Kunstpunkte 2017 - Offene Ateliers

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Kulturdezernent Hans-Georg Lohe, Kulturamtsleiterin Marianne Schirge, Petra Barabasch vom Kulturamt und Dieter Haustein von der Stadtwerke Düsseldorf AG stellten mit teilnehmenden Künstlern die Kunstpunkte 2017 vor

(V. l.) Dieter Haustein von der Stadtwerke Düsseldorf AG, Kulturamtsleiterin Marianne Schirge, Kulturdezernent Hans-Georg Lohe und Petra Barabasch, Koordinatorin der Kunstpunkte aus dem Kulturamt

Nach einem erfolgreichen ersten Kunstpunkte-Wochenende, bei dem viele Kunstbegeisterte in die Ateliers im Düsseldorfer Süden geströmt sind, öffnen nun am 23. und 24. September Künstlerinnen und Künstler im Norden Düsseldorfs an 132 Kunstpunkten ihre Ateliers.

Insgesamt 427 Düsseldorfer Künstlerinnen und Künstler sowie 65 Gäste eröffnen in diesem Jahr an zwei Wochenenden im September wieder an 248 Kunstpunkten ihre Ateliers. Auch fünf Gastkünstler aus Israel, Tampere, Reading, Belgrad und Zagreb nehmen an der Aktion Kunstpunkte 2017 – den Offenen Ateliers in Düsseldorf – teil. Die Besucherinnen und Besucher können den zahlreichen Malern, Bildhauern, Fotografen, Videokünstlern und sonstigen Kunstschaffenden in ihrem Arbeitsumfeld, samstags jeweils von 14 bis 20 Uhr und sonntags von 12 bis 18 Uhr, über die Schulter schauen. Die Kunstpunkte bieten die Möglichkeit, fernab von Galerien und Museen, den direkten Kontakt zu Künstlern und ihren Werken zu finden. Sonst kaum zugängliche, oft verborgene Orte, können dabei erlebt werden. Orte, in denen Ideen und Gedanken zur materiellen Form werden, in denen Kunstwerke entstehen – dies ist das besondere Flair der Kunstpunkte.

Hinterhofateliers und Internationale Gäste

In ehemaligen Ladenlokalen und Hinterhöfen gibt es eine lebendige Szene, die sich immer wieder aufs Neue erfindet und mit spannender Kunst aufwartet. Nach wie vor verzeichnet Flingern eine hohe Künstlerdichte wie beispielsweise auf der Ackerstraße, wo 17 Künstler an 5 Orten mitmachen, darunter die Künstlerin Norika Nienstedt, Ackerstraße 29a, die an der Städelschule Frankfurt studiert hat und Zeichnungen und Collagen von Figuren zeigt, die mal menschliche mal tierische Züge oder beides vereint aufweisen.

Am zweiten Kunstpunkte-Wochenende, 23./24. September, kann man einen Blick in das älteste Atelierhaus der Stadt an der Sittarder Straße 5 werfen und weitere Atelierhäuser besuchen wie das Atelierhaus an der Theodor-Heuss-Brücke (Kaiserswerther Straße/Ecke Uerdinger Straße), das BBK-Kunstforum (Birkenstraße 47) oder auch die Golzheimer Siedlung an der Franz-Jürgens-Straße.

Eine weitere Besonderheit ist der Skulpturenpark von Sandro Antal (Kunstpunkt 215), der dem Atelierhaus an der Oberhausener Straße 15 vorgelagert ist. Am zweiten Wochenende, 23./24. September, ist nicht nur das Atelier des Bildhauers, der an der Kunstakademie Düsseldorf studiert hat, geöffnet, sondern er lädt explizit in seinen Skulpturenpark in Rath ein, in dem seine abstrakten Stahlplastiken einen Bezug auf das urbane Umfeld herstellen.

Zudem präsentieren sich auch wieder Gastkünstler, wie Djurdja Sivački aus Belgrad und Igor Ruf aus Zagreb, beide zu Gast an der Franz-Jürgens-Straße 12. Avraham Eilat aus dem Künstlerdorf Ein Hod/Israel zeigt seine Arbeiten im Atelierhaus Sittarder Straße 5.

Off-Räume machen mit

Auch die in Düsseldorf bestehende lebhafte Off-Szene präsentiert sich mit 17 Kunstpunkten am kommenden Freitag, 22. September. Die von Künstlern selbst organisierten Ausstellungsräume warten von 19 bis 22 Uhr mit Ausstellungseröffnungen und einem speziell für das Kunstpunkte-Publikum zusammengestellten Programm auf wie Performances, Filme oder Konzerte.

Kunstpunkte-Specials

Als besondere Kunstpunkte-Specials öffnen dieses Mal auch das Theater der Klänge seine Räumlichkeiten und lädt zur offenen Probe der Produktion "bauhaus ballette" ein, wobei auch die nach Entwürfen des Bauhauskünstlers Kurt Schmidt gefertigten Figurinen zu bestaunen sind.

Der Kulturrucksack NRW lädt in Zusammenarbeit mit Jugendfreizeiteinrichtungen wieder Kinder und Jugendliche von 10 bis 14 Jahren zu Atelierrundgängen ein. Sie können in Begleitung von Düsseldorfer Künstlern in Ateliers auf Entdeckungstour gehen.

Weitere Infos zu den Specials: www.kunstpunkte.de/specials

Oldtimer-Shuttle-Busse

Traditionell wird es auch wieder ein Shuttle-Service mit Oldtimer-Bussen und geführten Touren geben. Abfahrt des Shuttle Busses ist an der Parkbucht vor den Düsseldorfer Rheinterrassen, samstags um 14 und 17 Uhr, sonntags um 12 und um 15 Uhr. Neben den Führungen auf Deutsch wird es am Sonntag, 24. September, um 15 Uhr auch eine Tour auf Englisch geben. Jede Tour dauert drei Stunden und wird von Künstlern fachkundig begleitet, die Informationen zu ihren Künstlerkollegen geben und für Fragen zur Verfügung stehen. Tickets gibt es für 15 Euro im Vorverkauf bei Hollmann Buch & Presse in den Schadow Arkaden, Rufnummer 0211-329191 oder im Kulturamt, Rufnummer 0211-8996112 oder 0211-8924197.

Kunstpunkte-Himmel in petrolblau

Wie in jedem Jahr, geben Flyer und Plakate – dieses Mal in leuchtendem Petrol – einen Überblick über die Atelierstandorte, die sich wie ein Sternenhimmel über das Stadtgebiet ergießen. Als hilfreicher Wegweiser zu den Ateliers dient das Kunstpunkte-Faltblatt. Es leitet die Besucher an den beiden Wochenenden von Atelier zu Atelier. Eine Unterteilung nach Genres wie "M" für Malerei, "F" für Foto, "S" für Skulptur und "MK" für Medienkunst erleichtert den Kunstspaziergang durch Düsseldorf.

Auf der Website www.kunstpunkte.de kann man sich darüber hinaus durch Anklicken der Karte darüber informieren, welche Ateliers in unmittelbarer Nähe liegen und sich so seinen ganz persönlichen Kunstpunkte-Tag gestalten. Über die Suchfunktion kann man beispielsweise gezielt nach Künstlern eines bestimmten Genres suchen. Ateliers mit barrierefreiem Zugang sind zusätzlich sowohl auf dem Flyer als auch im Internet besonders gekennzeichnet.

Der Kunstpunkte-Flyer ist kostenlos erhältlich beim Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf. Außerdem liegt er in Kulturinstituten und Szenekneipen aus.

Großzügig gefördert werden die Kunstpunkte auch in diesem Jahr wieder durch die Stadtwerke Düsseldorf AG.

Bis zu 65.000 Atelierbesuche

1997 vom Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf ins Leben gerufen, erfreut sich die Aktion Kunstpunkte wachsender Beliebtheit, was durch die bis zu 65.000 Atelierbesuche an den beiden Wochenenden in den letzten Jahren belegt wird.

Die Kunstpunkte wollen auf das vielfältige künstlerische Schaffen in Düsseldorf aufmerksam machen. Dabei sticht die Dichte und die hohe Qualität der in der Landeshauptstadt wirkenden Künstler hervor. Durch die Einladung in die Ateliers soll ein breites Publikum für Kunst interessiert und Neugierde geweckt werden. Die Kunstpunkte zeigen, dass die Künstlerinnen und Künstler in der Kunststadt Düsseldorf eine feste Größe sind. Auch der kommerzielle Aspekt spielt an den Kunstpunkte-Wochenenden eine Rolle: Man hat die Chance Kunst direkt aus dem Atelier zu kaufen.