SchlösserTour: Von Rittern und Herrschaften

An zwei Tagen begleiten wir Sie in und um Düsseldorf durch die Burgen- und Schlösserwelt: von mit Efeu überwachsenen Ruinen in die Gärten der Barockbauten.

Dauer: Zwei Tage, mit dem Auto.

Stadtplanausschnitt mit den Stationen der SchlösserTour
Stadtplanausschnitt mit den Stationen der SchlösserTour

Erster Tag

Wir beginnen den Tag im Düsseldorfer Stadtzentrum. Hier, am östlichen Rand des Hofgartens, steht (1) Schloss Jägerhof und blickt auf seine relativ kurze, doch wechselvolle Geschichte zurück: Das Gebäude wurde 1772 fertig gestellt, doch bereits ein knappes Vierteljahrhundert danach von den französischen Revolutionstruppen geplündert. 1811 für einen viertägigen Napoleonbesuch wieder zum Leben erweckt, residierten hier im 19. Jahrhundert die Preußen. 1943 brannte das Schloss bei einem Bombenangriff aus. Nach Kriegsende baute man Schloss Jägerhof wieder auf. Heute beherbergt es das Goethe-Museum, eine umfassende Sammlung zu Leben und Werk des Dichters.

Weiter geht es rheinabwärts, zur (2) Barbarossa-Pfalz in Kaiserswerth. An der Ruine der mittelalterlichen Kaiserpfalz kommen geschichtlich interessierte Besucher nicht vorbei - ebenso wenig wie die Rheinschiffer des 12. Jahrhunderts. 1180 erweiterte nämlich Kaiser Friedrich I. "Barbarossa" die Burg, um den Flussverkehr kontrollieren und Zölle erheben zu können. Eine besonders stilechte Anfahrt führt daher über den Rhein: Die Weiße Flotte Düsseldorf (www.weisseflotteduesseldorf.de) bietet im Sommerhalbjahr Touren zwischen Kaiserswerth und der Düsseldorfer Altstadt. Auch wenn die Kaiserpfalz sicherlich am meisten beeindruckt, sollten Sie das malerische Städtchen Kaiserswerth nicht verpassen. Hier stehen noch Häuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert. In der Basilika in Burgnähe liegen in einem vergoldeten Schrein die Gebeine des Heiligen Suitbertus.

Das rund 30 Kilometer westlich von Düsseldorf gelegene (3) Schloss Dyck gehört mit mehreren Vorburgen und seinem englischen Landschaftsgarten zu den wichtigen Kulturdenkmälern im Rheinland. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts ist das Schloss fast unverändert geblieben; Neuerungen wie beispielsweise der Klettergarten machen das Schloss auch für jüngere Besucher attraktiv.

 

Zweiter Tag

Unser zweiter Tag startet in der Nähe von Dormagen, in der (4) Zollfeste Zons, die mit dem Charme eines mittelalterlichen Städtchens viele Ausflügler anzieht.

Das nächste Ziel liegt wieder rechtsrheinisch. Wir nehmen die Fähre, setzen über den Fluss und fahren nach (5) Schloss Benrath. Das bekannteste der Düsseldorfer Schlösser wurde im 18. Jahrhundert als Lustschloss für den Kurfürsten Carl Theodor von der Pfalz erbaut. Heute beherbergt es unter anderem das Museum für Europäische Gartenkunst. Ein Paradebeispiel für Gartenarchitektur befindet sich direkt vor Ort: Falls das Wetter es erlaubt, sollten Sie unbedingt im weitläufigen Park spazieren gehen.

Wie einst die Ritter feiert man - mit etwas Glück - auf (6) Schloss Burg bei Solingen. Für ein richtiges Mittelaltererlebnis sollten Sie allerdings den richtigen Tag abpassen: Im Sommerhalbjahr finden regelmäßig Basare und Ritterspiele statt.

 

Alternativen: Schlossparks, schöne Gärten und Kammermusik

Viele Düsseldorfer Schlösser gewinnen vor allem durch ihre Umgebung: Ihre Parks sind wie gemacht für Spaziergänger, Gartenliebhaber und Leute, die ein idyllisches Fleckchen Grün suchen.

In den Sommermonaten bieten die waldähnlichen Anlagen von (7) Schloss Eller oder (8) Schloss Heltorf in Angermund Abkühlung. Schloss Heltorf gehört mit seinem Rhododendron-Garten zu den schönsten Waldparks am Niederrhein.

Zum Sonnenbaden am Rheinufer fährt man nach (9) Schloss Mickeln in Himmelgeist. Und wer Kammermusik mag, besucht ein Konzert in (10) Schloss Garath.