Polis Convention

Die Messe

Ziel der polis Convention ist es, den kommunikativen Austausch zwischen allen Beteiligten zu fördern, die unsere Städte zu lebenswerten und funktionalen urbanen Räumen gestalten.

In den alten Schmiedehallen auf dem AREAL BÖHLER präsentieren sich Verantwortliche und Träger aus den Städten, Kommunen und der Immobilienwirtschaft dem Fachpublikum. Neben Projektideen und -Entwicklungen liegt der Fokus vor allem auch auf nachhaltigen städtischen Entwicklungskonzepten. Der messebegleitende Kongress „STADT – LAND – FLUSS. Über die Beziehungen zwischen Metropole, Stadt, Zwischenstadt, Land und Umland“ befasst sich mit zukünftigen Trends in der Stadtentwicklung und rundet das Gesamtkonzept inhaltlich ab.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf präsentiert auf der Messe aktuelle Themen zum Thema „Düsseldorf die Stadt von morgen“. Das fachkundige Messeumfeld birgt dabei großes Potential, den Austausch und den Dialog zwischen Stadtverwaltung und allen Beteiligten der Stadtentwicklung zu erweitern und zu intensivieren.

Die polis Convention hat sich in der Zwischenzeit als wesentlicher Grundstein für einen regen Gedankenaustausch zwischen allen beteiligten Akteuren der Stadtentwicklung, Stadtforschung und Stadtplanung etabliert und zeigt im jährlichen Turnus hinaus neue Perspektiven, Trends und Innovationen im städtischen Raum auf.

Polis Convention 2016

Das Thema der polis Convention 2016 lautete: STADT – LAND – FLUSS; Über die Beziehungen zwischen Metropole, Stadt, Zwischenstadt, Land und Umland. Auf dem messebegleitenden Kongress diskutierten Experten aus unterschiedlichen Disziplinen über Fragestellungen, Trends und Erwartungen im städtischen Kontext. Im Rahmen dessen präsentierte der damalige Beigeordnete Dr. Stephan Keller die Landeshauptstadt Düsseldorf mit einem Vortrag zum Thema „Urban Solutions – Konzepte für die Stadt von morgen“.

Das Thema des Messeauftritts in 2016 lautete: „Düsseldorf. Die Stadt von morgen“ und fokussierte dabei die Themen Mobilität in Zukunft, Wohnen in Zukunft und Architektur 2.0 (Smart City).

Mit www.stadtentwicklung-duesseldorf.de fiel zudem der Startschuss eines Pilotprojektes zur onlinegestützten Informations- und Austauschplattform. Im Zeitalter der Digitalmoderne eröffnen sich durch zahlreiche virtuelle Netzwerke und Plattformen vielfältige Möglichkeiten der Beteiligung und Informationsbeschaffung. Besonders in einem, von Komplexität und Heterogenität geprägtem, städtischen Kontext, können durch diese Möglichkeiten individuelle Wünsche, Anregungen, aber auch Kritik, transparent und direkt zwischen Öffentlichkeit und Verwaltung kommuniziert werden.

Um den aktuellen Herausforderung der Stadtentwicklung bestmöglich begegnen zu können, ist es unerlässlich, mit innovativen Konzepten auf die Digitalisierung zu reagieren und sie für eine nachhaltige Stadtentwicklung nutzbar zu machen. Auch wenn die Beteiligung aller Akteure gefestigte Planungskultur in Düsseldorf ist – die digitale Entwicklung eröffnet neue Möglichkeiten.

Mit www.stadtentwicklung-duesseldorf.de machte das Stadtplanungsamt einen Vorstoß, testet neue Wege und lädt herzlich dazu ein, Pionierarbeit zu leisten. Eindrücke und Ideen zur Stadtentwicklung können über die virtuelle Stadtkarte zur Weitentwicklung des vorhandenen Baulückenkatasters geteilt werden, Informationen zum studentischen Ideenwettbewerb „Wohnen von morgen“ können abgerufen werden oder ein Feedback kann über das Kontaktformular abgegeben werden. Die Öffentlichkeit soll eingeladen werden, neue „versteckte Orte“ in Düsseldorf in Form von Baulücken oder mindergenutzten Flächen zu benennen.

Alle verorteten Ideen werden geprüft, ob eine Aufnahme ins Baulückenkataster, welches beim Stadtplanungsamt geführt wird, erfolgen kann. Über das Ergebnis der Prüfung werden die Nutzer informiert.

Die online-Plattform ist ein Pilotprojekt im Bereich der online gestützten Partizipation. Sie dient dazu, erste Erfahrungen mit internetgestützten Informations- und Partizipationsangeboten zu gewinnen. Das Angebot der Ideenkarte, des studentischen Ideenwettbewerbs und des digitalen Gästebuchs sollen für einen begrenzten Zeitraum erprobt und anschließend ausgewertet werden.

Der zweite Messetag wurde um 09.30 Uhr mit einem Grußwort von Oberbürgermeister Thomas Geisel eröffnet. Im Anschluss daran ludt die Landeshauptstadt Düsseldorf zu einem Empfang auf dem Messestand. Hier verkündete Oberbürgermeister Thomas Geisel den Auftakt zu einem studentischen Ideenwettbewerb. Ziel des Wettbewerbes war es, am Beispiel einer typischen innerstädtischen Nachnutzungsfläche innovative, experimentelle und nachhaltige Wohnbebauung für die fortgeschrittene Gegenwart zu entwickeln. Die unterschiedlichen Trends in Bezug auf neue Haushalts- und Lebensformen verschiedener Bevölkerungsgruppen in verschiedenen Lebensphasen sollten herausgefiltert und innovative, flexible und zukunftsorientierte Gestaltung der Wohnungen und der gemeinschaftlich genutzten Flächen aufgezeigt werden.

Das Bearbeitungsgebiet, welches eine Fläche von 5.500 einnahm, umfasste das Gelände des ehemaligen Hallenbades Oberkassel. Teilnahmeberechtigt waren Studierende der Bergischen Universität Wuppertal und der Peter Behrens School of Arts Düsseldorf der Fachbereiche / Fachrichtungen Architektur.

 Die Wettbewerbsaufgabe sat vor, die Bebauung unter den Aspekten innovativer und nachhaltiger Wohnformen sowie preiswerten Wohnens für alle denkbaren Zielgruppen zu entwerfen. Zukunftsweisende und flexible Grundrisse sollten den sich weiter ausdifferenzierenden Wohnvorstellung gerecht werden und unterschiedliche Arten des Zusammenlebens ermöglichen. Unter Berücksichtigung des Bestandes, der Umgebung und der Bevölkerungsstruktur wurde ein Entwurf mit hohem Innovationscharakter und hoher architektonischer Qualität erwartet.

Die Preisgerichtssitzung findet im September 2016 statt. Es ist geplant, unter Würdigung der Empfehlung der Wettbewerbsjury, die eingereichten Arbeiten als Ideenfindung und als Anregung für weitere Diskussionen zu benutzen.

 

 

Polis Convention 2017

Nach der erfolgreichen Premiere der Polis Convention im Jahr 2015, der Teilnahme in 2016 hat die Stadt Düsseldorf auch in 2017 am 17. und 18.05 erneut einen Stand auf der polis Convention, der bundesweiten Messe für Immobilien- und Stadtentwicklung, bespielt und über aktuelle städtebauliche Themen und Entwicklungen informiert. Standpartner der Stadt waren dabei: Düsseldorf Airport City, BPD, Catella, Grafental, JR Jasper Rechtsanwälte, msm meyer schmitz-morkramer, Stadtsparkasse Düsseldorf, Stadtwerke Düsseldorf, Die Wohnkompanie. Der städtische Themenschwerpunkt war dabei: „Düsseldorf, die wachsende Stadt der Vielfalt“. Neben einer Auswahl aktueller Projekte wurde die Stadt als wichtiger Partner regionaler Kooperationen vorgestellt.

In Düsseldorfer Stadtteilen wie Friedrichstadt und Unterbilk finden sich Bevölkerungsdichten, die vergleichbar mit den Spitzenwerten von Hamburg oder Berlin sind. Dies bringt eine kulturelle und infrastrukturelle Qualität mit sich, die die Stadtteile zu einmaligen Orten formen. Kompakte Strukturen und kurze Wege machen das städtische Leben mit dem Fahrrad oder fußläufig im Alltag erlebbar. Einzelne Stadtteile dienen durch diese Qualitäten als eigenständige und lebenswerte Zentren mit hoher Freizeit- und Aufenthaltsqualität.

Die mancherorts sehr hohen Bevölkerungsdichten werden durch zahlreiche Grünflächen ausgeglichen. In konkreten Zahlen ausgedrückt bedeutet dies, dass rund 12.000 ha innerhalb der Stadtgrenzen, also 56 % des Stadtgebiets, begrünt sind. Von diesen Freiflächen sind rund 700 ha siedlungsnahe Parks, Grünflächen und Grünzüge. Darunter auch die grünen breiten Auen und Strände des Rheins, der das Stadtgebiet auf einer Länge von 42 km quert. Das städtische Leben und die vorhandenen Flächen zur Naherholung liegen nah beieinander und bieten so wichtige Möglichkeiten zur Erholung. Die Stadt wirkt attraktiv und anziehend für alle, die urban leben und arbeiten wollen.

Das seit mehr als 15 Jahre anhaltende und das weiterhin prognostizierte Bevölkerungswachstum für Düsseldorf ist eines der höchsten in Deutschland. Bereits seit 2005 hat ein relatives Wachstum von ca. 6% stattgefunden, das heißt knapp 60.000 zusätzliche Einwohner innerhalb von zwölf Jahren für die Stadt. Prognosen werden hier regelmäßig übertroffen und angepasst. Bis 2030 wird ein erneuter Bevölkerungszuwachs um ca. 30.000 Personen erwartet. Dies liegt hauptsächlich an einem Überschuss in den Wanderungsbewegungen, es ziehen mehr Menschen nach Düsseldorf als fortziehen. Aber auch die Geburtenrate der letzten Jahren ist größer als die der Sterbenden, so dass der natürliche Bevölkerungszuwachs positiv ist.

Umso wichtiger ist es, die Lebensqualitäten in Düsseldorf zu sichern und die Infrastruktur sukzessiv weiter auszubauen. Der bestehenden Nachfrage muss durch eine Erhöhung des Angebots nachgegangen werden, damit die Stadt nicht an ihre Kapazitätsgrenzen stößt. Dabei ist trotz knapper werdender Bauflächen die Bewahrung von Freiräumen und Grünflächen unabdingbar.

Mit der Initiative „StadtUmland.NRW“, die Mitte 2016 gestartet ist, hat das  damalige Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen die Großstädte des Landes und ihre Nachbarkommunen in Form eines Wettbewerbes zu mehr Kooperation aufgerufen. Ziel war es, regionale zukunftsfähige Konzepte für eine neue Balance in der Stadtentwicklung von Stadt und Umland zu erarbeiten und dadurch die Zusammenarbeit zu fördern. Dem Wettbewerbsaufruf waren 13 Stadtumlandverbünde, bestehend aus insgesamt 91 Kommunen und elf Kreisen, gefolgt.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat sich dazu an zwei Bewerbungen - „RegioNetzWerk“ und „Zwischen Rhein und Wupper zusammen – wachsen“ beteiligt. Beide Düsseldorfer Verbünde wurden im Mai 2017 von der Jury als Konzepte mit besonderem Vorbildcharakter ausgezeichnet und auf der polis Convention 2017 offiziell durch den damaligen Stadtentwicklungsminister Michael Groschek vorgestellt.

Aufgrund eines herausragenden methodischen wie inhaltlichen Niveaus sowie ihrer innovativen und integrierten Ausrichtung wurden von der Jury drei Konzepte mit besonderem Vorbildcharakter für NRW hervorgehoben.

Das „RegioNetzwerk“ hat sich zum Ziel gesetzt, ein gemeinsames Netzwerk zu initiieren, um den Gleichklang von Stadt- und Verkehrsplanung – Wohnen und Mobilität - anzustoßen. Angestrebt werden Leitprojekte, die in ausgewählten „Laboren des Lernens“ zu den verschiedenen Themen Wohnen, Siedlungsentwicklung, Mobilität und neue Infrastrukturen experimentell begleitet werden. Gemeinsam erarbeitete Qualitätskriterien dienen als Leitlinien für die regionale Entwicklungsstrategie. Dabei zeichnet sich das Konzept durch einen pragmatischen Zugang und niederschwellige Ansätze für eine integrierte Raumentwicklung aus.

Der Stadtumlandverbund „Zwischen Rhein und Wupper zusammen – wachsen“ erarbeitet ein übergreifendes Profil, bezogen auf die Handlungsfelder Wohnen, Mobilität und Freizeit und Erholung sowie neue kooperative Strukturen in der Region. Das Zukunftskonzept verfolgt das Leitbild „zusammen – wachsen“ und wird ergänzt durch den Grundsatz „eine Stunde mehr Zeit“ für besondere Lebensqualität. Hierbei werden verschiedene Szenarien untersucht und kritisch gedacht.

Die Ergebnisse der kooperativen Netzwerke lassen erahnen, welche Potenziale in den regionalen Kooperationen verborgen liegen, um die aktuellen Herausforderungen auch zukünftig bewältigen zu können.

Die Konzepte sollten als Vorbild für den integrierten Einsatz der Förderinstrumente im Infrastrukturbereich, bei der Städtebau- und der Wohnraumförderung sowie bei Förderangeboten der Mobilität dienen.

Weitere Informationen zu den StadtUmland-Netzwerken finden Sie auf der Internetseite des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Im Nachgang zur Messe wurde eine Sonderausgabe des Polis Magazin veröffentlicht, welche sich hauptsächlich mit der Stadt Düsseldorf und Ihren aktuellen Herausforderungen auseinandersetzt.

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