’rith in Düsseldorf

09.Juli – 28. Juli

B’nai B’rith (hebräisch Söhne des Bundes), Mitte des 19. Jh. in den USA gegründet,  ist heute eine der weltweit größten jüdischen Organisationen. Seine Ziele sind Wohltätigkeit, die Förderung von Bildung und Kultur sowie die Bekämpfung von Rassismus und Antisemitismus.

Nachdem bereits von 1901 – 1937 die Düsseldorf-Loge bestanden hatte, erfolgte 1967 die Gründung der Franz-Rosenzweig-Loge. Anlässlich ihres 50jährigen Jubiläums blickt die Ausstellung Wohltätigkeit. Brüderlichkeit. Eintracht auf Geschichte und Gegenwart von B’nai B‘rith in Düsseldorf. Sie zeigt in Dokumenten, Fotografien und Objekten die Entwicklung der Vereinigung, der namhafte Persönlichkeiten wie Leo Baeck und Paul Spiegel angehörten, und legt Motive und Praxis ihres bürgerschaftlichen Engagements dar.

Eröffnung am 09. Juli um 11.30 Uhr

Bildarchiv Weisser-Klippel

Aktion Berger Allee. Ein bürgerliches Trauerspiel  

06.09. – 26.11.2017.

Ein Aufschrei ging im März 1973 durch die Düsseldorfer Tagespresse: Gerüchte waren laut geworden, die Mannesmannröhren-Werke AG plane an der Berger Allee den Abriss einiger Jugendstilhäuser, um an deren Stelle ein modernes Verwaltungsgebäude zu errichten. Prompt formierte sich die Bürgerinitiative "Rettet unsere Stadt jetzt – Aktion Berger Allee", die mit Flyern, Infoabenden, Bürgerfesten und Unterschriftenaktionen für den Erhalt des Jugendstilensembles und gegen den Verlust von Wohnraum kämpfte. Nach jahrelangem zähen Ringen und einigen überraschenden Wendungen endete "Das Trauerspiel um Mannesmann" – so ein zeitgenössischer Kommentar – für die Bürgerinitiative in der Katastrophe: fünf Jugendstilhäuser wurden im November 1979 abgerissen, der Mannesmann-Neubau im Oktober 1982 eingeweiht.  

Das Stadtmuseum Düsseldorf nimmt dieses wichtige Kapitel der jüngeren Stadtgeschichte in einer Projektraumausstellung umfassend in den Blick. Passend zum Verlauf der Ereignisse und der emotionsgeladenen Sprache in der damaligen Auseinandersetzung ist die Präsentation gleich einem Drama in fünf Akten gestaltet. Der Besucher wird zum Zuschauer, er lernt die Protagonisten des Konflikts kennen und wird durch die Aktion Berger Allee mit wesentlichen gesellschaftlichen Fragen konfrontiert, die auch heute, fast 40 Jahre nach Abbruch der Häuser, nichts an Aktualität eingebüßt haben.   

Eröffnung: Dienstag, den 05. September, 18 Uhr