Viral Theatres: Pandemic Past/Hybrid Futures

11.09.2022 bis 12.02.2023

Wie verändern sich Bühne, Publikum, künstlerisches Schaffen und Öffentlichkeit, als Theater durch die Pandemie zu Orten zwischen Stillstand und Entgrenzung wurden? Wie hybrid ist die Zukunft des Theaters? Und wie hat die Pandemie Theaterarbeit und Theater als öffentlichen Raum nachhaltig verändert? Die Ausstellung Viral Theatres: Pandemic Past/Hybrid Futures erkundet, wie die Zeit der Pandemie sich von einer absoluten Ausnahmesituation zu einer neuen Realität aus Infektionsausbruch und -eindämmung entwickelt hat und was das für Theater und Performance bedeutet. Dabei geht es in Videoinstallationen, virtuellen Räumen und filmischen Dokumentationen um die Auseinandersetzung mit einem wahrlich beispiellosen Bruch in der Produktion, Präsenz und im Erlebnis von kulturellem Schaffen – der durch die Kombination aus Theaterschließungen und der Migration ins Digitale schließlich zu neuen Theaterrealitäten geführt hat. Was passiert mit Verkörperung und Teilhabe auch noch in der gegenwärtigen Situation? Welche Chancen und Herausforderungen entstehen?

In einem angewandt-künstlerischen Projekt kamen Künstler*innen und Forscher*innen zusammen, um ein „Living Archive“ der Pandemie entstehen zu lassen und mit neuen Wegen des Spielens, Erlebens und Dokumentierens zu experimentieren. Diese vielgestaltige Sammlung, die als Ausstellung zunächst im Tieranatomischen Theater Berlin präsentiert wurde und nun endlich im Theatermuseum Düsseldorf zu sehen ist, dokumentiert die neuen Formen und Themen pandemischen Theatermachens und -erlebens in vielgestaltigen analogen und digitalen Präsentationsformen zwischen Heimkino, fiktivem Home Office und Zukunftsmanifest.


Die Ausstellung ist eine Kooperation des Forschungsprojekts Viral Theatres (einer Kollaboration der Freien Universität, der Humboldt Universität und des Bard College Berlin) mit dem Forschungsprojekt “Extended Audiences” des Exzellenzclusters Temporal Communities: Doing Literature in a Global Perspective, dem metalab@Harvard, des Harvard University Mahindra Humanities Centers und des Open Society University Networks.
Das Projekt Viral Theatres ist finanziert von der VolkswagenStiftung unter der Leitung von Ramona Mosse, Janina Janke, Christian Stein und Nina Tecklenburg.