Im Fokus - Theaterbilder

Eine Studioausstellung mit Fotografien von Jürgen M. Wogirz und Teilnehmern des Play-it-again-Theaterfotografie-Workshops, vom 3. Februar bis 26. März 2017

Schauspielhaus in der Jahnstraße
Schauspielhaus in der Jahnstraße. Foto: Lore Bermbach

Die Gründung des "Düsseldorfer Schauspielhauses“ geht auf Gustaf Gründgens zurück. Durch seine Initiative wurde die Sparte Schauspiel 1951 aus dem Verband der „Städtischen Bühnen“ gelöst und zur „Neuen Schauspiel GmbH“ umgewandelt. Gesellschafter waren die Stadt Düsseldorf, das Land NRW und anfänglich auch noch der Deutsche Gewerkschaftsbund.

Als Spielort wählte Gründgens zunächst das ehemalige "Operettenhaus" an der Jahnstraße, das nach Zerstörung und Wiederherrichtung zum Spielzeitbeginn 1951/52 als "Düsseldorfer Schauspielhaus“ eröffnet wurde. Seinem Nachfolger Karl Heinz Stroux legte er ans Herz, für einen funktionalen wie repräsentativen Neubau zu kämpfen. Stroux‘ erste Überlegungen reichen in seine erste Spielzeit 1955 zurück.

Grundsteinlegung Düsseldorfer Schauspielhaus
Grundsteinlegung Düsseldorfer Schauspielhaus. Foto: Lore Bermbach

Seinem Nachfolger Karl Heinz Stroux legte er ans Herz, für einen funktionalen wie repräsentativen Neubau zu kämpfen. Stroux‘ erste Überlegungen reichen in seine erste Spielzeit 1955 zurück. 1959 wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Aus den 58 eingereichten Beiträgen gingen die von Richard Neutra, E.F. Brockmann und Bernhard Pfau als Favoriten hervor. Der Entwurf von Pfau für den Gustaf-Gründgens-Platz sollte sich schließlich durchsetzen. 1965 erfolgte die Grundsteinlegung, 1970 wurde das Haus – begleitet von heftigen Protesten der rebellierenden Studenten – mit Büchners „Danton’s Tod“ eröffnet.

Schauspielhaus Düsseldorf
Schauspielhaus Düsseldorf am Gustaf-Gründgens-Platz. Foto: Bahnhofsbuchhandlung Grauert

Inzwischen zählt das Gebäude zu den Stilikonen der Moderne. So würdigt u.a. Microsoft diese Tatsache, indem es den Pfau-Bau als einziges Theatergebäude weltweit in eine Serie moderner Architekturbeispielen für seine Desktophintergründe aufnahm.

Mit Fotos, Videos, Zeitzeugenberichten und Pressebeiträgen aus den Beständen des Theatermuseums dokumentiert die Studioausstellung die Entstehungsgeschichte dieses Meilensteins der internationalen Theaterarchitektur.

Eröffnung am 26. Januar 2016 um 19 Uhr - Eintritt frei