Christoph Heyduck

Studio-Ausstellung im Theatermuseum, 6.12.2007 - 27.1.2008

Bühnenbildentwurf zu DER FEURIGE ENGEL. Basel 1956

Der Bühnbildner Christoph Heyduck definiert seine Arbeit als Bühnenbildner wie folgt: Ich habe mich immer der Aufgabe gestellt, geistige Räume zu schaffen, mit meiner Szenographie dem Zuschauer den Zugang zum Stück zu erleichtern.

Aus Anlass seines 80. Geburtstags zeigt das Theatermuseum ausgewählte Arbeiten. Die Schau bietet einen konzentrierten Überblick über sein Schaffen aus den 50er bis in die 90er Jahre. In der Studioausstellung sind ca. 20 Entwürfe seiner wichtigsten Produktionen zu sehen. Auf einem Monitor begrüßt Sie seine Fassung von "Gluck, der Sternenfischer", ein SF-Märchen für alle Altersgruppen.

Seit 2002 befindet sich sein bühnenkünstlerischer Vorlass im Besitz der Stadt Düsseldorf. Bereits im gleichen Jahr beteiligte sich das Theatermuseum Düsseldorf federführend an einer deutsch-polnischen Kooperation mit Ausstellungstournee zu Ehren des damals 75 Jahre alten gebürtigen Breslauers. Ausstellungsorte waren Kattowitz, Breslau, Ratingen-Hösel und Münster.

Heyduck begann als Schüler von Teo Otto, einem der bedeutendsten Szenographen des 20. Jahrhunderts, an der Staatlichen Werkakademie in Kassel. Von Otto lernte er das Handwerk; seine Bewährungsprobe erlebte er in der Praxis: Ein großes Theater klein zu machen, ist eigentlich nur eine Materialfrage. Aber ein kleines Theater groß zu machen, weil es das Stück erfordert, das ist eine Geistesfrage, eine Gestaltungsfrage, räsoniert der Künstler aus dem zeitlichen Abstand.

Ganz vom Theater lassen, konnte er auch im Ruhestand nicht: Noch im November dieses Jahres konnte er einen lang gehegten Traum verwirklichen, als er das SF-Märchen "Gluck, der Sternenfischer" in Hanau unter Einbeziehung einer Schulklasse auf die Bühne brachte.