Schwannstraße

Anlass

Nach Verlagerung der Realschule „In der Lohe“ an die Ottweilerstraße im Jahr 2012 soll das Grundstück einer neuen Nutzung zugeführt werden. Das planerische Konzept sieht eine Mischung aus Wohn- und Büronutzung vor. Dabei soll die geplante Wohnbebauung den Bestand an der Roßstraße ergänzen und ist daher im nordöstlichen Teil des Grundstückes angeordnet. Im westlichen Bereich soll unmittelbar am Kennedydamm eine Büronutzung in einem gesonderten Verfahren entstehen. Der Geltungsbereich des vorliegenden Bebauungsplanes umfasst nur die geplante Wohnnutzung.

 

Plangebiet

Das Plangebiet befindet sich im Stadtteil Golzheim im Stadtbezirk 1.

Im Osten wird es durch die Stichstraße Schwannstraße begrenzt. Westlich befindet sich die Verkehrsachse Kennedydamm und östlich die Roßstraße.

Das Plangebiet mit einer Fläche von ca. 9.500 umfasst ein Großteil des Grundstücks der Realschule "In der Lohe". Diese wurde 2012 aufgegeben und an den Schulstandort Ottweilerstraße verlagert.

Das nähere städtebauliche Umfeld des Plangebietes ist vor allem zum gewachsenen Stadtteil Derendorf durch eine Nutzungsmischung aus Wohnen, Freizeit und Arbeiten gekennzeichnet. Unmittelbar an der östlich gelegenen Grundstücksgrenze befindet sich an der Stichstraße Schwannstraße in Richtung Roßstraße hauptsächlich eine Wohnnutzung. Nördlich und südlich grenzt das Grundstück an zum Teil hochgeschossige Büro- und Verwaltungsgebäude an. Westlich des Kennedydamms befindet sich die Düsseldorfer Fachhochschule, die an die Münsterstraße auf das ehemalige Schlösser-/Schlachthofgelände verlagert wird.

Qualitätssicherndes Verfahren

Erste Überlegungen zur Nachnutzung des ehemaligen Schulgrundstückes wurden bereits seit 2008 im Rahmen eines Gutachterverfahrens entwickelt.

Während der Aufstellung des erforderlichen Bebauungsplanverfahrens wurde seitens der Politik der Wunsch nach einem höheren Wohnanteil auf dem Grundstück an die Verwaltung herangetragen. Daraufhin wurde im Jahr 2011 ein neues Bieterverfahren mit dem Ziel einer höheren baulichen Dichte und mehr Wohnbebauung initiiert.

Der aus dem Bieterverfahren hervorgegangene Entwurf von JSK, Frankfurt/Main verfolgt das Ziel ein urbanes, innerstädtisches Wohnquartier mit etwa 160 WE (je nach Grundrißgestaltung bis zu 180 WE) zu schaffen. Es ist eine VII-VIII geschossige Bebauung in einem Allgemeinen Wohngebiet geplant. Die Bebauung wird durch eine Kindertagesstätte im nördlichen Riegel der Wohnbebauung ergänzt. Zudem können im südlichen Bereich des Plangebietes entlang der Schwannstraße kleinere Gewerbeeinheiten oder Einzelhändler angesiedelt werden. Der sogenannte „Zweite Grüne Ring“ verläuft entlang der Schwannstraße. Der „Zweite Grüne Ring“ soll durch die Ausweisung von Grünflächen in den Umstrukturierungsgebieten der Innenstadt und durch die Vernetzung dieser Strukturen in einem Gesamtkonzept als Freiraum mit jeweiligen Fuß- und Radwegen entstehen und nachhaltig gesichert werden.

Bebauungsplan

Unter dem Namen (01/003) "Schwannstraße" wurde am 25. Juni 2015 ein Bebauungsplan als Satzung beschlossen.

Auf Grundlage des Entwurfes des qualitätssichernden Verfahrens, wurde der Bebauungsplan erarbeitet. Das neue urbane Wohnquartier mit etwa 160 Wohneinheiten an der Schwannstraße soll die bestehende Wohnbebauung entlang der Roßstraße im Form eines allgemeinen Wohngebiets (WA) ergänzen. Zusätzlich ist im nördlichen Bereich des Plangebeites eine Kindertagesstätte vorgesehen.

 Zu den Dokumenten des formellen Planverfahrens.

 

Realisierung

Das Projekt befindet sich in der Realisierungsphase. Entsprechend den Vorgaben aus dem Handlungskonzept für den Wohnungsmarkt "ZUKUNFT WOHNEN.DÜSSELDORF" sollen insgesamt 40% der geplanten Wohneinheiten im öffentlich geförderten und preisgedämpften Wohnungsbau realisiert werden.

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