Eyes on Japan – Japanische Filmtage

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Vom 12. bis 31. Januar geben unter dem Titel "Eyes on Japan" Filme Einblicke in die japanische Filmkultur.

Szene aus "Summer Breakers", Foto: Summer Breakers Film Partners.

Ein spannendes Programm bieten die vom 12. bis zum 31. Januar laufenden Japanischen Filmtage Düsseldorf „Eyes on Japan“. Veranstaltungsort ist die Black Box, Kino im Filmmuseum, Schulstraße 4. Die Besucherinnen und Besucher können sich auf Deutschlandpremieren, Erst- und Wiederaufführungen, aber auch Klassiker und Sonderveranstaltungen freuen.

Den Auftakt macht am Freitag, 12. Januar, um 19 Uhr eine europäische Uraufführung.  Der Film „Care“ von Suzuki Kôsuke, der Anfang Oktober 2017 in Japan angelaufen ist, befasst sich mit der Betreuung an Demenz erkrankter Senioren - einer Thematik, die angesichts der alternden Gesellschaft in Japan und Deutschland große Aktualität besitzt und zum Nachdenken einlädt.

Darüber hinaus bieten Deutschlandpremieren („Summer Breakers“, „The Village Album“ und „The Wife of GeGeGe“) sowie verschiedene Erst- und Wiederaufführungen einen vielfältigen Eindruck vom breiten Spektrum japanischer Filmkunst. Zum Programm gehören auch herausragende Werke der Filmgeschichte wie „Die sieben Samurai“ (in der selten gezeigten Langversion) und „Ikiru“ von Akira Kurosawa, Hayao Miyazakis vielfach preisgekröntes Anime „Chihiros Reise ins Zauberland“ und der Oscar-nominierte Psychothriller „Confessions - Geständnisse“. Alle Vorführungen sind kostenfrei.

Freunde der japanischen Popkultur können sich auf  aktuelle Anime („A Silent Voice“, „In this Corner of the World“) und neuere Produktionen („Mr. Long“) ebenso wie auf große japanische Kinoerfolge des vorangegangenen Jahrzehnts („Das Mädchen, das durch die Zeit sprang“) freuen.
 
Hinzu treten Sonderveranstaltungen, in denen sich Japan historisch, kulturell und geographisch neu entdecken lässt. Regionale Schwerpunkte sind 2018 die Küstengebiete an der Seto-Inlandsee (Seto-naikai) sowie den im Süden Japans gelegenen Inseln Okinawa und Japans Subtropen, denen am Freitag, 19. Januar ein Abend mit mehreren Filmen und einer Kampfkunst-Vorführung gewidmet ist.

Außerdem wird am Mittwoch, 17. Januar, die japanische Erstaufführung von Beethovens 9. Symphonie im Kriegsgefangenenlager Bandô (Naruto/Präfektur Tokushima) vor 100 Jahren thematisiert mit der Dokumentation „Feinde - Brüder“. Dazu gibt es einen Vortrag von Yasuo Inadome (Präsident und Geschäftsführer des Japan-Clubs Willich). Dank der Kooperation mit dem japanischen, öffentlich-rechtlichen Fernsehsender NHK wird auch ein Fernsehfilm über die künstlerisch hochbegabte Tochter des berühmten japanischen Holzschnittkünstlers Katsushika Holusai gezeigt und in einem weiteren Dokumentarfilm Einblick in die geheimnisvolle Welt der Geisha und Teehäuser Kyôtos gegeben.
 
Alle Filme (mit Ausnahme der Dokumentarfilme) sind in japanischer Originalversion mit deutschen oder englischen Untertiteln. Die kostenlosen Karten werden ab 30 Minuten vor Beginn der jeweiligen Vorstellung an der Kasse des Filmmuseums ausgegeben; ein frühzeitiges Kommen ist zu empfehlen.

Die Japanischen Filmtage werden veranstaltet vom Japanischen Generalkonsulat Düsseldorf zusammen mit dem Filmmuseum Düsseldorf und dem Japanischen Kulturinstitut Köln (The Japan Foundation).

Mehr Infos und das Programm zum Downloaden gibt es auf der Homepage des Japanischen Filmfestivals und auf den Seiten des Düsseldorfer Filmmuseums.