Grafental Ost

Anlass

Ursprünglich sollte der Bereich des ehemaligen Hohenzollernwerkes einer neuen Nutzungsmischung aus Wohnen und Arbeiten dienen (siehe dazu Bebauungsplan Nr. 5777/056).

Aufgrund sich ändernder Rahmenbedingungen, insbesondere dem stetig steigenden Wohnraumbedarf in Düsseldorf, hat hier ein Umdenken stattgefunden. Ziel ist es nun an dieser Stelle einen attraktiven Wohn- und Schulstandort zu schaffen.

Plangebiet

Das Plangebiet liegt im Stadtteil Flingern, ist ca. 6,3 ha groß und umfasst im wesentlichen Flächen des ehemaligen Hohenzollernwerkes und städtische Flächen.

Luftbild mit Umring

Eingefasst wird das Gebiet im Norden durch die südlich der Altenbergstraße angrenzenden Sportanlagen. Die östliche Abgrenzung verläuft entlang der Güterbahntrasse Düsseldorf - Ratingen. Im Süden bilden die Grundstücksgrenzen der bestehenden Einfamilienhausbebauung des Rübezahlwegs und der Wohnsiedlung "Märchenland" die Abgrenzung. Im Westen ist das Plangebiet durch die dort verlaufende Walter-Eucken-Straße, welche zum Geltungsbereich zählt, begrenzt. Im Südwesten, westlich der Walter-Eucken-Straße, ergänzt ein kleines weiteres Teilstück das Plangebiet.

Die verkehrliche Anbindung des Plangebietes soll durch eine neue Buslinie erweitert werden. Darüber hinaus verkehren auf der Grafenberger Allee verschiedene Straßenbahnlinien. Das Plangebiet soll für Pkws ausschließlich von Norden her erschlossen sein. Eine Busschleuse auf der Walter-Eucken-Straße Höhe der Märchenlandsiedlung soll dies regulieren.

Qualitätssicherndes Verfahren

Die Aufgabe war es einen Wohnstandort (Allgemeines Wohngebiet) sowie einen Schulstandort (Fläche für Gemeinbedarf) zu realisieren und dabei einen Übergang zwischen dem kleinteiligen Märchenland und dem Plangebiet attraktiv zu gestalten sowie eine passende städtebauliche Struktur zum Umgang mit dem Lärm der Bahntrasse einzubringen.

Von acht teilnehmenden Büros ging in der 2. Phase das Büro Hentrich-Petschnigg & Partner als Sieger hervor.

Der Entwurf sieht überwiegend Geschosswohnungsbau vor. Im Süden, angrenzend zum Märchenland sind vier Doppelhäuser geplant. Es wird die bereits vorhandene Blockstruktur des angrenzenden Grafentals aufgenommen. Die Blöcke werden hier jedoch geringfügig verbreitert und ein zusätzlicher Gebäuderiegel eingeschoben. Im Süden wird durch eine Zeilenbebauung der Übergang zum kleinteiligen Märchenland geschaffen. Der Schulstandort soll entlang der Bahn durch verglaste Schallschutzwände geschützt werden.

Die verkehrliche Erschließung soll von Norden, über einen Kreisverkehr, in das Gebiet führen. Von Süden her sorgt eine Busschleuse dafür, dass keine privaten Verkehre von Süden her möglich sind.

Bebauungsplan

Der Bebauungsplan (02/005) "Grafental Ost" befindet sich aktuell im Verfahren.

Da die geplante Bebauung nicht den Festsetzungen der bestehenden Bebauungspläne entspricht, ist eine Neuaufstellung für das Plangebiet notwendig. Für die Umsetzung des neuen Konzeptes soll mit dem Aufstellungsverfahren die planungsrechtliche Voraussetzung geschaffen werden. Das städtebauliche Konzept des Wettbewerbssiegers HPP aus dem Jahr 2016 dient als qualitätsvolle Grundlage für die Entwicklung des Bebauungsplanes.

Zu den Dokumenten des formellen Planverfahrens.