Stadtplanausschnitt mit den Stationen der HeineTour
Stadtplanausschnitt mit den Stationen der HeineTour

HeineTour – Heinrich Heine in Düsseldorf

Heinrich Heine starb in Paris, seine Anfänge lagen in Düsseldorf. In der Stadt am Rhein verlebte er seine ersten Jahre - unter französischem Einfluss, was für den frankophilen Dichter sicherlich nicht ohne Bedeutung war. 1815, als die Preußen Düsseldorf übernahmen, befand sich Heine bereits in Frankfurt. Wir besuchen Schauplätze seiner Jugend.

Dauer: Zwei Stunden, zu Fuß.

Wir starten dort, wo auch für Heinrich Heine alles begann: an seinem (1) Geburtshaus. Heine wurde am 13. Dezember 1797 im Hintergebäude des Hauses Bolkerstraße 53, im Herzen der heutigen Altstadt, geboren. Heute ist das Heine-Haus mit einer Buchhandlung, Café und Dichterlesungen Treffpunkt für Literaturinteressierte.

Heine selbst ging zum Lesen lieber ins Haus seines Onkels Simon van Geldern in der (2) Mertensgasse, wo er auf dem Dachboden unbehelligt träumen und schmökern konnte.

Gut sichtbar dürfte der kleine Harry Heine dagegen gewesen sein, als er das (3) Jan-Wellem-Denkmal auf dem Marktplatz erklomm, um sich freie Sicht auf die Düsseldorfer Ratsherren zu verschaffen. Die hatten nach dem Einzug der Franzosen 1806 auf einmal "neue Gesichter angezogen".

Beobachtungsgabe und kritischer Geist scheinen ihm in der Schule nicht viel genutzt zu haben. Gerade mal mäßige Leistungen erbrachte der Oberschüler von 1807-1814 im (4) Franziskanerkloster an der Citadellstraße/Ecke Schulstraße. Die Schriftstellerlaufbahn betrat Heine viel später, als er bereits nicht mehr in Düsseldorf wohnte. Dennoch befindet sich in seiner Geburtsstadt das einzige Museum, das sich Leben und Werk des berühmten Dichters widmet.

Das (5) Heine-Museum bringt in Dauer- und Sonderausstellungen näher, was Heinrich Heine und seine Zeitgenossen bewegt haben mag. Träger des Museums ist das Institut, das als Zentrum der internationalen Heine-Forschung gilt.

Wenige Straßen entfernt am Schwanenmarkt steht seit 1981 das (6) Heine-Monument. Bert Gerresheims "Fragemal" wurde zum 125. Todestag des Dichters errichtet.