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Hochhausrahmenplan

Aktuell

Der Hochhausrahmenplan findet Anwendung auf die gesamte Stadt und alle Hochhausvorhaben im Sinne der Bauordnung NRW. Er dient als Steuerungsinstrument und Grundlage zur Beratung neuer Vorhaben im Hochhausbeirat und mit der Verwaltung.

Der Beschluss Hochhausrahmenplan aus März 2022 steht auf dieser Seite als Download zur Verfügung.

Prozess

Der Hochhausrahmenplan Düsseldorf wurde über einen Zeitraum von zwei Jahren erarbeitet und im interdisziplinär bestetzten Gremium des Hochhausbeirates intensiv beraten. Der Prozess wurde unterstützt durch das Planungsbüro DeZwarteHond, Köln. Der Hochhausrahmenplan entstand in enger Abstimmung mit anderen Instrumenten der Stadtentwicklung: Raumwerk D, Zukunft Quartier.Düsseldorf und dem Mobilitätsplan D.

In der Öffentlichkeitsbeteiligung im Sommer 2021 wurde der Entwurf des Hochhausrahmenplanes vorgestellt und in einer Online-Befragung von über 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern kommentiert. Der Steuerungsansatz des Rahmenplanes mit seinen Leitlinien erhielt eine hohe Zustimmung. Mit den Anregungen der Bürgerschaft und Fachöffentlichkeit wurde er weiter ausgearbeitet und in die abschließende politische Beratung eingebracht. Am 10.03.2022 hat der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf den Hochhausrahmenplan beschlossen.

Kontext

Düsseldorf kann auf eine lange Tradition beim Bau von Hochhäusern zurückblicken. Neben bekannten Solitären wie dem Wilhelm-Marx-Haus, Mannesmannhochhaus und Dreischeibenhaus prägt unter anderem das Ensemble des Medienhafens Düsseldorfs Stadtbild mit.

Weltweit steigt die Anzahl von Hochhausprojekten. Auch der Immobilienmarkt in Düsseldorf erlebt eine größere Nachfrage, einerseits von Modernisierungen des Bestands andererseits durch verträgliche Nachverdichtung. Seit dem Jahr 2019 hat Düsseldorf einen Hochhausbeirat, der diese Entwicklung berät und begleitet.

Der Hochhausrahmenplan ist ein Steuerungsinstrument gemäß Paragraph 1 Absatz 6 Baugesetzbuch. Er gibt transparente Kriterien für die Hochhausentwicklung vor als Grundlage der Beratung im Hochhausbeirat und für die Verwaltung. In Bebauungsplanverfahren mit Hochhausvorhaben ist der Hochhausrahmenplan als Abwägungsdirektive zu berücksichtigen.

Der Hochhausrahmenplan formuliert neben dem Planwerk mit sieben durch Hochhäuser vorgeprägten Bereichen einen Katalog von Leitlinien. Diese definieren, was ein neuer Stadtbaustein Hochhaus mit Blick auf den jeweiligen städtebaulichen Kontext leisten muss. Es gilt, die Dynamik der Stadt qualifiziert zu begleiten und jede Entwicklung mit einem Mehrwert für die Stadtgesellschaft zu koppeln.

Hochhausbeirat

Der Hochhausbeirat der Landeshauptstadt Düsseldorf wurde im September 2019 etabliert. Seine Aufgabe ist es, den Hochhausrahmenplan in seiner Entwicklung und Umsetzung kontinuierlich zu begleiten und die politischen Gremien sowie die Verwaltung zu einzelnen Hochhausprojekten fachlich zu beraten. Hierfür tagt der Hochhausbeirat circa fünfmal im Jahr in nichtöffentlicher Sitzung.

Der Hochhausbeirat setzt sich aus sechs stimmberechtigten externen Expertinnen und Experten aus Architektur, Stadtplanung, Landschaftsarchitektur und Immobilienwirtschaft zusammen, sowie der Beigeordneten und den Vertreterinnen und Vertretern der Ratsfraktionen.

Aktuelle Mitglieder im Hochhausbeirat sind: Cornelia Zuschke, Prof. Christa Reicher (Vorsitzende), Dr. Jürgen Tietz (stellv. Vorsitzender), Prof. Cornelia Müller, Prof. Guido Spars, Anna Popelka, Stephan Petermann, Dr. Alexander Fils (CDU), Astrid Wiesendorf (Die Grünen), Mark Schenk (SPD), Julia Marmulla (Die Linke), Monika Lehmhaus (FDP), Lukas Fix (die PARTEI-Klima-Liste)

Fachbeirat im Juni 2022 (Foto DeZwarteHond im Auftrag der Landeshauptstadt Düsseldorf)

Ein Kuratorium aus Vertreterinnen und Vertretern der folgenden Verbände berät den Hochhausbeirat: Dieter Schmoll (AIV), Prof. Egon Westerheide (AKNW), Georg Döring (BDA), Friederike Proff (BDB) und Marion Hörsken (IHK Düsseldorf)

 

 

v. l. n. r..: Anna Popelka, Cornelia Müller, Ruth Orzessek-Kruppa (Leiterin des Stadtplanungsamtes), Beigeordnete Cornelia Zuschke, Jürgen Tietz, Christa Reicher und Stephan Petermann

  • Erläuterung zum Hochhausrahmenplan: Cornelia Zuschke, Beigeordnete für Planen, Bauen, Wohnen und Grundstückswesen im Interview; Juni 2021 Cornelia Zuschke, Beigeordnete für Planen, Bauen, Wohnen und Grundstückswesen im Interview; Juni 2021. Mit dem Hochhausrahmenplan ist es gelungen, Bewährtes und zukunftsfähige Standards in einem allgemeingültigen Regelwerk für Düsseldorf zu verbinden.
  • Erläuterung zum Hochhausbeirat: Prof. Christ Reicher Prof. Christa Reicher, Vorsitzende des Beirates im Interview; Juni 2021. Seit seiner Gründung im Jahr 2019 hat der Hochhausbeirat neben der Beratung aktueller Projekte intensiv an der Erarbeitung des Hochhausrahmenplans mitgewirkt. Der Rahmenplan ist das Instrument für den Hochhausbeirat zu einer transparenten Entscheidungsfindung bei neuen Vorhaben.
  • Erläuterung zum Hochhausbeirat: Dr. Alexander Fils Dr. Alexander Fils (CDU), Vorsitzender des Planungsausschusses im Interview; Juni 2021. Auch schon vor dem Hochhausrahmenplan aus dem Jahr 2022 gab es eine Positionierung der Stadt, dass Hochhäuser in Düsseldorf etwas Besonderes sind und deshalb eine Ballung zu vermeiden ist.

Hochhäuser in Düsseldorf

v. l. n. r.: Beigeordnete Cornelia Zuschke, Christa Reicher und Jürgen Tietz
Beratung am Stadtmodell, Juni 2022 (Foto DeZwarteHond im Auftrag der LHD)

Hochhäuser in Düsseldorf

Der Hochhausrahmenplan ist Grundlage der strukturierten und transparenten Beratung von Hochhausvorhaben im Hochhausbeirat und im Diskurs mit Stadtöffentlichkeit und Vorhabenträgerinnen und Vorhabenträgern. Der Hochhausrahmenplan ersetzt jedoch nicht den Entscheidungsprozess einer umfassenden fachlichen Beratung im Rahmen der Schaffung von Planungsrecht.

  • Vorgeprägte Bereiche, Hochhäuser Bestand und Planung Vorgeprägte Bereiche, Hochhäuser Bestand und Planung
  • Planwerk Hochhausrahmenplan Planwerk Hochhausrahmenplan