Nördlich Gerresheimer Landstraße

Anlass

Die ehemals als Zentrallager und Logistikstandort genutzte Fläche wird nicht mehr für die gewerbliche Nutzung benötigt. Sie soll entsprechend der hohen Nachfrage nach Wohnbauflächen im Düsseldorfer Stadtgebiet zu einem Wohnquartier umgenutzt und entwickelt werden.

Plangebiet

Das ca. 10,4 ha große Plangebiet liegt am östlichen Rand Unterbachs an der Stadtgrenze Düsseldorfs zur Stadt Erkrath (Kreis Mettmann).

Luftbild mit Umring

Es wird umschlossen von der Gerresheimer Landstraße, der Erkrather Straße, dem Weg „Im Hochfeld“ und etwa der Brorstraße.

Qualitätssicherndes Verfahren

Geplant ist die Errichtung von Geschosswohnungsbau sowie Einfamilienhäusern. Zur Findung einer guten städtebaulichen und freiraumplanerischen Lösung für die Entwicklung der Wohnbebauung hat der Flächeneigentümer und Investor in enger Abstimmung mit der Landeshauptstadt Düsseldorf ein Gutachterverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt. Hierzu wurden fünf Planungsbüros zur Erarbeitung von Entwürfen eingeladen. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt haben ihre Anregungen und Hinweise im Rahmen von drei Öffentlichkeitsveranstaltungen intensiv eingebracht. Zum Abschluss des Verfahrens hat eine Jury den für die Entwicklung des Standorts am besten geeigneten Entwurf ausgewählt. Dieser Entwurf bildet die Grundlage für das Bebauungsplanverfahren, mit dem die planungsrechtliche Grundlage für die Entwicklung des neuen Wohnquartiers geschaffen wird.

Der Entwurf für das neue Wohngebiet knüpft an die bestehenden städtebaulichen Strukturen Unterbachs an und bietet ein robustes und gleichzeitig flexibles Grundgerüst, um unterschiedliche Bautypologien, Wohnformen und Architekturen zu realisieren.

Entlang der Gerresheimer Landstraße soll eine Blockbebauung mit Kindertagesstätte, Cafés und Arztpraxen sowie Wohnnutzung entstehen. Im Anschluss daran entwickelt sich streifenförmig die weitere Wohnbebauung mit Geschosswohnungsbau und Reihenhäusern. Zum nördlich angrenzenden Landschaftsraum öffnen sich die geschlossenen Gebäuderiegel zu einer Reihe mit freistehenden Einfamilien- und Doppelhäusern und bilden damit zugleich einen Übergang in die Landschaft. Entlang der Erkrather Straße dienen drei Gebäuderiegel der Abschirmung des Gebietes vor dem Verkehrslärm.

Bebauungsplan

Im März 2015 wurde für das Bebauungsplan-Verfahren Nr. 08/002 - Nördlich Gerresheimer Landstraße - die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit durchgeführt und für interessierte Bürgerinnen und  Bürger hat eine Informationsveranstaltung stattgefunden.

Im Süden des Plangebietes soll die Verbindung des neuen Wohnquartiers mit der bestehenden Bebauung von Unterbach gestaltet werden. Die Gerresheimer Landstraße besitzt beidseitig Straßenbäume. Auf dem Grundstück des ehemaligen Logistik- und Lagerzentrums besteht eine weitere Baumreihe aus Kastanien. Das Gelände des ehemaligen Lagers wurde damals aufgeschüttet und nivelliert, während die Gerresheimer Landstraße nach Osten abfällt. Die Bäume auf dem Grundstück stehen damit bis zu 1,50 m höher als das vorhandene Straßenniveau. Wegen der zurzeit in Ausbreitung befindlichen „Komplexerkrankung“ ist für Kastanien keine sichere mittel- bis langfristige Prognose hinsichtlich der Lebenserwartung möglich. Im Rahmen der Frühzeitigen Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger wurden zwei Varianten vorgestellt:

A: Die Kastanienreihe wird nicht erhalten. Das Gelände kann damit wieder seinem ursprünglichen Höhenverlauf angepasst werden, mit ebenerdiger Zugänglichkeit zu dem neuen Gebiet überall entlang der Gerresheimer Landstraße.

B: Ein Teil des an der Gerresheimer Landstraße geplanten Baukörpers bleibt von dieser zurück, die Kastanienreihe wird teilweise erhalten. Bei dieser Variante könnte allerdings der Geländeversprung nicht ebenerdig umgestaltet werden, da die Bäume auf dem oben liegenden Gelände verwurzelt sind.

In der Veranstaltung zur Frühzeitigen Bürgerbeteiligung wurde eine dritte Variante vorgeschlagen, die nun weiter geplant wird. Hierbei werden die Kastanien nicht erhalten, und das Geländeniveau kann somit angeglichen werden. Gleichzeitig bleiben aber die Baukörper wie in Variante B wie gewünscht von der Gerresheimer Landstraße zurück, und an der Stelle der Kastanien werden neue Bäume gepflanzt. Entlang der Wohnstraßen sind ebenfalls neue Baumpflanzungen vorgesehen.

Aktueller Verfahrensstand: Die Behördenbeteiligung gem. § 4 (2) BauGB wurde im Januar 2018 durchgeführt. Derzeit werden die Unterlagen für die Offenlagen des Bebauungsplans gem. § 3 (2) BauGB erarbeitet.

 Zu den Dokumenten des formellen Planverfahrens.