Online-Preisverleihung: DA! ART-AWARD - Düsseldorfs erster säkularer Kunstpreis

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Preisverleihung

Der DA! ArtAward wird im 2-Jahres-Turnus unter einem jeweils wechselnden Thema vom Düsseldorfer Aufklärungsdienst ausgelobt. Er will Künstlerinnen und Künstler inspirieren, sich kritisch mit Religion und Irrationalismus auseinanderzusetzen. Der Preis ist mit insgesamt 7.000,– Euro dotiert. Die nominierten Werke werden der Öffentlichkeit in einer einwöchigen Ausstellung im Düsseldorfer Stadtmuseum präsentiert.
Thema in 2020: ... wirkt nicht über den Placebo-Effekt hinaus!
Vor zwei Jahren lautete das Thema des DA! Art-Awards »Wissen statt Glauben«. 2020 geht es um trügerische Überzeugungen. Ob Homöopathie und Bachblütentherapie, Religion oder esoterische Heilsversprechen: Pseudomedizin und religiöser Glaube können wirken. So vermag ein Gebet, Kraft und Zuversicht zu vermitteln, ein arzneilich wirkungsloses Medikament die Gesundung zu befördern. Doch diese Wirkungen haben weder etwas zu tun mit der Intervention von Gott/Jahwe/Allah, noch resultieren sie – im Fall der Homöopathie – aus der fabulierten Merkfähigkeit des Wassers. Vielmehr sind psychosoziale und kulturelle Faktoren für diese Effekte verantwortlich. Und immer gilt, was auch für Globuli gilt: keine Wirkung über den Placebo-Effekt hinaus.
Schirmherrin des DA! Art-Award 2020: Dr. Natalie Grams
2019 löste die Ärztin und ehemalige Homöopathin Natalie Grams eine gesellschaftliche Debatte aus, als sie in einem Interview sagte, Homöopathie wirke nicht über den Placebo-Effekt hinaus, und daraufhin von der Firma Hevert-Arzneimittel per Unterlassungserklärung aufgefordert wurde, diesen Satz nicht öffentlich zu wiederholen. Grams machte das Schreiben öffentlich und weigerte sich zu unterschreiben. Sie erklärte, lediglich den Stand der Wissenschaft dargestellt zu haben.

Aus den insgesamt 69 nominierten und im Stadtmuseum ausgestellten Bildern, Skulpturen, Installationen und Videos werden die drei Preisträger, sowie der Publikumspreis präsentiert.
Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler nehmen per Videokonferenz interaktiv an der Preisverleihung teil.