Steuerungsinstrument für Hochhäuser in Düsseldorf

Steuerungsinstrument für Hochhäuser in Düsseldorf

Am 10.März 2022 wurde der Hochhausrahmenplan vom Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf beschlossen. An der Erarbeitung waren viele Akteure beteiligt. Auf die Öffentlichkeitsbeteiligung im Sommer 2021 folgte weitere Beratung im Hochhausbeirat, mit den Interessen-Verbänden und der Politik.

Wir danken allen Beteiligten für Ihr Engagement und Ihre Mitwirkung.

Hochhausrahmenplan

Prozess

Der Hochhausrahmenplan Düsseldorf wurde über einen Zeitraum von zwei Jahren erarbeitet und im interdisziplinär bestetzten Gremiunm des Hochhausbeirates intensiv beraten. Der Prozess wurde unterstützt durch das Planungsbüro DeZwarteHond, Köln. Der Hochhausrahmenplan entstand in enger Abstimmung mit anderen Instrumenten der Stadtentwicklung: Raumwerk D, Zukunft Quartier.Düsseldorf und dem Mobilitätsplan D.

In der Öffentlichkeitsbeteiligung im Sommer 2021 wurde der Entwurf des Hochhausrahmenplanes vorgestellt und in einer Online-Befragung von über 2000 Teilnehmerrinnen und Teilnehmern kommentiert. Der Steuerungsansatz des Rahmenplanes mit seinen Leitlinien erhielt eine hohe Zustimmung. Mit den Anregungen der Bürgerschaft und Fachöffentlichkeit wurde er weiter ausgearbeitet und in die abschließende politische Beratung eingebracht. Am 10.03.2022 hat der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf den Hochhausrahmenplan beschlossen.

Kontext

Düsseldorf kann auf eine lange Tradition beim Bau von Hochhäusern zurückblicken. Neben bekannten Solitären wie dem Wilhelm-Marx-Haus, Mannesmannhochhaus und Dreischeibenhaus prägt unter anderem das Ensemble des Medienhafens Düsseldorfs Stadtbild mit.

Weltweit steigt die Anzahl von Hochhausprojekten. Auch der Immobilienmarkt in Düsseldorf erlebt eine größere Nachfrage, einerseits von Modernisierungen des Bestands andererseits durch verträgliche Nachverdichtung. Seit dem Jahr 2019 hat Düsseldorf einen Hochhausbeirat, der diese Entwicklung berät und begleitet.

Der Hochhausrahmenplan ist ein Steuerungsinstrument gemäß Paragraph 1 Absatz 6 Baugesetzbuch. Er gibt transparente Kriterien für die Hochhausentwicklung vor als Grundlage der Beratung im Hochhausbeirat und für die Verwaltung. In Bebauungsplanverfahren mit Hochhausvorhaben ist der Hochhausrahmenplan als Abwägungsdirektive zu berücksichtigen.

Der Hochhausrahmenplan formuliert neben dem Planwerk mit sieben durch Hochhäuser vorgeprägten Bereichen einen Katalog von Leitlinien. Diese definieren, was ein neuer Stadtbaustein Hochhaus mit Blick auf den jeweiligen städtebaulichen Kontext leisten muss. Es gilt, die Dynamik der Stadt qualifiziert zu begleiten und jede Entwicklung mit einem Mehrwert für die Stadtgesellschaft zu koppeln.

Hochhausbeirat

Der Hochhausbeirat der Landeshauptstadt Düsseldorf wurde im September 2019 etabliert. Seine Aufgabe ist es, den Hochhausrahmenplan in seiner Entwicklung und Umsetzung kontinuierlich zu begleiten und die politischen Gremien sowie die Verwaltung zu einzelnen Hochhausprojekten fachlich zu beraten. Hierfür tagt der Hochhausbeirat circa fünfmal im Jahr in nichtöffentlicher Sitzung.

Der Hochhausbeirat setzt sich aus sechs stimmberechtigten externen Expertinnen und Experten aus Architektur, Stadtplanung, Landschaftsarchitektur und Immobilienwirtschaft zusammen, sowie der Beigeordneten und den Vertreterinnen und Vertretern der Ratsfraktionen.

Aktuelle Mitglieder im Hochhausbeirat sind:

Cornelia Zuschke, Prof. Christa Reicher (Vorsitzende), Dr. Jürgen Tietz (stellv. Vorsitzender), Prof. Cornelia Müller, Prof. Guido Spars, Anna Popelka, Stephan Petermann, Dr. Alexander Fils (CDU), Astrid Wiesendorf (Die Grünen), Mark Schenk (SPD), Julia Marmulla (Die Linke), Monika Lehmhaus (FDP), Lukas Fix (die PARTEI-Klima-Liste)

Ein Kuratorium aus Vertreterinnen und Vertretern der folgenden Verbände berät den Hochhausbeirat:

Dieter Schmoll (AIV), Prof. Egon Westerheide (AKNW), Georg Döring (BDA), Friederike Proff (BDB) und Marion Hörsken (IHK Düsseldorf)