Am Quellenbusch

Anlass

Der Stadtteil Gerresheim ist ein beliebter und nachgefragter Wohnstandort in der Landeshauptstadt. Hier soll ein neues Wohngebiet entstehen, dass unter Berücksichtigung der Lage an der stark befahrenen Torfbruchstraße ein attraktives Wohnumfeld bietet.

Plangebiet

Das Gebiet liegt im Stadtbezirk 7 im Stadtteil Gerresheim zwischen Dreherstraße, Torfbruchstraße, Nördlicher Düssel und Pillebach.

Luftbild mit Umring

Qualitätssicherndes Verfahren

Die Lösung des Konfliktes von Wohnen und Verkehrslärm an der Torbruchstraße war zentrale Aufgabenstellung in dem kooperativen Werkstattverfahren. Vier Planungsbüros haben unter Beteiligung von Investoren und externen Fachberatern städtebaulich und architektonisch hochwertige Lösungen zur Entwicklung von Wohnen auf den Flächen erarbeitet. In dem kooperativen Verfahren haben die Büros nicht konkurrierend, sondern kooperierend miteinander gearbeitet, so dass gemeinsam eine optimierte Lösung sowohl für den Städtebau als auch für das Lärmschutzkonzept der einzelnen Baufelder des Gebietes entwickelt werden konnte. Die in dem Werkstattverfahren erarbeiteten Konzepte für die einzelnen Baufelder wurden anschließend in einem städtebaulichen Rahmenplan zusammengeführt, auf dessen Grundlage der Bebauungsplan erarbeitet wurde.

Bebauungsplan

Der Bebauungsplan wurde auf Grundlage des städtebaulichen Rahmenplans entwickelt und ist seit 2005 rechtsverbindlich. Er ermöglicht die Realisierung einer ausgewogenen und attraktiven Mischung unterschiedlicher Wohnformen mit Reihenhäusern, Geschosswohnungsbau sowie vereinzelten Doppelhäusern. Die in zentraler Lage realisierte Kindertagesstätte, zahlreiche Spielflächen und die ausgedehnten Flächen für die Naherholung machen das Gebiet für Familien mit Kindern besonders attraktiv, das realisierte Seniorenheim im Süden des Plangebietes rundet das Angebot für alle Generationen ab.

Die Festsetzungen des Bebauungsplanes ermöglichen eine große gestalterische Vielfalt, verbunden mit einheitlichen Rahmenvorgaben. In Kombination mit dem Verkauf der Grundstücke an unterschiedliche Interessenten und einer damit einhergehenden vielfältigen Architektursprache entsteht hier ein architektonisch und städtebaulich attraktives Wohngebiet mit einer eigenständigen Gestaltqualität und vor allem mit einer eigenen Identität.

Das Plangebiet wird durch eine von Ost nach West verlaufende öffentliche Grünfläche in einen nördlichen und einen südlichen Bereich gegliedert. Der nördliche Teil mit Anschlüssen an Dreher- und Torfbruchstraße zeichnet sich durch eine urbane städtebauliche Struktur aus. Hier sind bereits drei- bis viergeschossiger Geschosswohnungsbau und Reihenhäuser realisiert worden. Der Entwurf für die Wohnbebauung entlang der Torfbruchstraße wurde mit dem Landespreis für Architektur, Wohnungs- und Städtebau 2008 ausgezeichnet.

Südlich der Grünachse ist überwiegend eine aufgelockerte, zwei- bis viergeschossige Bebauung vorgesehen. Die Riegelbebauung entlang der Torfbruchstraße bildet den Lärmschutz für die dahinterliegende Bebauung und wird daher jeweils zuerst realisiert. Der Bebauungsplan setzt hier drei- und viergeschossige Gebäude mit sogenannten Lärmschutzgrundrissen fest. Das heißt, dass in den Wohnungen Aufenthaltsräume ausschließlich zur ruhigen Südwest-Seite angeordnet werden. 

Realisierung

Die Erschließung des gesamten Gebietes wurde im Auftrag der Stadt Düsseldorf durchgeführt. Die Grundstücke befanden sind überwiegend in städtischem Eigentum. Sie wurden in Bauabschnitten erschlossen und im Rahmen von Investorenauswahlverfahren unter Federführung des Liegenschaftsamtes vermarktet. Dabei findet die Erstellung von gefördertem und preisgedämpftem Wohnraum sowie der Vergabe von Grundstücken an Baugruppen Berücksichtigung.