Grashofstraße / Mercedesstraße

Anlass

Für das Plangebiet gilt derzeit der Bebauungsplan Nr. 5579/54 -Mercedesstraße- aus dem Jahr 2002. Bereits mit diesem Bebauungsplan wurde versucht, für das Gelände des ehemaligen Straßenbahnbetriebshofes einen repräsentativen Stadteingang mit drei Hochhäusern und einer verbindenden Stadtkante zu finden. Zielsetzung war überdies überwiegend Büro- und Dienstleistungsarbeitsplätze sowie ergänzende Nutzungen anzusiedeln. Eine Nutzung entsprechend diesen Zielsetzungen ließ sich jedoch bis heute nicht in Gänze realisieren. Der geplante Stadteingang in die Innenstadt blieb unvollständig. Das Gelände liegt seit Jahren brach.

Aufgrund der wachsenden Nachfrage nach innenstadtnahem Wohnraum, soll diese brachliegende Fläche nunmehr neben Büronutzungen auch für eine qualitätvolle Wohnnutzung zur Verfügung gestellt werden. Die fehlende bauliche Stadtkante an der Grashofstraße soll vollendet werden.

Hierfür ist eine Änderung des bestehenden Planungsrechts notwendig.

Plangebiet

Das Vorhaben liegt im Stadtbezirk 2, im Stadtteil Düsseltal.

Es umfasst ein ca. 21.300 großes Grundstück südlich der Grashofstraße an der Mercedesstraße. Das Gelände ist bisher unbebaut.

2014 wurde mit der Planung begonnen: Das städtebauliche Konzept sah eine 8-geschossige Bebauung entlang der Grashofstraße sowie eine offene, lärmabgewandte Kammbebauung mit drei Innenhöfen zur Mercedesstraße vor.

Am Stadtplatz Ost waren ein 15-geschossiger Hochpunkt sowie eine Riegelbebauung zur Grashofstraße und zur Mercedesstraße geplant.

Im Juni 2016 wurde aufgrund eines Eigentümerwechsels das städtebauliche Konzept modifiziert: Nach wie vor ist eine 7 bis 8-geschossige Riegelbebauung entlang der Grashofstraße vorgesehen, so dass die Bebauung im Gebietsinneren konsequent von Straßenverkehrslärm abgeschirmt wird. Statt der "Fingerlinge" sind jedoch drei winkelförmige Stadtvillen mit einem langgezogenen, durchgängigen Freiraum und vier Innenhöfen zur Mercedesstraße geplant.

Die Wohnungen an der Grashofstraße verfügen über Schallschutzgrundrisse. Die begrünten Höfe, die sich zu der geplanten Promenade an der Mercedesstraße öffnen, schaffen wohnungsnahe Spiel- und Aufenthaltsangebote. Die Höfe liegen etwas erhöht über der Promenade an der Mercedesstraße. Die Erschließung der Wohnungen erfolgt grundsätzlich im Blockinneren.

Das "Kopfgebäude" am Stadtplatz Ost setzt sich nunmehr aus einem 8-geschossigen Gebäuderiegel entlang der Grashofstraße, einem 17-geschossigen Hochpunkt sowie einem 8-geschossigen Riegel zur Mercedesstraße zusammen.

Das geplante Hochhaus am Stadtplatz Ost bietet diesem eine Platzkante und dem östlich stehenden "ARAG-Hochhaus" ein stadträumlich wirksames Gegenüber.

Mit der durchgehend geschlossenen Bebauung entlang der Grashofstraße kann die gewünschte starke Stadtkante errichtet werden, die zwischen dem "ARAG-Hochhaus" im Osten und dem geplanten achtundzwanziggeschossigen Hochhaus im Westen ("Sky View") eine stadträumliche Verbindung mit hinreichend Gewicht herstellt.

Die verkehrliche Erschließung erfolgt über die Mercedesstraße; der ruhende Verkehr wird in Tiefgaragen untergebracht. Die Anlieferung der Handelsflächen erfolgt im Norden über die Grashofstraße.

Es entsteht ein urbanes Stadtquartier mit vielfältigen Nutzungen und hochwertigen, durchgängigen Freianlagen. Insgesamt sind ca. 370 Wohneinheiten, eine mehrzügige Kindertagesstätte sowie ca. 37.600m² BGF für Büro und Handel geplant.

Das Handlungskonzept Wohnen wird vollumfänglich umgesetzt. Die Gesamt-BGF beträgt ca. 76.000m².

Qualitätssicherndes Verfahren

Für den Stadtplatz Ost ist 2014 ein Gestaltungswettbewerb durchgeführt worden. Der Siegerentwurf von wbp Landschaftsarchitekten GmbH ist Teil der Planung für das neue Quartier.

Bebauungsplan

2014 wurde mit der Bebauungsplanänderung gem. § 13a BauGB begonnen.

Der Flächennutzungsplan soll gemäß § 13a Abs. 2 BauGB im Wege der Berichtigung angepasst werden.

Auf Grundlage des modifizierten Entwurfes wird das Bebauungsplanverfahren nun weitergeführt.

Zur Umsetzung des städtebaulichen Konzeptes, welches ein gemischtes Stadtquartier aus Wohnen und Arbeiten vorsieht, setzt der Bebauungsplan-Entwurf ein Urbanes Gebiet (MU) gemäß § 6a BauNVO fest.

Zu den Dokumenten des formellen Planverfahrens.