ARTSpektrum

"Die ganze Welt ist eine Bühne" - moderne Interpretation junger Künstler der Kunstakademie und der FH Düsseldorf, Ausstellung vom 23. Februar bis 24. März 2013

Umschlag Ausstellungskatalog

Die Ausstellung ist das Ergebnis eines gemeinschaftlichen Teamprojekts der Studentinnen Julia Krumpen, Julia Langeder und Nassim Shams. Im Rahmen ihres Studiums der Kunstgeschichte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf konzipierten sie innerhalb von 18 Monaten das Projekt mit der Frage: Wie setzen sich junge Düsseldorfer Künstler mit einem klassischen Thema Oper, Ballett und Theater auseinander? Welche Möglichkeiten bieten die neuen Medien sich diesem Thema zu nähern?

In einer Kooperation mit Schmuckdesignerinnen der Ausbildungsklasse 'Applied Art and Design' der Fachhochschule Düsseldorf unter der Leitung von Professor Elisabeth Holder, Studentinnen der Kunstakademie und einer junger Performancekünstlern und Kommunikationsdesignern aus Düsseldorf, entstanden neue Blickwinkel auf die Themenbereiche, welche explizit für diese Ausstellung geschaffen worden sind.

Viele namhafte Künstler beschäftigten sich im Laufe der Kunstgeschichte mit diesen Themen. Unvergessen sind die Szenen aus den Ballettschulen von Edgar Degas. Einige der Künstlerinnen haben sich die alten Meister als Inspiration genommen und ihre Werke neu interpretiert. So zum Beispiel die Schmuckdesignerin Ariane Ernst, die das Gemälde einer Tänzerin von Pierre-Auguste Renoir in seine Grundformen aufspaltete, um daraus neue Figuren in einem aufwendigen technischen Prozess zu kreieren, die selbst eine Geschichte erzählen.

Doch nicht nur die Kunst, auch die Musik diente als Ideengrundlage für die Künstler. Jungwoon Kim lässt in ihrer Videoinstallation die Notenlinien zu den Lieder Carusos tanzen. Barbara Schmidt und Stella Jung beschäftigten sich bei ihren Arbeiten weniger mit den Inhalten von Oper, Ballett und Theater, sondern mehr mit dem Drumherum, der Kulisse, dem Saal oder dem Theaterhaus selbst. Aus kleinen alltäglichen Fundsachen die sie in der Natur fand schuf die Künstlerin Barbara Schmidt Bühnenbilder und setzte diese fotografisch in Szene. Die Schmuckdesignerin Stella Jung ließ sich von den Saalplänen diverser Opernhäuser inspirieren und verwandelte diese minutiös zu Ketten.

Die Exponate zeigen eine große Vielfalt an Inspirationsquellen aus unterschiedlichen künstlerischen Fachbereichen wie Malerei, Skulptur, Fotografie, Videokunst, Schmuckdesign und performativer Kunst. Die intermediale Ausstellung im Theatermuseum stellt ein breites Spektrum an Ideen und Realisationen dar, welche in dieser Form sehr selten im Kunstsektor zu finden sind.

Die Intention der Heinrich-Heine Studentinnen gründet darin, dieses weite "Spektrum" an Kunstgattungen aufzugreifen und ihre moderne Interpretation dem Publikum sowohl theoretisch, anhand eines Ausstellungskatalogs, als auch praktisch zu veranschaulichen. Daher begleitet ein Rahmenprogramm die Ausstellung mit Vorträgen und Vorführungen aus verschiedenen Sparten der Unterhaltung und Bildung, wo im Anschluss Führungen durch die Ausstellung angeboten werden.

Eröffnung der Ausstellung: am 22. Februar 2013, um 19:00 Uhr

Katalog zur Ausstellung: EUR 10,-

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