Schlüterstraße / Hohenzollernstraße

Anlass

Der Stadtteil Flingern Nord ist ein von der ehemaligen Schwerindustrie stark geprägter Standort, aufgrund des allgemeinen Strukturwandels der Wirtschaft hin zum tertiären Sektor war der Stadtteil in den 80-er und 90-er Jahren durch besondere städtebauliche Probleme gekennzeichnet. Das Plangebiet umfasst im Wesentlichen die ehemaligen Flächen des Hohenzollernwerkes, eines schwerindustriellen Unternehmens, das auf dem Gelände Lokomotiven gebaut hat.

Ziel der Planung ist es den Bereich des ehemaligen Hohenzollernwerkes einer neuen Nutzungsmischung aus Wohnen und Arbeiten zuzuführen.

Plangebiet

Das Plangebiet liegt im Stadtbezirk 2 im Stadtteil Flingern und erstreckt sich südlich der Metro-Straße von den ehemaligen Gleisanlagen (heute Naturpark Flingern) bis hin zu der Güterbahntrasse Ratingen-Düsseldorf. 

Das Plangebiet wird im Norden durch die Dinnendahlstraße sowie durch die Metro-Straße begrenzt. Die östliche Abgrenzung verläuft entlang von Dauerkleingärten und der Wohnsiedlung "Märchenland". Die südliche Abgrenzung verläuft entlang der bestehenden Einfamilienhausbebauung nördlich der Eythstraße und der Realschule an der Schlüterstraße. Die westliche Abgrenzung bildet die Hans-Günter-Sohl-Straße sowie Teile des ehemaligen Güterbahnhofs Grafenberg.

Der Geltungsbereich umfasst im Wesentlichen die ehemaligen Flächen des Hohenzollernwerkes, eines schwerindustriellen Unternehmens, das auf dem Gelände Lokomotiven gebaut hat, sowie Teilflächen des ehemaligen Güterbahnhofs Grafenberg.

Qualitätssicherndes Verfahren

Das Planungsziel einer Nutzungsmischung von Wohnen und Arbeiten für diese Fläche geht zurück auf den Rahmenplan Schlüterstraße, der 1993 erstellt und 1999 von der Planungsgruppe B (Oemchen, Haasen, Düsseldorf) in Zusammenarbeit mit dem Stadtplanungsamt überarbeitet wurde.

Das ursprüngliche Wettbewerbsergebnis wurde im Dezember 2009 erneut durch eine Mehrfachbeauftragung überarbeitet.Die fünf teilnehmenden Büros hatten die Aufgabe noch mehr Wohnraum als ursprünglich bereits geplant unterzubringen.

Der Siegerentwurf von Phase 5 GmbH, Düsseldorf sieht eine Trennung von Wohn- und Arbeitsbereichen und verschiedene Leitbilder für diese Bereiche vor. Leitbild für den Entwurf des der gewerblich geprägten Bereiche ist das Haus im Garten. Die Bürogebäude sollen in den fließenden Freiraum platziert werden. Die Wohnbebauung orientiert sich am gefassten Freiraum mit verschiedenen Themengärten entlang einer geplanten Gartenpromenade. In Mehrfamilienhäusern (überwiegend Geschosswohnungsbau aber auch Haus im Haus Typen) und Reihenhäusern sollte Raum für ca. 790 Wohneinheiten entstehen.

Ein wichtiges städtebauliches Element ist die Hohenzollernallee als innere Haupterschließungsstraße und "grünes Rückgrad" des gesamten Gebietes. Die Erschließung des Quartiers beziehungsweise Anbindung an die Umgebung erfolgt über die Hans-Günther-Sohl-Straße und die Schlüterstraße. Die Mitte des neuen Quartieres mit Dienstleistung und Einzelhandel des täglichen Bedarfs befindet sich an der Hohenzollernallee gegenüber den denkmalgeschützten Gebäuden, die erhalten werden. Auf Flächen des ehemaligen Güterbahnhofs entlang der Schlüterstraße ist mittlerweile der Stadt-Natur-Park Flingern entstanden.

Bebauungsplan

 Unter dem Namen (5777/056) "Schlüterstraße / Hohenzollern" wurde am 26. April 2012 ein Bebauungsplan als Satzung beschlossen. Dieser weist Allgemeine Wohngebiete (WA), eingeschränkte Gewerbegebiete (Ge), eine Fläche für Gemeinbedarf (Kindertagesstätte) und ein Sondergebiet (SO) aus.

Für die gewerblichen Bereiche wurden zwischenzeitlich zwei weitere Planverfahren angestoßen. Nr.02/005 "Grafental-Mitte" und Nr.02/009 "Grafental-Ost" haben die Zielsetzung weiteren Wohnraum zu schaffen.

Zu den Dokumenten des formellen Planverfahrens.

 

Realisierung

Große Teile des Quartiers, welches unter dem Namen Grafental vermarktet wird, sind bereits fertig gestellt.