"Resonanz & Reflexion – Fotografische und audiovisuelle Positionen zur Musikkultur in Düsseldorf"

| Kultur Veranstaltungen Erstellt von Meissner, Valentina

Das Stadtmuseum, Berger Allee 2, lädt in Kooperation mit der Peter Behrens School of Arts zur Eröffnung der Ausstellung "Resonanz & Reflexion – Fotografische und audiovisuelle Positionen zur Musikkultur in Düsseldorf" am Donnerstag, 19. September, 19 Uhr, ein.

Das Stadtmuseum, Berger Allee 2, lädt in Kooperation mit der Peter Behrens School of Arts zur Eröffnung der Ausstellung "Resonanz & Reflexion – Fotografische und audiovisuelle Positionen zur Musikkultur in Düsseldorf" am Donnerstag, 19. September, 19 Uhr, ein. Der Eintritt ist hierzu für alle Besucherinnen und Besucher frei. In zwei verschiedenen und sich gegenseitig inhaltlich ergänzenden Räumen wird die "Ausgehkultur in Düsseldorf" von der Vergangenheit bis zur Gegenwart reflektiert. Dabei werden fotografische Werke des verstorbenen Künstlers Richard Gleim sowie von den Fotografen Sven Kierst, Markus Luigs und Foto Schiko gezeigt. Darüber hinaus werden aktuelle audiovisuelle Arbeiten mit Zukunftsvisionen der Studierenden der Peter Behrens School of Arts präsentiert. Kuratiert wurde die Schau von Gabi Luigs.

Im Projektraum 119 stehen verschiedene Positionen zur "Ausgehkultur" in Düsseldorf von den 1970er-Jahren bis heute im Mittelpunkt. Richard Gleim, Sven Kierst, Markus Luigs und Foto Schiko beschäftigten sich in verschiedenen Jahrzehnten mit musikalischen Strömungen in Düsseldorf. Das Publikum, der Ort und die Musikrichtung spielten dabei wichtige Rollen. Anhand der Werke zeigen sich politische, soziale und kulturelle Entwicklungen in Momentaufnahmen. Die Arbeiten des in diesem Jahr verstorbenen Düsseldorfer Szenefotografens Richard Gleim, "ar/gee gleim", zeigen Publikum, das die Punkszene reflektiert. Ab den 1950er-Jahren bewegte er sich erst als Musiker durch die Jazzszene, dann als Fotograf und Musikproduzent durch die deutschsprachige Musik. Der Fotograf Sven Kierst interessiert der Augenblick, in dem sich eine Situation darstellt oder sich ihm ein besonderes Bild zeigt. Es ergeben sich Motive, die zwischen figurativer und abstrakter Bildkomposition wechseln. Markus Luigs‘ Fotos sind Artefakte von Veränderungsprozessen in Düsseldorf. Er zeigt Orte, die Vergangenes verbildlichen. Er ist in der aktuellen Düsseldorfer Musikszene unterwegs und fängt Momente ein, die komplexe Zusammenhänge visualisieren. Foto Schiko gilt als Chronist der Düsseldorfer Subkultur. Seine meist schwarz-weiß-analogen, und mit kleinsten Kompaktkameras gemachten Bilder sprechen von Musik, Freundschaft, Kunst, Katastrophen, Menschen, Heimat, Überleben und Highspeedvolumen. Die hier gezeigten großformatigen Arbeiten über den Düsseldorfer Unique Club (1995–2006) verweisen nicht nur auf einen legendären Düsseldorfer Musikclub, sondern auch auf die Menschen, die diesen Ort um die Jahrtausendwende mit Leben füllten.

Im Projektraum 111 präsentieren Studierende der "HSD – Peter Behrens School of Arts" aus dem Fachbereich "Audiovisuelles Design" (Christian Banasik) Videoarbeiten mit Sound. Die Videos sind mit selbst entwickelten Techniken visuell und auditiv erlebbar. Studentinnen und Studenten der Hochschule Düsseldorf, "institut bild.medien"/Fachbereich Design, zeigen ebenfalls ihre audiovisuellen Arbeiten. Die Verschränkung von Bild und Ton nimmt dabei eine herausragende Rolle ein. Die Videoarbeiten wurden produziert von: Andrea Sigrist, Alexandra Korczak, Lea Wolf, Sonja Koch, Meltem Kalayci, Jonathan Rösen, Linda Weidmann, Stephan Schröder, Martin Stöckmann und Burgund Brandt, Lisa Heldmann und Patrick Kruse. Die hier gezeigten Werke stehen in einem dialogischen Spannungsverhältnis zwischen Bild und Sound – elektronischer Musik und konkreten Klängen – Digitalität und analoger Kunst. Sie bewegen sich innerhalb unterschiedlicher Themenkomplexe, wobei der Schwerpunkt der Ausstellung auf Reflexionen über die ästhetischen Ansätze der Ambient Music sowie einigen soziokulturellen Aspekten der in Düsseldorf gegründeten Elektro-Band "DAF" beruht. Die Videoarbeiten sind von Studierenden in Seminaren von Reiner Nachtwey, Christian Banasik, Anja Vormann und Kathrin Tillmanns entstanden.