Unser Monatsprogramm für Juli und August 2014 (Veranstaltungen)

Im Rampenlicht. Eine Zeitreise mit Düsseldorfer Bühnenkünstlern seit dem 16. Jahrhundert

Ausstellung im Theatermuseum aus Anlass des 725. Stadtjubiläums - ab 20. April 2013

Das Theatermuseum zeigt eine Ausstellung zum Theaterleben der Stadt aus dem Blickwinkel des Zuschauers auf die Bühne. Ihm gegenüber steht der Darsteller - der Schauspieler, Sänger, Tänzer - im Rampenlicht. Welche künstlerischen, organisatorischen und technischen Bedingungen, die die Arbeit des Darstellers erst möglich machen, sind zu berücksichtigen und wie haben sie sich verändert?

Namenlose Darsteller stehen am Anfang der Theaterentwicklung auf der Bühne der von Johann Monheim (1509-1564) seit 1545 geleiteten Lateinschule in Düsseldorf. Die Bühnenkünstler des 16. Jahrhunderts sind Angestellte des Hofes. Sänger und Tänzer üben neben der Teilnahme an höfischen Festaufführungen Funktionen als Kirchensänger, Hofbedienstete u.v.a.m. aus. So wie die Übergänge zwischen ihren einzelnen Funktionen fließend sind, stehen auch adlige Laiena als Darsteller auf der Bühne. Als Düsseldorf im 18. Jahrhundert keine Residenzstadt mehr ist, treten reisende Theatertruppen mit Schauspielen, Opern und Balletten auf. Das Theater von Karl Leberecht im 19. Jahrhundert Immermann verzichtet auf Stars zugunsten der Ensembleleistung. 1905 eröffnen Louise Dumont und Gustav Lindemann das private Schauspielhaus Düsseldorf. Aus ihrer Schule gehen unter anderem Paul Henckels, Gustaf Gründgens, Maria Alex und Wolfgang Langhoff hervor und prägen das Düsseldorfer Theaterleben bis weit ins 20. Jahrhundert.

Theatermuseum zu Gast im Stadtmuseum

Theater in der Stadt

Ausstellung vom 14. Juni bis 26. Oktober 2014

Was macht eine Stadt zur Theaterstadt? Die Menschen, die Theater machen, und die, die sich für Theter interessieren. Beides gibt es in Düsseldorf seit mehr als vierhundert Jahren. Die Ausstellung führt die Besucher an die "Schauplätze" der Düsseldorfer Theaterentwicklung seit dem Ende des 19. Jahrhunderts, die teilweise noch heute das Stadtbild prägen, aber auch an Orte, die im Krieg zerstört worden sind, oder wie das Düsseldorfer Schauspielhaus am Gustaf-Gründgens-Platz neu gebaut wurden. Am Anfang des 20. Jahrhundertts wird Düsseldorf ein Vorreiter in Bezug auf die Entwicklung des Bühnenbildes. Theaterplakate spiegeln mit ihren grafischen Konzepten Theater- und Weltgeschichte. Gemälde, Zeichnungen und Fotografien erinnern an Theaterleute, die Düsseldorfer und deutsche Theatergeschichte geschrieben haben.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 11:00 bis 18:00 Uhr.

Das Theatermuseum und die Cafeteria bleiben im Juli und August geschlossen. Wir öffnen das Haus jeweils eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Unser Kartentelefon ist besetzt.

Unsere Veranstaltungen

03.+04.07.2014 Studiobühne im Theatermuseum, 19:30 Uhr
"Guten Morgen, Du Schöne" - Ein Abend durch das Leben einer Frau. Im vergangen Jahr hat der Düsseldorfer Schauspieler Marian Kindermann mit vier jungen Kolleginnen eine gemeinsame Arbeit gemacht, die sich mit Träumen in der Nacht beschäftigte. Danach entstand ein neues Projekt zum Thema Frau in der Gesellschaft heute. Ausgangspunkt war die Situation der beteiligten Schauspielerinnen im Alter zwischen 16 und 19 Jahren. Sie alle fragen sich: Wo ist mein Raum in der Gesellschaft? Was will ich schaffen? Wie will ich leben? Was sind meine Grenzen und die Grenzen unserer Gesellschaft, mit denen ich umgehen muss? Wie weit ist der Feminismus bisher gekommen? Habe ich als Frau wirklich alle Freiheiten? Und wie erging es Frauen vor meiner Zeit? Was kann ich aus den Erfahrungen der Generationen vor mir lernen? Mit diesen Fragen hat sich die Gruppe ein knappes Jahr beschäftigt, Monologe und Szenen geschrieben und versucht einen Theaterabend zu bauen. Mit Anna Jörgens, Berit Vander, Isabel Winzen, Luna Deina. Regie: Marian Kindermann. Eintritt: Euro 5,-
05.07.2014 Studiobühne im Theatermuseum, 16:00 Uhr
TheaterLabor - Szenen im neuen Blickwinkel
Nicht ganz Improvisation und keine Inszenierung - zwischen zwei Extremen steht das Experiment des TheaterLabor TraumGesicht e.V. Die Mitwirkenden interpretieren in unterschiedlichen Rollen, ein und denselben Text, ein und dieselbe Szene. Sie entwickeln Figuren und Milieus, die in dem Stück so nicht vorkommen. Die Spieler verbinden eigenschöpferisch, aus dem des Augenblicks heraus, Eigentext und Dichtertext, spontane Improvisation und vorgegebene Ausdrucks- und Darstellungsübungen, Momente der Stille und der Übertreibung. Daraus entstehen für Spieler sowie Zuschauer neue Blickwinkel. Regie: Wolfgang Keuter. Maske, Kostüm und Technik: Gianni Sarto. Eintritt: Euro 10,-/8,50 (Mitglieder Theaterlabor und Freundeskreis Theatermuseum/5,- (Schüler und Studierende). Mehr Informationen
06.07.2014 Faszination Theater, 15:30 Uhr
Im Rampenlicht: eine Zeitreise mit Bühnenkünstlern seit dem 16. Jahrhundert Führung durch die aktuelle Sonderausstellung. Eintritt: Euro 5,-/3,-.
12.07.2014 Treffpunkt Theatermuseum, 14:00 Uhr
Glamour-Stadtbummel mit Freifrau von Kö
Düsseldorfs selbsternannte, städtisch geprüfte, doch staatlich verkannte Millionärsgattin hat es sich zur Aufgabe gemacht, der Landeshauptstadt in dieser von Dauerbaustellen geprägten Zeit etwas Glamour zu verleihen und gewährt auf ihrem Stadtbummel Einblick in glanzvollere Zeiten. Madame ruft dabei Damen der feinen und weniger feinen Gesellschaft, welche Düsseldorf durch die Jahrhunderte geprägt haben, in Erinnerung - nebst Theaterspielorten und stadtgeschichtlichen Anekdoten werden sowohl Frauen wie Louise Dumont, Anna Maria Luisa de' Medici, Johanna Ey und Lore Lorentz als auch fragwürdigere Karrieremädchen und "Gattinnen" präsentiert. Der Rundgang beginnt freifräulich glamourös mit einem Champagner-Empfang im Petit Trianon im Hofgarten, dem Theatermuseum, und führt dann in güldenen Laufschuhen vorbei an Kö-Bogen-Bauten, Königsallee und durch die Altstadt ... Dauer: ca. 2 Stunden, mit begrenzter Teilnehmerzahl. Preis pro Person: Euro 25,- . Weitere Termine und Informationen auch auf der Homepage von Madame oder bei Facebook.
13.07.2014 Podium im Theatermuseum, 16:00 Uhr
Im Theater ist was los - Liederabend mit Lisenka Kirkcaldy (Gesang) und Alexander Reitenbach (Flügel). Zu hören sein werden Lieder der 20er und 30er Jahre sowie Jazz- und Musicalklassiker und Operettenparodien. Dabei wird die Ironie genauso angesprochen wie deren Kehrseite, die Melancholie. Einen Abend lang pulst hier das Leben im Takt nach dem Dietrich Titel 'allein in einer großen Stadt', begleitet von dem Spiegel der Theatererlebnisse. Lisenka Kirkcaldy spielt zur Zeit an der Oper in Bonn in "La Cage aux folles" und Alexander Reitenbach ist Pianist der Staatsoper Stuttgart. Eintritt: Euro 12,-/9,-.
16.07.2014 Studiobühne im Theatermuseum, 19:30 Uhr
Maskenball unter den Linden - Lesung mit Hans Croiset (niederländischer Regisseur und Schauspieler). Im Jahr 1935 nimmt der vierundzwanzigjährige Schauspieler Moritz Akkerman den gut bezahlten Auftrag an, im berühmten Berliner UFA-Filmstudio seine Rolle aus einem holländischen Film zu synchronisieren. Dieser Aufenthalt wirbelt sein Leben vollkommen durcheinander: Obwohl verheiratet, lässt er sich auf eine Affäre mit einer berühmten deutschen Schauspielerin ein, die Kontakte in die höchsten politischen Kreise hat. Der Intendant des Preußischen Staatstheaters engagiert Moritz als Berater für die Aufführung eines niederländischen Klassikers, nachdem Rasseexperten ihm - einem assimilierten Juden - das Aussehen eines reinblütigen Ariers bescheinigt haben. Croiset zeigt seinen Protagonisten im Wechselspiel zwischen Freude und Unbehagen, Anpassung, Duckmäusertum - und gelegentlichem Mut. Und stellt die Gretchenfrage des 20. Jahrhunderts: Wie hätte ich mich damals verhalten...? Im Rahmen des deutsch-niederländischen Literaturfestivals Literarischer Sommer. Eintritt: Euro 8,-/6,- oder Festivalkarte Literarischer Sommer.
11.-15.08.2014 Sommerferienprogramm, 10:00-16:00 Uhr
Abenteuer Shakespeare - einfach mal Shakespeare spielen. Ein einwöchiger Theaterworkshop für Kinder von 8 - 12 Jahren. Auch das Sommerferienprogramm des Theatermuseums feiert den 450. Geburtstag des großen Dramatikers William Shakespeare. Seine Welt - die Bühne - bietet alles, was Spaß macht: Spiel und Drama, Kampf und Tanz, Intrigen und derbe Witze. Unter Anleitung der Theaterpädagogin Astrid Mühle werden die Teilnehmer improvisieren, Bühnenfechten lernen, Könige sein, Open Air Theater spielen und selber eine Aufführung gestalten. Jeder kann auf diesen Brettern mitmachen - auch ohne zu wissen, wer William Shakespeare war. Kosten: Euro 50,00.
30.+31.08.2014 Studiobühne im Theatermuseum, 19:30 Uhr
Halt die Schnauze, du wirst niemals eine Meerjungfrau sein - Matrose Ari steckt in einer Identitätskrise. Mit der Arche Typisch ist er unterwegs zum Kap Wandlung, denn dort kann er sich endlich in eine Meerjungfrau transformieren lassen. Seine zwei kernigen Matrosenkollegen Kiss und Tell sehen das Ganze eher skeptisch. Die Seefahrer treffen auf Sirenen, Haie und sprechende Eisberge und erzählen nach der Reise überall herum, dass sie sich selbst gefunden haben. Eine Produktion des Looters e.V. Text, Musik & Regie: Dennis Palmen. Eintritt: 10,-/5,-.
31.08.2014 Faszination Theater, 15:30 Uhr
Im Rampenlicht: eine Zeitreise mit Bühnenkünstlern seit dem 16. Jahrhundert Führung durch die aktuelle Sonderausstellung. Eintritt: Euro 5,-/3,-.