Anlass

Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat zahlreiche und vielfältige Kunst- und Kultureinrichtungen und eine große Kunst- und Kulturtradition. Diese sind im Stadtbild als Solitäre wahrnehmbar, fügen sich allerdings aktuell nicht deutlich erkennbar zu einem ganzheitlich erlebbaren Gesamtbild zusammen. Aufgabe des Projektes „Blaugrüner Ring“ ist es, für die vorhandenen vielfältigen kulturellen und freiraumbezogenen Nutzungen ein, durch sinnvolle bauliche und konzeptionelle Bausteine ergänztes, überspannendes Gesamtkonzept einer attraktiven und spürbaren Kultur- und Stadtlandschaft der Zukunft zu finden. Die spürbare Stadtlandschaft soll wiederbelebt und erlebbar werden.

Um diese Ziele zu erreichen und kreative Ideen einzuholen, lobt die Landeshauptstadt Düsseldorf einen internationalen, städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerb unter dem Titel "Blaugrüner Ring" aus.

Plangebiet

Düsseldorfs Innenstadt wird von einem einzigartigen Blaugrünen Ring umspannt.

Das Blau ist dabei der Rhein bzw. die lebendige Rheinuferpromenade. Eine urbane Wasserfront, die das Leben in Düsseldorf nahtlos mit dem großen Fluss verbindet. Das Grün bildet eine kulturhistorische Park- und Gartenachse, die Ehrenhof, Hofgarten, Königsallee, Ständehauspark und Spee‘schen Graben miteinander verbindet. Zusammen bilden das Blau und das Grün eine circa vier Kilometer lange Flaniermeile, auf der mühelos Düsseldorfs schönste Plätze, Aussichten und Sehenswürdigkeiten zu erleben sind – insbesondere weil viele der 20 Museen, viele Galerien und wichtige Kulturorte wie Tonhalle, Oper oder Schauspielhaus auf oder direkt an diesem Ring liegen. Insgesamt umfasst der Geltungsbereich ein Gebiet von etwa 158 ha.

Qualitätssicherndes Verfahren

Blaugrüner Ring: Bürgerbeteiligung mit öffentlicher Ausstellung im Hofgarten

Drei Monate hatten die insgesamt 60 internationalen Planungsbüros Zeit, ihre Vision für die Zukunft des Blaugrünen Rings zu entwickeln. Diese Arbeiten werden zwischen dem 20. und 27. März öffentlich ausgestellt. Und zwar mitten im Herzen des Rings, auf großen wetterfesten Ausstellungswänden im Hofgarten rund um das Ratinger Tor. Der südliche Flügel des Ratinger Tors (Maximilian-Weyhe-Allee/ Heinrich-Heine-Allee) wird in diesem Zusammenhang als Informations- und Beteiligungszentrum für die Öffentlichkeit dienen. Mitarbeiter des Projektteams werden täglich von 11 bis 18 Uhr (Donnerstag bis 20 Uhr) als Ansprechpartner vor Ort sein. Diese einwöchige Ausstellung stellt die zweite Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung rund um das Projekt Blaugrüner Ring dar. Die anonymisiert ausgestellten Entwürfe der Planungsbüros verstehen sich noch nicht als fertige Umsetzungskonzepte, sondern als Skizzen einer großen Idee entlang derer sich der Ring in den nächsten Jahren zu einer einzigartigen Flanier- und Museumsmeile entwickeln soll. Daher stehen die Entwürfe auch nicht zur Wahl bzw. zur Abstimmung durch die Bürgerschaft. Vielmehr sind die Düssel-dorferinnen und Düsseldorfer aufgefordert, durch ihre Kommentare die Aspekte kenntlich zu machen, die ihnen gefallen, die sie ablehnen oder die ihnen noch fehlen. Dieses qualitative Feedback wird eine gewichtige Entscheidungsgrundlage sein, wenn es darum geht die circa 20 Teams festzulegen, die in der zweiten, abschließenden Wettbe-werbsphase ihre Konzepte bis zum Jahresende weiter konkretisieren dürfen. Diese Auswahl wird im Zuge einer zweitätigen Preisgerichtssitzung von einer renommierten und politisch legitimierten Fachjury getroffen. Neben den Ergebnissen der Bürgerbeteiligung wird diese Jury auch die Meinung der zwei durch Los bestimmten Bürgervertreter in ihrer Auswahl berücksichtigen, die in beratender Rolle in das Projekt involviert sind. Die Bürgerbeteiligung ist so konzipiert, dass man sie kaum übersehen kann. Denn zum einen sind da die großen Ausstellungsflächen mitten im Herzen Düsseldorfs. Zum anderen wird auf einer Länge von insgesamt 4 Kilometern eine hüfthohe Bande die wichtigsten Kulturorte miteinander verbinden und so einen reizvollen Spaziergang rund um den Blaugrünen Ring skizzieren. Entlang dieser Bande wird immer wieder durch Plakate und andere Informationsträger auf die Bürgerbeteiligung hingewiesen. Und es ist wirklich einfach zum Ort der Beteiligung zu gelangen: einfach der Bande folgen bis man vor dem Ratinger Tor steht - egal in welche Richtung. Seit Ende des vergangenen Jahres arbeiten 60 nationale und internationale Planungsbüros an den Entwürfen für den Blaugrünen Ring. Nach der Juryentscheidung starten ab dem Frühsommer etwa 20 Teams in die zweite Bearbeitungsphase des Wettbewerbs. Den Sieger kürt die Jury in einer erneut zweitägigen Sitzung im Dezember 2019. Einen Gesamtüberblick über die erste Öffentlichkeitsbeteiligung, das Symposium im September 2018 und das weitere Verfahren bietet die Website www.blaugruener-ring.de