"... positiv dagegen!" - Köpfe, Plakate und Programme aus 60 Jahren Kom(m)ödchen

Ausstellung vom 17.03. - 29.04.2007 (verlängert bis 3. Mai 2007)

Das erste Kom(m)ödchen-Schild in Trümmern. Düsseldorf, 1947. Foto: Paul Filipp

"Das ist Kom(m)ödchen", pflegte Kay Lorentz zu sagen, wenn ihm auf seiner Bühne etwas gefiel. Kom(m)ödchen, das war und ist nicht nur Kabarett, es ist ein Gütesiegel. Ein Gütesiegel für gute Texte, für gute Bühnenbilder und für ein festes Ensemble. Daher nannte sich die Düsseldorfer Truppe bei der Eröffnung am 29.März 1947 auch zunächst "Kleine Literaten- Maler- und Schauspielerbühne". Beim Klang dieses Namens denkt man an die Atmosphäre der ersten Pariser Kabaretts auf dem Montmartre. Die Ausstellung schickt ihre Besucher im Inneren des alten Kom(m)ödchens mit seinem "Pariser Charme" auf eine Zeitreise, denn anlässlich des Jubiläums wurde die Hunsrückenstraße 20 der 1960er Jahre rekonstruiert und in den Räumen des Theatermuseums originalgetreu nachgebaut.

Wer dieses alte Kom(m)ödchen betritt, erlebt zunächst die "Malerbühne". Die Wände des Zuschauerraumes waren damals - wie heute in der Ausstellung - prachtvoll bemalt. Neben der zwei mal drei Meter kleinen Bühne steht ein Flügel, wo Musiker wie Emil Schuchardt den typischen "Kom(m)ödchen-Klang" prägten. Eine Videoprojektion mit Ausschnitten aus verschiedenen Kom(m)ödchen-Programmen lässt auf der Bühne 60 Jahre politisches Kabarett lebendig werden.

"Literaten- Maler- und Schauspielerbühne", das ist aber nicht nur das Kom(m)ödchen der 50er und 60er Jahre. Die Ausstellung gibt Einblicke in die Arbeit aus 60 erfolgreichen Jahren:

  • 60 Jahre Literatenbühne: Die Arbeit der Texter kann nachgelesen oder gehört werden.
  • 60 Jahre Malerbühne: Eine Fotodokumentation gibt Einblick in die raffinierten Bühnenbilder des Kom(m)ödchens. Maler, das sind aber auch die zahlreichen Künstler, die Jahr um Jahr die Programmhefte und Plakate gestaltet haben. Ihnen ist sowohl Raum im Erdgeschoss, als auch im 1. Obergeschoss zugedacht worden.>
  • 60 Jahre Schauspielerbühne: Das sind die Köpfe, die das Kom(m)ödchen zur Kaderschmiede der Nation werden ließen. Das sind u.a. Thomas Freitag, Harald Schmidt, Hugo Egon Balder, Volker Pispers, Werner Vielhaber, Ursula Herking, Hanne Wieder und natürlich Kay und Lore Lorentz.