Die Königsallee entdecken

Sie ist eines der Aushängeschilder Düsseldorfs und die Shoppingmeile der Stadt: Die Königsallee. Liebevoll "Kö" genannt, beherbergt die Straße zahlreiche luxuriöse und namhafte Marken. Aber die Königsallee ist nicht nur ein Einkaufsparadies. Sie ist allein aufgrund ihrer architektonischen Besonderheiten eine Sehenswürdigkeit. Die restaurierten Häuser, die Brunnen, Brücken oder die verzierten Geländer verleihen der Meile ihr charakteristisches Aussehen. Speziell nur für die Kö wurden unterschiedliche Elemente entwickelt: Laternen, Poller, Uhren, Telefonzellen und Kioske sind im wahrsten Sinne des Wortes maßgeschneidert. Seit 1994 steht die Königsallee unter Denkmalschutz.

Einkaufen auf der Königsallee
Einkaufsbummel auf der Königsallee

Perfekt für eine Einkaufstour

Die Königsallee ist nicht nur bei den Düsseldorfern und Besuchern besonders beliebt, sondern auch bei den Händlern. Und so reiht sich auf dem Boulevard ein namhaftes Unternehmen an das andere. Ob Mode, Schmuck, Wohnartikel oder Kulinarisches - die Allee hat einiges zu bieten. Direkt an der Königsallee finden sich auch zwei große Einkaufszentren. Nicht zuletzt dient die Prachtmeile vielen Modefans aber auch als eine Art Laufsteg: Sehen und gesehen werden, heißt es dort. Und mit ein wenig Glück kann auf der international bekannten Königsallee auch der ein oder andere Promi beim Einkaufen entdeckt werden.

Kö-Graben
Kö-Graben

Das grüne Herz der Kö

Knapp einen Kilometer lang erstreckt sich die Königsallee von Nord nach Süd, vom Hofgarten bis zur Friedrichstadt. Geprägt wird der Boulevard durch den 580 Meter langen Stadtgraben, in dem echtes Düssel-Wasser fließt. Grüne Böschungen säumen das Wasser, wo inmitten der Stadt Schwäne und Enten beschaulich ihre Runden ziehen. Charakteristisch für die Königsallee sind die Kastanien. Knapp 120 dieser Bäume stehen entlang der Straße. Dazu kommen noch zahlreiche Platanen, die das Bild der Allee mit bestimmen und zu einem ruhigen Spaziergang einladen. Verbunden werden die Ost- und Westseite der Kö durch mehrere Brücken, so dass Besucher ohne Probleme alle Ecken der Allee erkunden können.

Kö-Bogen
Kö-Bogen

Der Kö-Bogen

Seit 2013 ist die Königsallee um ein Schmuckstück reicher: den Kö-Bogen. Die Neugestaltung des Jan-Wellem-Platzes und seiner Umgebung wurde nach Plänen des New Yorker Architekten Daniel Libeskind realisiert. Kennzeichen für den Kö-Bogen-Bau ist die geschwungene Fassade aus Glas und weißem Naturstein - ein architektonischer Hingucker und mittlerweile auch ein beliebter Treffpunkt. Besonders die Verbindung zum Hofgarten zieht Passanten an. Nach einer Einkaufstour kann man sich so dort entspannen und die Seele baumeln lassen - mit Blick auf die Natur, aber mitten in der Düsseldorfer City.

Historische Ansicht um 1880
Historische Ansicht um 1880

Von der Kastanien- zur Königsallee

Ab 1840 begann für die damals "Kastanienallee" genannte Kö der Aufschwung. Wohlhabende Bürger bauten dort ihre Häuser, die Straße mit dem charakteristischen Wassergraben rückte mehr und mehr in den Mittelpunkt des Stadtgeschehens. Ihren heutigen Namen erhielt die Allee 1851, als Geste gegenüber dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV. Dem soll einige Jahre zuvor auf dieser Straße Unerhörtes widerfahren sein: Traf doch dort ein geworfener Pferdeapfel den Mantel "Seiner Majestät". Die Düsseldorfer Stadtväter, so die Anekdote, grübelten lang, wie sie solche Schmach wiedergutmachen sollten. Schließlich wurde die bisherige "Kastanienallee" zur Ehrenrettung der Stadt in "Königsallee" umbenannt.