Düsseldorf – sieben Jahrhunderte Stadtentwicklung

Vom Fischerdorf zur Metropole

Aus Dusseldorp, einem kleinen Ort an der Düsselmündung, entwickelte sich nach der Stadterhebung im Jahr 1288 über mehr als sieben Jahrhunderte eine weltoffene Metropole: Düsseldorf am Rhein.

Seit 1946 Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland, präsentiert sich Düsseldorf mit attraktiver Stadtarchitektur und steht mit seiner weit bekannten Altstadt für rheinisches Lebensgefühl. Ebenso beliebt ist die Flaniermeile Königsallee - die "Kö". Der Prachtboulevard der Stadt mit seinem hochkarätigen Modeund Shoppingangebot ist ein in der ganzen Welt bekanntes Symbol für Düsseldorf.

Die Landeshauptstadt ist ein internationales Handels- und Dienstleistungszentrum: Die heute sechstgrößte Stadt in Deutschland ist für viele namhafte Branchen ein Top-Standort und für die Industriewelt ein führender Messestandort. Die verkehrsgünstige Anbindung im Zentrum der Rhein-Ruhr-Region, nicht zuletzt bedingt durch den internationalen Flughafen, sichert der Stadt ihre Bedeutung in Europa. Auch kulturell spielt Düsseldorf mit Oper, Schauspielhaus und einer vielfältigen Museumslandschaft landesweit eine führende Rolle.

Wir stellen die Entwicklung der Stadt in ihren wesentlichen Etappen vor.

Geschichte: 1288 – 1969

Ein fester Platz an Rhein und Düssel

Im Mittelalter bilden sich am Niederrhein größere Gebietsherrschaften heraus. Immer wieder kommt es zu Konfrontationen zwischen dem Kölner Erzbischof, der in dieser Region zugleich größter Territorialherr ist, und aufstrebenden weltlichen Herrschern - wie den Grafen von Berg. Am 5. Juni 1288 treffen sich zwei Heere auf der Worringer Heide zwischen Köln und Düsseldorf zu einem Waffengang. Die Schlacht gilt als eine der blutigsten des Mittelalters. Es siegen die Gegner des Erzbischofs, darunter Graf Adolf von Berg. Graf Adolf nutzt die Niederlage des Erzbischofs und erhebt eine kleine Siedlung an der Düsselmündung zur Stadt. Es ist der 14. August 1288.

1288 | Schlacht von Worringen. Monumentalgemälde von Peter Janssen, 1893.

Dieses Dusseldorp, wie die Siedlung in frühesten Quellen genannt wird, ist zunächst ein bescheidenes Fischerdorf. Rechtsrheinisch  gelegen, soll die Stadt ein Gegengewicht zu den Expansionsbestrebungen des Erzbischofs auf der linken Rheinseite sein. Der Ort wird nachfolgend durch Wassergräben und Aufschüttungen gesichert. Um 1350 umfasst ein erster Mauerring das rund vier Hektar große Stadtgebiet. An der Düsselmündung entsteht in dieser Zeit eine Burg der Grafen von Berg, die dann im 15. Jahrhundert zu einem mächtigen Schloss ausgebaut wird.

Die bergische Haupt- und Residenzstadt

1380 wird die Grafschaft Berg Herzogtum. Der erste Herzog, Wilhelm II. von Berg, lässt Düsseldorf großzügig erweitern. Er gilt daher auch als zweiter Gründer der Stadt. Die Stadt ist mit rund 1.800 Einwohnern die größte im neuen Herzogtum Berg.

Etwa seit dem Jahr 1550 verfestigt sich die Position Düsseldorfs als Haupt- und Residenzstadt der vereinigten Herzogtümer Jülich-Kleve-Berg. In dieser Zeit wird die Burg zu einer Schlossanlage im Renaissancestil ausgebaut. Auch die Stadtbefestigung wird nochmals verstärkt.

Der Rang einer Hauptstadt manifestiert sich auch in wirtschaftlicher Hinsicht: Der Rhein vor den Toren ist der wichtigste Handels- und Transportweg seiner Zeit. Güter von den Niederlanden bis zu den Alpen werden auf ihm bewegt. Als Umschlagplatz für Waren in die bergischen Besitztümer entsteht um 1570 ein erster Hafen nahe der Zitadelle.

1573 | Neubau Rathaus

1573 wird in unmittelbarer Nähe zur Schlossanlage ein neues Rathaus errichtet. Der aus der Zeit zwischen Spätgotik und Renaissance stammende Bau löst das Rathaus in der Ratinger Straße 6 ab. Rund 150 Jahre später wird das Gebäude geringfügig im Barockstil umgestaltet und zeigt seitdem im Wesentlichen die heute bekannte Ansicht.

Düsseldorfs Stadtoberhäupter sind über die Jahrhunderte hinweg einflussreiche Persönlichkeiten. Nahezu lückenlos lassen sich ihre Amtszeiten seit 1303 historisch belegen.

Barocke Herrscher mehren Düsseldorfs Glanz

Mit dem Tod des letzten Fürsten aus dem klevischen Herzogshaus im Jahr 1609 kündigt sich eine Aufteilung der bedeutenden Ländermasse am Niederrhein an. Letztlich übernehmen die Pfalzgrafen von Pfalz-Neuburg den jülich-bergischen Landesteil und bauen Düsseldorf zu einer bedeutenden Residenz in dieser Region aus.

1708 | Fürstenpaar Jan Wellem und Anna Maria Luisa de' Medici. Gemälde von Jan Frans van Douven. (c) wikipedia

Vor allem der später volkstümlich Jan Wellem genannte Herzog Johann Wilhelm von Jülich-Berg (1658 - 1716) - seit 1690 auch Kurfürst von der Pfalz - prägt die Stadt und ihren Ruf nachhaltig. Mit seiner zweiten Ehefrau Anna Maria Luisa aus dem Haus der Medici hält er in Düsseldorf glänzend Hof und fördert die Künste: Er lässt das erste Opernhaus errichten und trägt eine höchst qualitätsvolle Gemäldesammlung zusammen.

Kurfürst Carl Theodor (1724 - 1799), einer seiner Nachfolger, residiert zwar nie auf Dauer in Düsseldorf, ihm ist jedoch ein neuer Stadtteil - die sogenannte Carlstadt - zu verdanken. Mit Schloss Benrath im Süden der Stadt (erbaut 1756 - 1768) hinterlässt Carl Theodor Düsseldorf ein architektonisches Meisterwerk des späten Rokoko.

Düsseldorf wird grün und preußisch

Das Schleifen der Mauern, Bastionen und Wälle 1801 befreit die Stadt aus dem Korsett der militärischen Anlagen. Denn diese Bedingung der französischen Revolutionstruppen für ihren Abzug nach dem Frieden von Lunéville war für Düsseldorfs weitere Stadtentwicklung ein Glücksfall.

Ab 1802 verwandeln der Baumeister Caspar Anton Huschberger und der Gartenarchitekt Maximilian Friedrich Weyhe den ehemals östlichen Verteidigungsbereich der Stadt in die heutige Königsallee. Weyhe nimmt sich ein wenig später jenes Areal vor, das heute als Hofgarten die grüne Lunge der Stadt ist.

1811 | Einzug Napoleons. Aquarell von Johann Petersen.

Gemeinsam mit der prominenten Flaniermeile sowie den Parkanlagen mit Kaiserteich und Schwanenspiegel entsteht ein Grüngürtel um die Altstadt, um den Düsseldorf von vielen anderen Großstädten zu Recht beneidet wird.

Unter Napoleon I. entsteht das Großherzogtum Berg mit Düsseldorf als Hauptstadt. Anlässlich seines mehrtägigen Stadtbesuchs im November 1811 wird dem in Schloss Jägerhof residierenden Kaiser ein hölzerner Ehrenbogen errichtet.

Nach der Napoleonzeit fällt das Rheinland - und damit Düsseldorf - als Folge des Wiener Kongresses 1815 an Preußen. Aber recht warm wird man mit dem neuen Landesherrn im fernen Berlin nicht. Dies zeigt sich auch 1848, als der preußische König Friedrich Wilhelm IV. inmitten der Revolutionswirren nach Düsseldorf reist. Auf der Kastanienallee wird er - so der Volksmund - mit Pferdeäpfeln beworfen, weshalb er die Stadt nie mehr besucht. Als Zeichen der Entschuldigung für die gezeigte Respektlosigkeit benennt der Magistrat diese besonders schöne Straße in Königsallee um.

Expansion für Industrie, Handel und Verkehr

Seiner Befestigungsanlagen entledigt, kann sich Düsseldorf ausdehnen. Ein großer Standortvorteil - gerade gegenüber der Festungsstadt Köln. Denn so finden aufstrebende Wirtschafts- und Handelsunternehmen während der Industrialisierung ab etwa 1850 vor den ehemaligen Stadttoren Düsseldorfs ausreichend Flächen zur Expansion. Auf ihnen werden ausgedehnte Werksanlagen errichtet, ein erster Eisenbahnanschluss gelegt und - entlang des Rheinstroms - neue Hafenanlagen gebaut.

um 1880 | Königsallee mit Blick auf den Bergisch-Märkischen Bahnhof von 1838 am heutigen Graf-Adolf-Platz.

Zwischen 1880 und 1920 wächst die Stadt besonders rasant und damit einhergehend der Ausbau der Infrastruktur: Der erste Hauptbahnhof wird am heutigen Standort ab 1885 angelegt und endlich 1898 auch eine feste Brückenverbindung zum Oberkasseler Rheinufer geschlagen.

Außerdem wählen große, im benachbarten Ruhrgebiet produzierende Unternehmen die Stadt zu ihrer Konzernzentrale und verhelfen Düsseldorf zum Beinamen "Schreibtisch des Ruhrgebiets". Ihre zunehmende Bedeutung schlägt sich auch im Sitz der Bezirksregierung sowie des Provinziallandtags der Rheinlande nieder. Düsseldorf wird damit zu einem Verwaltungszentrum. Diese traditionelle administrative Funktion wird der Stadt nach 1945 schließlich zum Vorteil gereichen.

Düsseldorf wächst und dehnt sich aus

Zwischen 1880 und 1900 verdoppelt sich die Einwohnerzahl Düsseldorfs auf 200.000 Menschen - auch durch Zuwanderung aus dem In- und Ausland. Zahlreiche benachbarte Orte und kleinere Städte - darunter Benrath, Gerresheim und Kaiserswerth sowie das linksrheinische Heerdt mit Oberkassel - waren faktisch zu Vororten Düsseldorfs geworden. Eine Eingemeindung drängte sich somit förmlich auf. 1908/09 und nochmals 1929 dehnt sich die Stadt ins Umland aus; ihre Fläche verdreifacht sich. Rund 100.000 Neudüsseldorfer kommen so hinzu, 1929 zählt man insgesamt 477.000 Einwohner. 1975 wird dann noch eine dritte Eingemeindung folgen.

um 1905 | Rheinpromenade. Im Hintergrund die erste feste Rheinbrücke von 1898.

Städteplanerisch bereitet man sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts sogar darauf vor, Millionenstadt zu werden. Dazu kommt es nicht, aber nichtsdestotrotz präsentiert sich großstädtisches Leben: Oper, Schauspiel, Varieté, Privattheater, Museen, Kunstgalerien und weitere kulturelle Angebote machen die Stadt zu einem pulsierenden, lohnenswerten Ausflugs- und Vergnügungsziel.

Hand in Hand mit dem wirtschaftlichen Aufstieg erblüht die Stadt auch im künstlerischen und architektonischen Bereich. Beispiele sind das Kaufhaus Tietz (heute "Kaufhof") von Joseph Maria Olbrich (1907-09), eine Ikone der Jugendstilarchitektur, Peter Behrens' Mannesmann-Haus (1911-12), eine Dominante der Rheinfront, und das Wilhelm-Marx-Haus (1922-24), eines der ersten Hochhäuser im Deutschen Reich.

Mit der Künstlervereinigung "Das Junge Rheinland" bricht sich nach 1919 der Expressionismus auch im Rheinland weiter Bahn. Zudem kann sich Düsseldorf vor und nach dem Ersten Weltkrieg als eine der wichtigsten Messestädte im Westen des Landes etablieren.

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

Während des Nationalsozialismus ist auch Düsseldorf eine Stadt der Ausgrenzung und Verfolgung. Die Gestapostelle Düsseldorfs ist nach Berlin die zweitgrößte im damaligen Reich. Jüdische Mitbürger werden entrechtet, ins Exil getrieben, deportiert und ermordet. Von der vor 1933 etwa 5.500 Menschen zählenden jüdischen Gemeinde leben 1945 nur noch knapp 60 in Düsseldorf. Die Verfolgung weiterer Bevölkerungsgruppen aus rassistischen, religiösen, politischen und anderen Gründen fordert ebenfalls zahlreiche Opfer.

1945 | Kriegsende. Einmarsch der US-Amerikaner über die Flurstraße im Stadtteil Flingern.

Am 17. April 1945 geht der Krieg in Düsseldorf zu Ende, weil es einer kleinen Gruppe Widerständlern gelingt, den amerikanischen Truppen die Stadt kampflos zu übergeben. Ihre Bestrebungen werden am Vorabend verraten und einige Mitglieder dieser sogenannten "Aktion Rheinland" daraufhin wegen Hochverrats ermordet. Ihr Verdienst ist es, die bevorstehende Bombardierung und damit breite Zerstörung der Stadt erfolgreich abgewendet zu haben.

Die Stadt ist bei Kriegsende ein Trümmerfeld. Zehn Millionen Kubikmeter Schutt liegen in der Stadt, viele Gebäude sind restlos zerstört. Evakuierte Düsseldorfer kehren zurück und viele Flüchtlinge drängen zusätzlich in die Stadt. Die Not ist groß, dennoch beginnt der Wiederaufbau.

Neubeginn und Wandel: Zur Landeshaupstadt berufen

Aufgrund der in Jahrhunderten gewachsenen Verwaltungsfunktion und der vorhandenen Gebäude bietet sich Düsseldorf - obwohl stark zerstört - für die britische Schutzmacht als politischer Verwaltungssitz an.

Am 21. Juni 1945 wird Düsseldorf Teil der britischen Besatzungszone. Ein Jahr später entsteht aus dem nördlichen Teil der Rheinprovinz und der Provinz Westfalen das neue Bundesland Nordrhein-Westfalen. Der ehemalige Freistaat Lippe kommt später hinzu.

1946 | Der erste Landtag. Am 2. Oktober 1946 konstituiert sich erstmals der neue Landtag im Opernhaus - noch unter der Flagge der Schutzmacht.

Die Operation Marriage mit dem Satz "Its capital will be Dusseldorf" wird am 1. August 1946 auf den Weg gebracht und am 23. August 1946 mit einer Verordnung förmlich vollzogen. Düsseldorf wird in den kommenden Jahrzehnten das Herz des "Rheinischen Kapitalismus" der jungen Bundesrepublik Deutschland. Städtebaulich wird im Rahmen eines Neuordnungsplanes zunächst die Verkehrsplanung in den Blick genommen, zahlreiche Straßen erfahren eine Verbreiterung, andere werden völlig neu erschaffen, allen voran die Berliner Allee.

Schon bald entstehen innovative Bauten wie zum Beispiel das "Dreischeibenhaus" (1957-60) und das Schauspielhaus (1965-69) gegenüber. Später folgen der Landtag unmittelbar am Rheinufer und das "Stadttor" mit Sitz der Staatskanzlei. Auch Unternehmen und Verbände, Politik, Verwaltung und Kultur wollen mit repräsentativen Gebäuden in der Landeshauptstadt vertreten sein.

1875-79 | Kunstakademie. Bis heute Talentschmiede für den künstlerischen Nachwuchs.
1875-79 | Kunstakademie. Bis heute Talentschmiede für den künstlerischen Nachwuchs.

Kulturstadt Düsseldorf - Zwischen Tradition und Avantgarde

Düsseldorf ist eine Stadt der kurzen Wege. Das gilt ganz besonders für die Kunst. Rund um die Altstadt, umgeben von barocken Kirchen, trendigen Boutiquen, Galerien von internationalem Rang und urigen Lokalen, entfaltet sich ein Kosmos der Kunst, der kaum einen Wunsch offenlässt. Fast alle diese kreativen Adressen lassen sich bei einem kurzen Spaziergang erobern - ein Paradies für Bürger und Touristen, wie es in kaum einer anderen Stadt zu finden ist. Seit Kurfürst "Jan Wellem" im 17. Jahrhundert den Ruf Düsseldorfs als Kunststadt begründete, hat sich die Stadt an der Düssel immer wieder zu ihrer kulturellen Tradition bekannt.

Am stärksten zum Ausdruck kommt dies an der  sogenannten Kunstachse: Dort - vom Ehrenhof über die Altstadt bis zum Ständehauspark - reihen sich Musentempel wie Perlen an der Schnur: das Museum Kunstpalast, das den Bogen von Jan Wellems Gemäldegalerie bis hin zur Moderne schlägt, die Tonhalle im ehemaligen Planetarium, in der die Musik ihren schönsten Schauplatz gefunden hat, das Opernhaus der Deutschen Oper am Rhein, die Kunstakademie, in der Künstler wie Klee, Beuys, Richter, Becher und Gursky gewirkt haben und die immer noch eine der bedeutendsten Talentschmieden der Künstler von morgen ist.

Der "Kö-Bogen". An historischer Stelle, nahe dem Gewässer Landskrone, entsteht ab 2009 die neue urbane Mitte Düsseldorfs.
Der "Kö-Bogen". An historischer Stelle, nahe dem Gewässer Landskrone, entsteht ab 2009 die neue urbane Mitte Düsseldorfs.

Düsseldorf erfindet sich regelmäßig neu

Stadtentwicklung ist ein dynamischer Prozess. Auf den schnellen Wiederaufbau in den Nachkriegsjahren folgten Etappen des Stadtumbaus, die sich wesentlich an den großen Infrastrukturvorhaben, wie dem Bau der U-Bahn in den 1980er-Jahren und zuletzt der Wehrhahn-Linie, orientierten. Dies kennzeichnet in besonderer Weise die jüngere Baugeschichte der Stadt.

Mit der Errichtung des neuen Landtags auf dem zugeschütteten Becken des Berger Hafens beginnt ab Mitte der 1980er-Jahre die Umgestaltung eines Großteils des Hafens. Insbesondere entlang des alten Handelshafens schaffen namhafte Architekten mit neuen und umgebauten Gebäuden ein neues Dienstleistungszentrum: den MedienHafen.

Messe Düsseldorf. 1971 entsteht im Norden der Stadt ein neues Messegelände. Es erweitert sich bis heute auf 305.000 Quadratkilometer.
Messe Düsseldorf. 1971 entsteht im Norden der Stadt ein neues Messegelände. Es erweitert sich bis heute auf 305.000 Quadratkilometer.

Ein überzeugender Standort, wirtschaftlich erfolgreich

Spätestens ab den Wirtschaftswunderjahren entwickelt sich Düsseldorf kontinuierlich zu einem wichtigen Wirtschaftsstandort in Europa  Besonderen Anteil daran haben die zentrale Lage in der Rhein-Ruhr-Region, der Flughafen Düsseldorf - drittgrößter Airport in Deutschland - und die Messe Düsseldorf.

Eine erste Gewerbeausstellung findet in Düsseldorf 1811 statt. 1926 zieht die GeSoLei (Große Ausstellung Düsseldorf für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen) 7,5 Millionen Besucher an. 1949 veranstaltet die IGEDO (Interessengemeinschaft Damenoberbekleidung) die erste Düsseldorfer Verkaufswoche und legt damit den Grundstein für die internationale Modemesse CPD Collection Première Düsseldorf. Heute finden in Düsseldorf rund 50 Fachmessen im Jahr statt, darunter 24 Weltleitmessen.

Japan-Tag. Ein besonderes Zeichen der Freundschaft zwischen Düsseldorf und Japan: der jährliche Japan-Tag mit seinen rund 750.000 Besuchern.
Japan-Tag. Ein besonderes Zeichen der Freundschaft zwischen Düsseldorf und Japan: der jährliche Japan-Tag mit seinen rund 750.000 Besuchern.

Weltoffenes Düsseldorf, sympathisch international

Rund 40 konsularische Vertretungen und über 30 ausländische Handelskammern und Außenhandelsorganisationen erleichtern in Düsseldorf Wirtschaftskontakte und fördern das Geschäftsklima. Einen besonderen Stellenwert unter den Ländern hat Japan, für das seit vielen Jahren der Wirtschaftsraum Düsseldorf mit 480 Firmen in Europa der wichtigste Standort ist. Die Zahl chinesischer Unternehmen entwickelt sich rasant, 340 sind zurzeit in Düsseldorf ansässig.

Zusätzlich ziehen das breite Studienangebot und ein attraktiver Arbeitsmarkt viele Menschen aus aller Welt an. Die Internationalität Düsseldorfs lebt auch in seinen Städtepartnerschaften: In Zusammenarbeit mit sieben internationalen Städtepartnern, aber auch mit zahlreichen Städtefreunden fördert die Landeshauptstadt Düsseldorf Projekte in allen Gesellschaftsbereichen.

Darüber hinaus wirkt Düsseldorf aktiv in einer Vielzahl von europäischen und multinationalen Netzwerken mit. Dieses Engagement sorgt für einen lebendigen und vielfältigen internationalen Austausch, fördert die Sichtbarkeit europäischer und internationaler Themen in Düsseldorf und positioniert die Landeshauptstadt als multikulturelle, weltoffene Metropole im Herzen Europas.