Gründgens-Ausstellung in Moskau

Ausstellungseröffnung in Mokau. Foto: Theatermuseum Düsseldorf

Als Gustaf Gründgens im Dezember 1959 mit seiner legendären Faust-Inszenierung in Moskau gastierte, war er müde und erschöpft. Bei einer der Aufführungen musste Karl Vibach, sein Regieassistent, für ihn einspringen. Der Hinweis auf diese Umbesetzung ist genauso Gegenstand der Ausstellung, die das Theatermuseum der Landeshauptstadt im Puschkin-Museum für Literatur in Moskau von Juli bis August gezeigt hat, wie die 110 Gemälde, Grafiken, Plastiken und Fotografien, die das Bild des Schauspielers, Regisseurs und Theaterleiters nachdrücklich bestimmt haben und auch heute noch bestimmen.

Der Vorsitzende des Kulturkomitees der Moskauer Stadtregierung, Sergej I. Chudjakow, begrüßte grundsätzlich die Zusammenarbeit zwischen dem Moskauer Puschkin-Museum und dem Theatermuseum, die er als Ausdruck für die gute Partnerschaft zwischen den beiden Städten Moskau und Düsseldorf wertete.

Für die deutsche Botschaft wies der Leiter der Kulturabteilung, Dr. Guido Hildner, auf die schillernde Persönlichkeit und die politische Bedeutung der Person Gustaf Gründgens' hin.

Museumsdirektor Dr. Winrich Meiszies erläuterte, was das Theater für Gustaf Gründgens bedeutete. Der Hausherr A.E. Bogatyrew freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit den Düsseldorfer Museen. Eine Ausstellung des Puschkin-Museums war im Herbst 2007 im Goethe-Museum zu sehen.