Formelles Planverfahren

Campus Golzheim

Anlass

Das Areal der ehemaligen Hochschule Düsseldorf (HSD) in Golzheim soll nach dem Umzug der HSD nach Derendorf reaktiviert und städtebaulich neu geordnet werden.

Zu diesem Zweck lobt der Eigentümer, der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Düsseldorf einen einphasigen Wettbewerb nach der Richtlinie für Planungs­wettbewerbe (RPW 2013) aus.

Ziel des Wettbewerbes ist es, ein überzeugendes städtebaulich-freiraumplanerisches Rahmenkonzept für das etwa 5 ha große und nahe dem Rhein gelegene innerstädtische Grundstück zu erhalten.

Darüber hinaus soll ein konkretes Realisierungskonzept für einen Neubau der Robert Schumann Musikhochschule (RSH) erarbeitet werden. (Mehr dazu: siehe Qualitätssicherndes Verfahren)

Zum Auftakt des Wettbewerbs wurde eine digitale Öffentlichkeitsbeteiligung vom 24.05. – 12.06.2022 durchgeführt. In diesem Zeitraum bestand für die Öffentlichkeit die Möglichkeit über die Projekthomepage Ihre Anregungen und Ideen zur Zukunft des ehemaligen Campus der HSD in Golzheim mitzuteilen.

Am 31.05.2022 fand eine öffentliche Online-Veranstaltung zu den Zielen und Inhalten des Wettbewerbs statt. Die Präsentation dazu kann auf der Projekt-Homepage eingesehen werden:

http://www.blb.nrw.de/campus-golzheim

Ihre Anregungen und Ideen wurden den Planungsteams, als Ergänzung zur Aufgabenstellung, zur Verfügung gestellt.

Das Ergebnis des Wettbewerbsverfahrens wird anschließend in ein Bebauungsplanverfahren umgesetzt.

Plangebiet

Der Stadtteil Golzheim ist aufgrund seiner Lage zwischen Flughafen, Messe und Innenstadt ein attraktiver Standort der Landeshauptstadt Düsseldorf. Die Mischung aus Wohnen, Arbeiten und Freizeit in unmittelbarer Nähe zum Rhein macht den besonderen Reiz des Stadtteils aus.
Das Wettbewerbsgebiet umfasst das etwa 48.000 qm große, ehemalige Areal der Hochschule Düsseldorf (HSD) in Golzheim, die bis 2018 dort ansässig war. Das Gebiet liegt zwischen dem Kennedydamm, der Georg-Glock-Straße und der Josef-Gockeln-Straße.

Qualitätssicherndes Verfahren - Wettbewerb

Für das Areal der ehemaligen Hochschule Düsseldorf (HSD) wird ein hochbau- und frei­raumplanerischer Realisierungswettbewerb mit städtebaulich-freiraumplanerischem Rah­menkonzept nach der Richtlinie für Planungs­wettbewerbe (RPW 2013) und auf Basis der Verordnung über die Vergabe öffentlicher Auf­träge (VgV 2016) durchgeführt.

15 Teams aus Architekt*innen in Kooperation mit Stadtplaner*innen und Landschaftsarchitekt*innen nehmen an dem Wettbewerb teil.5 Teams sind gesetzt, weitere 10 Teams wurden aus allen Bewerbungen gelost.

In den Wettbewerbsbeiträgen soll das Zusammenspiel der beiden Hauptnutzer (Musikhochschule Robert Schumann Hochschule (RSH) und Bezirksregierung) mit standortverträglichen Bauvolumina und -höhen, im Einklang mit den übergeordneten Zielen des Klimaschutzes, der Freiraumqualitäten und der stadträumlichen Vernetzung aufgezeigt werden.

Als Bindeglied zwischen den verschiedenen Nutzungen soll eine großzügige zentrale Grünfläche mit hoher Aufenthaltsqualität geschaffen werden.

Darüber hinaus soll der perspektivische Neubau einer Fuß- und Radwegebrücke über den Kennedydamm als Ost-West-Verbindung in das Konzept integriert werden.

Das Gebiet beidseits des Kenne­dydamms hat sich als innenstadtnaher Büro­standort mit stadtbildprägenden Hochpunk­ten etabliert. In diesem Kontext soll für den Neubau der Bezirksregierung ein weiterer Hochpunkt mitgedacht werden, der sich sinnvoll in die umgebenden Hochpunktstrukturen einfügt.

Nach Abschluss des Wettbewerbsverfahrens ist auf Basis des favorisierten Konzepts die Überleitung in ein förmliches Bauleitplanver­fahren sowie die Realisierung der Musikhoch­schule mit zugehörigen zentralen Freiräumen geplant.

Bebauungsplan

Nach Abschluss des Wettbewerbsverfahrens ist es geplant auf Grundlage des favorisierten Konzepts ein Bebauungsplanverfahren zu initiieren. Die Realisierung der Musikhoch­schule mit zugehörigen zentralen Freiräumen soll zeitnah anschließen und auf bestehendem Planungsrecht errichtet werden.