Wettbewerb Südlich Auf´m Tetelberg

Anlass

Das Wettbewerbsgebiet Südlich Auf’m Tetelberg ist eine der bedeutenden Potenzialfläche in der Landeshauptstadt Düsseldorf für eine künftige städtebauliche Entwicklung. Gelegen am südlichen Rand des Stadtteils Bilk und unmittelbar angrenzend an zwei Hauptverkehrsachsen der Stadt, dem Südring und der Völklinger Straße, besteht die Chance, ein neues Wohnquartier zu entwickeln und einen neuen Düsseldorfer Stadteingang auszubilden.

 

Mit dem Wettbewerbsverfahren strebt die Landeshauptstadt Düsseldorf an, ein städtebaulich-landschaftsplanerisches Gesamtkonzept zu entwickeln. Der Siegerentwurf soll die Grundlage für das anschließende Bebauungsplanverfahren bilden.

Plangebiet

Das Plangebiet "Südlich Auf'm Tetelberg" besitzt eine Flächengröße von ca. 10,4 Hektar und liegt im Stadtteil Bilk. Im Norden grenzen die Gebäude der Düsseldorfer Handwerkskammer und der Verlagsanstalt Handwerk an. Die östliche Grenze bildet die Wohnbebauung mit ihren Gärten entlang der Volmerswerther Straße. Im Süden wird das Plangebiet durch den Südring (B326) und im Westen durch die mehrspurige Völklinger Straße mit einer vierreihigen Platanenallee und einer gleichnamigen, schmalen Erschließungsstraße begrenzt.

Derzeit wird das Plangebiet von gartenbaulichen/landwirtschaftlichen Nutzungen, Grabeland, und einem Pferdepensionsbetrieb sowie Brach- und Lagerflächen geprägt. Im Norden besteht zudem eine Flüchtlingsunterkunft.

Qualitätssicherndes Verfahren

Für die städtebaulich-landschaftsplanerische Ideenfindung führte die Landeshauptstadt Düsseldorf einen einstufigen, kooperativen, städtebaulichen Wettbewerb durch.

Im Mittelpunkt des Wettbewerbsverfahrens stand die Entwicklung eines qualitativ hochwertigen Gesamtkonzeptes für das neue Wohngebiet „Südlich Auf’m Tetelberg“, das in seiner Maßstäblichkeit zwischen der östlich vorhandenen kleinteiligen Wohnbebauung, den bestehenden gewerblichen Bauten im Norden und den geplanten Neubauten an der Völklinger Straße (Gymnasium und Sporthalle) und dem Südring (Gewerbe/Dienstleistung) vermitteln soll.

Den Auftakt bildete die öffentliche Veranstaltung am 11.07.2019 in der Volkshochschule Düsseldorf, in der den interessierten Bürgerinnen und Bürgern die 5 beteiligten Planungsteams und die Aufgabenstellung vorgestellt wurden. Es konnten Fragen gestellt und weitere Anregungen für die künftige Planung abgegeben werden.

Die Wettbewerbsarbeiten wurden der Öffentlichkeit in einer öffentlichen Abschlusspräsentation am 01.10.2019 um 18 Uhr in der in der Hulda-Pankok-Gesamtschule vorgestellt. Die fünf Planungsteams stellten auch unter Anwesenheit der Jurymitglieder ihre Entwürfe vor. Im Anschluss fand eine lebhafte Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern statt.

In der Preisgerichtssitzung am 02.10.2019 wurde der Wettbewerbsbeitrag vom Büro Dichter Architekturgesellschaft mit POLA Landschaftsarchitekten zum Sieger bestimmt. Der Siegerentwurf besticht vor allem durch eine mäandrierende Bebauung, die angemessen auf die jeweilige Umgebung und die unterschiedlichen Nachbarschaften des neuen Quartiers reagiert.

Der zweite Rang ging an Astoc Architects and Planners mit FSWLA Landschaftsarchitektur, den dritten Preis erhielt Reicher Haase Assoziierte mit Club L94 Landschaftsarchitekten.

"Der weitere Planungsprozess auf Grundlage der Entwürfe wird noch einmal die Überlegungen der Bürgerschaft reflektieren", versichert Ruth Orzessek-Kruppa, Leiterin des Stadtplanungsamtes der Landeshauptstadt Düsseldorf. Damit geht sie auf die zahlreichen kritischen Stimmen aus der Bürgerschaft ein, die in der Beurteilung sehr ernst genommen und berücksichtigt wurden.

Die Wettbewerbsarbeiten konnten in einer öffentlichen Ausstellung in der Zeit vom 07.10.2019 bis 21.10.2019 im Foyer der Handwerkskammer Düsseldorf, Georg-Schulhoff-Platz 1, 40221 Düsseldorf, präsentiert.

Auf Basis des Siegerentwurfes und auf Grundlage der Überarbeitungsempfehlungen der Jury sowie der Prüfung Berücksichtigung der Anregungen der Bürgerinnen und Bürger wird im Anschluss ein Bebauungsplanverfahren durchgeführt.