Hochhausrahmenplan

Hintergrund

Düsseldorf kann auf eine große Tradition beim Bau von Hochhäusern zurückblicken. Hier sind insbesondere das Wilhelm-Marx-Haus, das Mannesmannhochhaus oder das Dreischeibenhaus zu nennen, die sowohl national wie international Beachtung gefunden haben. Um die Entwicklung von Hochhäusern im Stadtgebiet planerisch vorzudenken wurden in der Vergangenheit bereits entsprechende Konzepte durch das Stadtplanungsamt erarbeitet, zuletzt in Form des Rahmenplans „Hochhausentwicklung in Düsseldorf“. Dieser wurde durch den APS im Jahr 2004 beschlossen.

Vor dem Hintergrund einer stetig ansteigenden Zahl von Hochhausprojekten und sich verändernden Rahmenbedingungen – u.a. auch Wohn- statt nur Bürohochhäusern – und angesichts der kritischen Diskussionen in der Bürgerschaft bei Einzelprojekten besteht die Notwendigkeit, die Thematik der Hochhausentwicklung vertieft zu betrachten. Es gilt zu prüfen, wie auf diese Trends reagiert werden kann, um den Prozess der Hochhausentwicklung in Düsseldorf auch zukünftig angemessen zu steuern.

Symposium

   

Das Symposium fand am Donnerstag, den 13. Und 14. September 2018 in der Kunstakademie statt.

Aktuelle Trends und Entwicklungen der Hochhausentwicklung national und international wurden mit Fachleuten und Bürgern erörtert. Dabei wurden unterschiedliche Möglichkeiten des kreativen Umgangs aufgezeigt. Erfahrungen, Berichte und Beispiele aus anderen Städten reicherten den Diskussionsprozess an.

Die Ergebnisse und Impulse des Symposiums werden in den Prozess der Aktualisierung der Hochhausentwicklung in Düsseldorf einfließen.

        Thesen aus dem Symposium

1.     Steuerung und Gestaltung notwendig    (Überregulierung vermeiden, Flexibilität ermöglichen)

2.     Räumliche Verortung von Entwicklungsräumen und Tabuzonen (kein Grundstücksbezug)

3.     Räumliches Leitbild (Cluster vs. Einzelstandorte)

4.     Qualitätskriterien/Regelungskatalog entwickeln

5.     Wettbewerbe zur Qualitätssicherung

6.     Experten-Gremium: Hochhausbeirat (=> entscheidet über Standorteignung und zu

        erfüllende Qualitätskriterien)

Beteiligung von Fachexperten und Öffentlichkeit im Aufstellungsprozess

Prozess

Aus den Ergebnissen des ersten Symposiums konnten viele wertvolle Ansätze für die zukünftige Hochhausentwicklung gesammelt werden.

Als wichtiger Teil gesamtstädtischer und teilräumlicher sowie integrierter Planungsperspektiven ist es zum Beispiel im Raumwerk D Prozess eingebettet. Auch im Zuge von Wettbewerben und qualitätssichernder Verfahren sind künftige Hochhausentwicklungen immer mitzudenken und im Kontext weiterer (fach-) spezifischer Fragestellungen zu reflektieren.

Der Hochhausrahmenplan wird demnach Leitprinzipien und ein räumliches Leitbild/Zonierung beinhalten. Die Leitprinzipien werden qualitative Ziele für zukünftige Hochhausprojekte umfassen und das räumliche Leitbild wird Hochhauszonen definieren. In die Erarbeitung wird die (Fach-) Öffentlichkeit einbezogen. Um die Erarbeitung des Hochhausrahmenplans sowie kontinuierlich die Hochhausentwicklung in Düsseldorf zu begleiten, wurde ein Beirat ins Leben gerufen.

Hochhausbeirat

Der Hochhausbeirat soll die Entwicklung des neuen Hochhausrahmenplans sowie kontinuierlich die Hochhausentwicklung in Düsseldorf begleiten. Er setzt sich aus Vertretern der Ratsfraktionen, aus externen Architekten, Stadtplanern, Landschaftsarchitekten und Immobilienwirtschaftlern zusammen. Bei aktuellen Hochhausprojekten kann er auf Basis der zu formulierenden Leitprinzipien Empfehlungen aussprechen. In der Zukunft wird er die Stadt bei der Umsetzung des neuen Hochhausrahmenplans beraten und Empfehlungen zur Eignung von neuen Standorten abgeben. Hierfür wird der Hochhausbeirat vier bis maximal fünfmal im Jahr tagen.

Das erste Mal kam der Hochhausbeirat am 05. September 2019 zusammen. 

 

Mitglieder des Hochhausbeirates sind zur Zeit:

Cornelia Zuschke, Jürgen Tietz, Cornelia Müller, Christa Reicher, Guido Spars, Anna Popelka,Stephan Petermann, Hand-Joachim Grumbach (Tierschutzpartei/Frei Wähler), Astrid Wiesendorf (Die Grünen), Alexander Fils (CDU), Lutz Pfundner (Die Linke), Monika Lehmhaus (FDP), Peter Knäpper (SPD)

Beratendes Kuratorium: Dieter Schmoll (AIV), Ulrich Biedendorf (IHK Düsseldorf), Egon Westerheide (AKNW), Georg Döring (BDA),Friederike Proff(BDB)