Bergische Kaserne - Landeshauptstadt Düsseldorf

Bergische Kaserne

| Amt 61 News Beteiligung Stadtentwicklung

Visualisierung Bergische Kaserne © nuwela, München

Städtebaulicher Wettbewerb entschieden

Im Rahmen der geplanten zivilen Nachnutzung wurde im April 2025 ein zweiphasiger städtebaulich-landschaftsplanerischer Wettbewerb mit 36 Planungsteams gestartet. Nach der ersten Preisgerichtssitzung am 16. Juni 2025 wurden neun Arbeiten ausgewählt ihre Ideen weiterzuentwickeln. In ihrer Sitzung am Mittwoch, 10. Dezember 2025, entschied sich die Jury unter dem Vorsitz von Heiner Farwick nach der zweiten Bearbeitungsphase  einstimmig für den Beitrag des Planungsteams NUWELA büro für städtebau und landschaftsarchitektur aus München. Die Arbeiten der Büros studiomauer mit arbos landscape aus Hannover & Hamburg und performative architektur & UTA Architekten und Stadtplaner mit SINAI Gesellschaft von Landschaftsarchitekten aus Stuttgart/Berlin landeten gleichrangig auf dem 3. Platz. Eine Anerkennung wurde an Schellenberg + Bäumler Architekten mit studio grüngrau aus Dresden/Düsseldorf vergeben.

Das Konzept des Büros NUWELA für Städtebau und Landschaftsarchitektur zeichnet sich insbesondere durch seinen sensiblen und integrativen Umgang mit den historischen und landschaftlichen Strukturen des Geländes aus. Der südliche Denkmalbereich wird durch gezielte bauliche Ergänzungen sowie teilweise öffentliche Nutzungen aktiviert. Weitere Bestandsgebäude auf dem Gelände bleiben erhalten und werden sinnvoll in den neuen städtischen Raum integriert. So entsteht unter anderem ein neuer Quartiersplatz mit einem Nahversorgungsangebot, der von Neubauten und Bestandsgebäuden gefasst wird. An den Quartiersplatz schließt sich eine großzügige grüne Mitte an, die den wertvollen Baumbestand und die hochwertigen Freiräume bewahrt und einen wichtigen Beitrag zur klimatischen Robustheit leistet. Ein öffentlicher Boulevard ergänzt das räumliche Gefüge und verbindet den südlichen Denkmalbereich, die grüne Mitte, die neuen Nachbarschaften sowie das Sport- und Freizeitangebot im Norden. Die Erschließung des Geländes erfolgt über die Knittkuhler Straße. Die Wege und Straßen im Quartier orientieren sich überwiegend am heutigen Bestand und ermöglichen eine gute Orientierung. Der Autoverkehr soll gebündelt werden, sodass im Quartier selbst ruhige und sichere Bereiche entstehen.

Der Planungsprozess wird bis auf weiteres ausgesetzt

Die planerische Weiterbearbeitung wird zunächst nicht im ursprünglich vorgesehenen Umfang fortgesetzt. Die Bergische Kaserne ist von der Entscheidung des Bundesministeriums der Verteidigung betroffen, die Umwandlung ehemals militärisch genutzter Flächen bis auf Weiteres auszusetzen. Vor dem Hintergrund der sicherheitspolitischen Lage werden bundesweit Konversionsflächen erneut überprüft, da ein wachsender Bedarf an militärischer Infrastruktur besteht. Auch die Bergische Kaserne steht somit gegenwärtig nicht für eine vorrangige, wohnbauliche Entwicklung zur Verfügung. Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden dokumentiert und je nach Ausrichtung bei den späteren Überlegungen Beachtung finden. Die Landeshauptstadt Düsseldorf dankt den 36 Planungsteams, die sich mit großem Engagement, hoher fachlicher Qualität und viel Liebe zum Detail an diesem Verfahren beteiligt haben.

Weitere Informationen sind im Internet auf der Bergische Kaserne abrufbar.