Dialogverfahren Zukunft der Kö

Anlass

Die Königsallee im Herzen der Innenstadt Düsseldorfs ist eine Luxuseinkaufsmeile
mit langer Tradition und internationaler Bekanntheit.
Der etwa 90 m breite Straßenzug wird an der Westseite durch größere
Gebäudekomplexe mit zahlreichen Banken und auf der Ostseite durch exklusive
Einzelhandelsgeschäfte gefasst. Das Erscheinungsbild der Kö ist durch den Kö-
Graben, die imposante Baumallee sowie auf der Ostseite durch eine kleinteilige
Fassadenstruktur geprägt.

Die Königsallee in Düsseldorf befindet sich im Wandel!
Auf der Westseite der Kö haben mehrere große Banken ihren Sitz verlassen. Es gibt
kurzfristig großflächige Leerstände. Diese Flächen sollen nun neu entwickelt werden.
Auf der Ostseite dagegen ist die Einkaufsmeile nach wie vor eine der
frequenzstärksten Einkaufsstraßen, obwohl sich der Einzelhandel auch durch den
Trend des Onlinehandels, beschleunigt durch die Pandemie, in einem tiefgreifenden
Strukturwandel befindet.

Die beiden Seiten werden verbunden durch weitläufige öffentliche Räume. Darüber
hinaus zeichnen sie sich durch eine denkmalbereichgeschützte und traditionelle
Gesamtqualität von internationaler Strahlkraft aus. Der massive Wechsel der
Eigentümer sowie der Strukturwandel im Einzelhandel und die damit verbundenen
Entwicklungsimpulse werden in Zukunft wesentlichen Einfluss auf das
Erscheinungsbild und die Nutzung der Kö haben.

Bei diesem Strukturwandel und den absehbar massiven potentiellen Bautätigkeiten
ist es wichtig, den heutigen Charakter der Kö in deren Qualitäten zu sichern und
gleichzeitig Innovation in Gestalt und Nutzung für eine Zukunftsfähigkeit zu
ermöglichen und zu fördern. Auch das Thema Mobilität der Zukunft und die damit
verbundene (Um-)Nutzung und Gestaltung des öffentlichen (Frei-)Raums sind zu
berücksichtigen. Über die Diskussion von Einzelbauvorhaben in den beiden
betroffenen Bezirksvertretungen hinaus ist es daher erforderlich, auf
gesamtstädtischer Ebene mit der Stadtgesellschaft, den Investoren und den
beheimateten Anliegern, ein Dialogverfahren zur „Zukunft der Kö“ durchzuführen.

Die Zuständigkeiten der Bezirksvertretungen bleiben hiervon unberührt. Die Aufgabe
ist, sich gemeinsam der Herausforderung des strukturellen Wandels zu stellen und
Leitlinien für die Innenstadt von Morgen zu gestalten sowie eventuelle
Handlungserfordernisse abzuleiten.

Plangebiet

Das Plangebiet ist ca. 205.000 groß.

Dialogverfahren

Das Dialogverfahren Zukunft der Kö ist ein mehrstufiger Workshop-Prozess, der sich in drei Phasen aufgliedert. Der Beginn wird mit einer öffentlichen, digitalen Auftaktveranstaltung am Dienstag, den 28.09.2021, 18.00-21.00 Uhr eingeläutet. Die Anlieger der Kö sowie alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sowie Interessenverbände sind eingeladen, gemeinsam mit der Landeshauptstadt Düsseldorf über die Zukunft der Kö nachzudenken und sich mit dem Wandel der Banken- und Einkaufsmeile kritisch auseinanderzusetzen.

Fragestellungen, die sich aus der Auftaktveranstaltung ergeben sowie Anregungen und Erkenntnisse sollen anschließend Grundlage für einen intensiven Austausch mit Eigentümervertretern, Interessensgruppen, Verbänden, Politik und Investoren sein. Dieser nicht-öffentliche Workshop (Ausnahme: Bürgervertreter und Bürgervertreterinnen) findet eine Woche später am Dienstag, 05.10.2021, statt. Aus der Diskussion heraus sollen Leitlinien sowie Handlungsempfehlungen zur Gestaltung der „Kö von Morgen“ erarbeitet werden. Diese wiederum sollen in einer weiteren öffentlichen, digitalen Veranstaltung Anfang November vorgestellt werden, bevor sie der Politik zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Die Onlineteilnahme an den öffentlichen Veranstaltungen ist über die Projekt-Webseite www.duesseldorf.de/zukunftkoe möglich. Dort sind auch weitere Informationen zum Verfahren und zur Bewerbung als Bürgervertreterin oder Bürgervertreter verfügbar.