Nördlich Paulsmühlenstraße

Anlass

Östlich des attraktiven Benrather Zentrums lagen entlang der Paulsmühlenstraße und der Telleringstraße ehemals industriell genutzte Flächen weitestgehend brach. Um der städtebaulichen Entwicklung in Benrath und insbesondere des Stadtteilquartiers "Paulsmühle" neue Impulse zu geben, sollen diese Flächen einer neuen städtebaulichen Nutzung zugeführt werden.

Nach dem Grundsatzbeschluss des Rates der Landeshauptstadt Düsseldorf in seiner Sitzung vom 25.06.2015, ist nördlich der Paulsmühlenstraße die neue Albrecht-Dürer-Schule als Gesamtkomplex entstanden. Diese war bisher an verschiedenen Standorten in den Stadtteilen Heerdt und Unterbilk untergebracht. Das Plangebiet eignet sich aufgrund der guten verkehrlichen Anbindung optimal für das Berufskolleg mit einem hohen Pendleranteil von rund 60 % der Schülerinnen und Schüler.

Der Neubau des Berufskollegs bietet die Möglichkeit, die gesamte ehemalige Industriefläche „Nördlich Paulsmühlenstraße“ zusammenhängend städtebaulich zu entwickeln.

Plangebiet

 

Das zur städtebaulichen Neuordnung zur Verfügung stehende Gebiet ist in die Plangebiete „Nördlich Paulsmühlenstraße“ und „Südlich Paulsmühlenstraße“ unterteilt. Im nördlichen Teilgebiet befanden sich das brach liegende Betriebsgelände der Firma ThyssenKrupp AG sowie einige Wohngebäude entlang der Paulsmühlenstraße.

Das ca. 7,2 ha große Plangebiet liegt im östlichen Teil des Düsseldorfer Stadtteils Benrath. Das Gebiet wird im Norden durch ein Industriegebiet, auf welchem ein Industriebetrieb für Krananlagenbau angesiedelt ist, begrenzt. Im Osten wird das Plangebiet durch die Telleringstraße, im Süden durch die Paulsmühlenstraße abgegrenzt, deren jeweilige Flächen in das Bauleitplanverfahren einbezogen sind. Im Westen bildet die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Bahntrasse die Grenze.

 

Luftbild mit Umring

Das ca. 7,2 ha große Plangebiet liegt im östlichen Teil des Düsseldorfer Stadtteils Benrath. Das Gebiet wird im Norden durch ein Industriegebiet, auf welchem ein Industriebetrieb für Krananlagenbau angesiedelt ist, begrenzt. Im Osten wird das Plangebiet durch die Telleringstraße, im Süden durch die Paulsmühlenstraße abgegrenzt, deren jeweilige Flächen einbezogen sind. Im Westen bildet die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Bahntrasse die Grenze.

Bebauungsplan

Der Bebauungsplan Nr. 09/003 Nördlich Paulsmühlenstraße wird im Normalverfahren aufgestellt. Parallel dazu wird die Darstellung im Flächennutzungsplan angepasst. Angestrebt wird die Rechtskraft des Bebauungsplanes Ende 2019 / Anfang 2020.

Das geplante neue Quartier nimmt die örtlichen Stadtstrukturen auf und führt sowohl die Capitostraße als auch die Flenderstraße in Verlängerung fort. Im nordwestlichen Bereich des Plangebiets befindet sich das Albrecht-Dürer-Berufskolleg mit einem südlich vorgelagertem Stadtplatz und Aufwertung der Eingangssituation der bestehenden Bahnunterführung für Fußgänger und Radfahrer.

Aktuell sehen die Planungen vor, dass sich an das Berufskolleg mit Sporthalle und Parkhaus nordöstlich entlang der Plangebietsgrenze eine Fläche für Gewerbe und Gemeinbedarfsnutzungen, insbesondere Kindertageseinrichtung anschließen. Diese nördlichen Nutzungen bilden gemeinsam eine wirksame Lärmabschirmung für die südlich liegende Wohnbebauung.

Die fünf Wohnblöcke orientieren sich in der Höhenentwicklung an der bestehenden Wohnbebauung. Sie sind im äußeren Bereich zu einem geschlossenen Blockrand verdichtet und nach innen aufgebrochen und zu einem gemeinschaftlichen Quartiersplatz hin orientiert. Die Höhenstaffelung innerhalb der einzelnen Blöcke verstärkt diese Gliederung. Die Bebauung an der Telleringstraße springt von der Straßenflucht zurück, um der bestehenden Platanenallee auf der Telleringstraße Raum zu geben.

Entsprechend des Handlungskonzeptes Wohnen der Stadt Düsseldorf sollen 40% der geplanten Wohneinheiten im öffentlich geförderten und preisgedämpften Segment realisiert werden. Im nördlichen Bereich des Plangebiets liegt an der Telleringstraße eine öffentliche Grünfläche mit einem Kinderspielplatz.

 Zu den Dokumenten des formellen Planverfahrens.

Qualitätssicherndes Verfahren

Bürgerworkshop

Nach Abriss des ehemaligen Industrieareals wurde im nord-westlichen Bereich das zum neuen Schuljahr öffnende Albrecht-Dürer-Berufskolleg gebaut. Im süd-östlichen Anschluss daran ist das Wohngebiet "Nördlich Paulsmühlenstraße" geplant, das in unmittelbarer Nähe zum S-Bahnhaltepunkt neuen Wohn- und Lebensraum schaffen soll.

Im Rahmen der politischen Beratungen zu diesem Projekt wurde beschlossen, mit der interessierten Öffentlichkeit einen Workshop zu den Qualitäten des Städtebaus, des Verkehrs, des Wohnumfeldes / Freiraums und der architektonischen Gestaltung unter aktiven Mitwirkungen von Experten zu veranstalten. Die Veranstaltung fand am 31.08.2018 statt. An dem Freitagnachmittag wurden, ausgehend von dem vorliegenden städtebaulichen Konzept, die städtebaulich-freiraumplanerischen und architektonischen Qualitäten beleuchtet und die sinnvolle Verzahnung der Neubebauung in den bestehenden Stadtteil diskutiert.

Durchgeführt wurde eine kompakte Arbeitsphase mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern an vier Thementischen zu den Bereichen Städtebauliche Integration, Freiraum und Verkehr sowie Fassaden und Wohnungsmix.

Im Anschluss wurde im Rahmen einer öffentlichen Präsentation allen Interessierten die Gelegenheit gegeben, die erarbeiteten Ideen der Arbeitsphase kennen zu lernen und ihre Wünsche und Anregungen mitzuteilen. Auf Basis der Ergebnisse des Workshops hat eine Empfehlungskommission aus Politik, Verwaltung, Vertretern der Bürgerinitiative "Lebenswerte Paulsmühle" und externen Experten Vorschläge zum weiteren Verfahren formuliert.

Diese wurden nun geprüft und zu Teilen in den Bebauungsplanentwurf eingearbeitet. Im Dezember 2018 wurden die Prüfergebnisse und die Änderungen im Bebauungsplanentwurf zwischen der Bürgerinitiative „Lebenswerte Paulsmühle“, dem Investor, der Politik und der Verwaltung diskutiert. Die Ergebnisse und die daraus resultierenden Änderungen wurden von allen Seiten positiv aufgenommen. Das Bebauungsplanverfahren kann auf dieser Grundlage fortgesetzt werden.