THEATER DER KLÄNGE bauhausbühne - Originale, Aneignungen, Weiterführungen

Eine Ausstellung des THEATERS DER KLÄNGE in Zusammenarbeit mit der ACC Galerie Weimar und der FH Dortmund, vom 13. September bis 8. Dezember 2019

Exzentrik-Raum

Eine auditive-mediale Ausstellung

Anläßlich des Jubiläums 100 Jahre Bauhaus bot sich die Gelegenheit, eine Ausstellung zu entwickeln, die auf der langjährige Beschäftigung des THEATERs DER KLÄNGE mit der historischen Bauhausbühne beruht. Gezeigt wurde die Ausstellung zunächst in der ACC Galerie in Weimar, wohin seit einem Gastspiel Der mechanischen Bauhausbühne im Nationaltheater in Weimar 1988 Kontakte zu dortigen Künstlern (den heutigen Betreibern der Galerie) bestehen sowie im Anschluss im Theatermuseum Düsseldorf, das bereits früher zwei Ausstellungen über das THEATER DER KLÄNGE präsentiert hat.

Im Hofgärtnerhaus sind in fünf Räumen durch das THEATER DER KLÄNGE realisierten Projekte zu sehen, in denen sowohl die Originalideen (Skizzen, Fotos, Texte), die Rekonstruktionen dieser Entwürfe (Modelle, Figurinen usw.), als auch die inszenatorische Umsetzung (Videos, Fotos und Programme) ausgestellt sind. Audio-visuelle Medien innerhalb der thematischen Ausstellungsräume machen die Klanglichkeit der jeweiligen Stücke des THEATERs DER KLÄNGE durchschreitend hörend erfahrbar. In einer Hörspiel-Nische werden darüber hinaus „Anekdoten“ zu den einzelnen Werken von Ensemblemitgliedern des THEATERs DER KLÄNGE hörbar erzählt.

Folgende acht Stücke des THEATERs DER KLÄNGE sind im Theatermuseum Düsseldorf in Ausstellungsform zu sehen und zu hören:

  • Das mechanische Ballett
  • Die mechanische Exzentrik
  • TRIAS - Das triadische Ballett<
  • Figur und Klang im Raum
  • HOEReografien
  • SUITE intermediale
  • Der Silberprinz
  • Das Lackballett

Ausstellungseröffnung: 12.09.2019 um 18:00 Uhr

Begleitinformationen: Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Umfang von 96 Seiten (10.00 EUR) sowie eine CD und eine DVD mit Arbeiten des THEATERs DER KLÄNGE (jeweils 15.00 EUR).

Eingang zur Ausstellung in Weimar

Zur Vorgeschichte

Das historische Bauhaus war gerade durch die „Meister“-Persönlichkeit Oskar Schlemmer sowohl in Weimar, als auch verstärkt in Dessau für damals neue Formen von Tanz, Bühnenaktionen, Bühnenmechanik, Publikationen und über den Direktor Walter Gropius auch zu Theaterarchitekturentwürfen tätig. Mit Schließung des Bauhauses 1933 waren diese Entwicklungen unterbrochen und wurden von den Protagonisten der historischen Periode nicht oder nur sehr versteckt und spärlich weitergeführt.

1968/69 anlässlich der ersten großen Ausstellung zu 50 Jahre Bauhaus setzt auch eine Wiederbeschäftigung und teilweise Wiederbelebung der Bühnenideen aus den zwanziger Jahren ein. (BR-Fernsehfassung des triadischen Balletts). Stärker wurde die Beschäftigung Mitte der siebziger Jahre mit der Ballettneufassung von Gerhard Bohner für die Akademie der Künste Berlin. In den achtziger Jahren, anlässlich von 75 Jahre Bauhaus wurde mit den Rekonstruktionen und Neuinszenierungen mehrerer Bauhausbühnenwerke durch unterschiedliche Initiatoren darunter das THEATER DER KLÄNGE begonnen.