Tagung: Dr. Max Stern und seine jüdischen Kund*innen
Vom | Veranstaltungsort: Stadtmuseum Düsseldorf
21. April und 22. April
Eintritt frei und ohne Anmeldung!
Einige wichtige Aspekte des vielschichtigen Problems der Restitution bilden den ersten Schwerpunkt der Tagung. Wie ist dem vergangenen Unrecht heute rechtlich zu begegnen und wie kann das allmähliche Vergessen verhindert werden? Wie ist der Kreis der Geschädigten zu definieren?
Im zweiten Teil der Tagung geht es um die konkreten Perspektiven der Sammler und der Händler von Kunst. Wie lassen sich heute noch jüdische Sammler und ihre Sammlungen beziehungweise jüdische Kunsthändler und ihre Bestände identifizieren? Welche Handlungsspielräume besaßen sie unter der Diktatur? Dies soll sowohl im Allgemeinen wie, ausgehend von Max Stern und seinem Kundenkreis, an konkreten Beispielen diskutiert werden.
Tagungsprogramm:
Dienstag, 21.04.2026, 19 Uhr
Eröffnung und Festvortrag:
Grußworte:
Dr. Susanne Anna, Stadtmuseum Düsseldorf
Dr. Marta Neüff, Kulturattaché der Botschaft Kanadas in Deutschland
Dr. Oded Horowitz, Landesverband der Jüdischen Gemeinden Nordrhein K.d.ö.R.
Festvortrag
Prof. Dr. Raphael Gross, Deutsches Historisches Museum (Berlin)
Anschließend Empfang
Wissenschaftliche Vorträge
Mittwoch, 22.04.2026
Vormittag 9-13 Uhr
Moderation: Prof. Dr. Christian Fuhrmeister (München)
Prof. Dr. Moya Moran (Toronto): Wie kann man Unrecht aus der Vergangenheit mit juristischen Mitteln aufarbeiten?
Dr. Agnes Peresztegi (Budapest): Restitution im europäischen Vergleich
Prof. Dr. Constantin Goschler (Bochum): Probleme des Wiedergutmachungsprozesses in der frühen BRD
Dr. Willi Korte (Washington): Die Stellung von Erst- und Zweitgeschädigten im Prozess der Restitution
Nachmittag 14-18 Uhr
Moderation: Dr. Willi Korte
Prof. Dr. Bernd Kortländer (Düsseldorf): Jüdische Sammler*innen im Umkreis der Galerie Stern
Dr. Olga Sugrobova-Roth (Düsseldorf): Ein Fallbeispiel
Dr. Stephan Klingen (München): Das Problem der staatlichen Verkäufe von Kunstwerken aus ehemaligem Reichsbesitz nach 1960
Anne Uhrlandt (München), Deidre Berger (Berlin): Das „Jewish Digital Recovery Project“. Ein digitaler Überblick über jüdische Sammler*innen in Nazi-Deutschland
Veranstalter:
Stadtmuseum Landeshauptstadt Düsseldorf
Landesverband der Jüdischen Gemeinden Nordrhein K.d.ö.R.
Max und Iris Stern Foundation
Mit freundlicher Unterstützung:
Freundeskreis Stadtmuseum Düsseldorf e.V.
Embassy of Canada to Germany