Hansaallee/Niederkasseler Lohweg

Anlass

Innerhalb des Plangebietes befindet sich eine überwiegend dreigeschossige Wohnbebauung in Zeilenbauweise, die wegen des nur minimalen Lärmschutzes und im Hinblick auf energetische Aspekte nicht mehr zeitgemäß erscheint. Darüber hinaus nutzt die gegebene bauliche Dichte das Potential der zur Verfügung stehenden Grundstücke nicht aus und stellt damit eine nicht effiziente Nutzung der zur Verfügung stehenden Flächen dar.

Ziel der Planungen ist eine städtebauliche Neuordnung und insbesondere die Nachverdichtung des Gebietes sowie die Schaffung von zeitgemäßen Wohnnutzungen. So sollen die Voraussetzungen für die Entwicklung eines innerstädtischen, attraktiven Wohnquartiers geschaffen werden.

Plangebiet

Das Plangebiet befindet sich im Stadtteil Lörick, nördlich der Hansaallee und umfasst ca. 2,0 ha. Die Plangebietsgrenze verläuft im Norden entlang des Niederkasseler Lohweges, im Süden entlang der Hansaallee und im Osten entlang der Amboßstraße und entlang der rückwärtigen Flurstücksgrenzen der Wohnbebauung im Bereich der Sportstraße.

Luftbild mit Umring

Über die Hansaallee sind Verbindungen nach Nordwesten (Richtung Meerbusch) und nach Südosten über die Luegallee und die Düsseldorfer Straße in Richtung der linksrheinischen Stadtteile Oberkassel und Niederkassel sowie der Innenstadt gegeben. Das Plangebiet ist darüber hinaus sehr gut an das Netz des öffentlichen Personennahverkehrs angebunden. Über die Haltestelle Lohweg sind die Stadtbahnlinien U 74 und U 76 leicht erreichbar. Daneben befindet sich die Haltestelle Prinzenallee und damit die U 77 in fußläufiger Entfernung.

Der Flächennutzungsplan stellt für den Planbereich Wohnbauflächen dar, ergänzend findet sich die Signatur "Spielplatz" für die zentrale, öffentliche Grünfläche. Für das Plangebiet gilt derzeit der Bebauungsplan Nr. 5178/36 aus dem Jahr 1971. Dieser Bebauungsplan setzt für das Plangebiet im Bereich der Hansaallee ein allgemeines Wohngebiet und eine offene Bauweise fest. Daran grenzt eine Grünfläche mit der Zweckbestimmung "Kinderspielplatz" und ein weiteres allgemeines Wohngebiet im Bereich des Niederkasseler Lohweges an.

Bebauungsplan

Unter dem Namen Bebauungsplan Nr. 04/007 - Hansaallee Niederkasseler Lohweg - wurde durch die Landeshauptstadt Düsseldorf ein Bebauungsplanverfahren gestartet, welches der Absicherung des beabsichtigten städtebaulichen Konzeptes dient. Da die vorliegende Planung die Aufwertung und Verdichtung innerstädtischer Grundstücke zum Ziel hat, wird der Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren nach § 13 a BauGB durchgeführt.

Dem städtebaulichen Konzept entsprechend ist im Bebauungsplan primär die Realisierung von Wohnnutzungen vorgesehen. Daher wird im Bebauungsplan ein allgemeines Wohngebiet (WA) gemäß § 4 der Baunutzungsverordnung (BauNVO) festgesetzt. Durch Baufenster wird die Lage der geplanten Baukörper im Plangebiet definiert. Im Bereich der Hansaallee wird eine überwiegend sechsgeschossige Bebauung festgesetzt, die rückwärtigen Gebäudeteile weisen überwiegend eine Höhe von fünf Geschossen auf. Die Bebauung im Bereich des Niederkasseler Lohweges wird auf viergeschossige Baukörper beschränkt. Für den Bereich der Hansaallee sichern ergänzende Festsetzungen zur Höhe der Bebauung eine qualitätvolle Einfügung in den gegebenen baulichen Kontext. Die bestehende zentrale Grünfläche wird planungsrechtlich unverändert in den Bebauungsplan übernommen.

zu den Dokumenten des formellen Planverfahrens

Realisierung

Entsprechend den Vorgaben aus dem Handlungskonzept für den Wohnungsmarkt "ZUKUNFT WOHNEN.DÜSSELDORF" der Landeshauptstadt Düsseldorf sollen insgesamt 40% der geplanten Wohneinheiten im öffentlich geförderten und preisgedämpften Wohnungsbau realisiert werden. Die Realisierung der Planung erfolgt nach Abschluss des Bebauungsplanverfahrens durch den jeweiligen Vorhabenträger.

Durch die Planung können insgesamt 119 zusätzliche Wohneinheiten realisiert werden, derzeit sind im Plangebiet 105 Wohneinheiten vorhanden. Insgesamt sieht das städtebauliche Konzept die Realisierung von circa 240 Wohneinheiten vor.