Düsseldorfer Netzwerk "Bildung für nachhaltige Entwicklung" in Berlin ausgezeichnet

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Klaus Kurtz (3.v.l.), Koordinator des Düsseldorfer Netzwerks Bildung für nachhaltige Entwicklung im Umweltamt Düsseldorf, nahm den Preis aus den Händen von Kornelia Haugg (l.), Prof. Dr. Gerhard de Haan und Prof. Dr. Verena Metze-Mangold (r.) entgegen. © Landeshauptstadt Düsseldorf

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Deutsche UNESCO-Kommission ehrten das Schulnetzwerk

Das Düsseldorfer Schulnetzwerk "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE) ist am Montagabend, 27. November, in Berlin ausgezeichnet worden. Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung, und die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, Prof. Dr. Verena Metze-Mangold, nahmen die Ehrung vor, die von Netzwerk-Koordinator Klaus Kurtz aus dem Umweltamt der Landeshauptstadt entgegengenommen wurde. Mit dabei war auch Prof. Dr. Gerhard de Haan, Wissenschaftlicher Berater der Nationalen Plattform BNE.

Auch Umweltdezernentin Helga Stulgies freut sich über den Erfolg, der nicht die erste Auszeichnung für das Netzwerk ist: "Das seit 18 Jahren im Düsseldorfer Umweltamt angesiedelte Netzwerk hat – auch über die Grenzen der Landeshauptstadt hinaus - konzeptuell und praktisch schon sehr viel für die Verbreitung des Nachhaltigkeitsgedankens an den Schulen getan. Der regelmäßige elektronische Rundbrief und ein reger Austausch im Arbeitskreis beispielsweise spricht Lehrerinnen und Lehrer aller Schulstufen und interessierte Eltern an."

Im Netzwerk wird an gemeinsamen Projekten gearbeitet: Realisiert wurde zum Beispiel eine Medienbox Afrika (Kinder- und Jugendbücher afrikanischer Autorinnen und Autoren samt einer Lehrerhandreichung für die unterrichtliche Begleitung, ausleihbar für Schulen über die Stadtbücherei), organisiert wurde eine BNE-Tagung im September 2016 in Düsseldorf mit über 200 Teilnehmenden oder eine Studie fertiggestellt, in der Nachhaltigkeit in Lehrbüchern der Volkswirtschaftslehre in Berufskollegs untersucht wurde. Gegenseitige Unterstützung unter den Schulen wird organisiert (zum Beispiel bei der Gründung von Schülerfirmen oder der Organisation von Abfalltrennung und Energieeinsparung) und mit außerschulischen Partnern kooperiert. Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer werden durchgeführt, jedes Jahr ein Bildungsprogramm für Schülerinnen und Schüler aller Düsseldorfer Schulen angeboten - hier werden bis zu 10.000 Schüler pro Jahr erreicht - und Öffentlichkeitsarbeit geleistet.

Unterstützer sind, neben der Landeshauptstadt Düsseldorf, Unternehmen aus Düsseldorf sowie weitere außerschulische Partner wie die Verbraucherzentrale NRW oder das Eine Welt Forum Düsseldorf. Das Netzwerk wurde vom Fachforum IV – Ressourcenschonung als Agendaprojekt ins Leben gerufen. Ausführliche Informationen dazu hält die Internetseite www.duesseldorf.de/agenda21/netzwerkbildung bereit.

Rahmen für die Ehrung des Düsseldorfer Netzwerks und anderer Initiativen war ein Kongress zur Bildung für nachhaltige Entwicklung. Akteure aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft trafen sich in Berlin, um gemeinsam die Umsetzung des am 20. Juni verabschiedeten Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung voranzutreiben.

Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen sagte anlässlich der Verleihung der Auszeichnungen: "Wir brauchen Vorbilder, um den Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft zu schaffen. Die Preisträger zeigen, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung in unserem Alltag gelebt werden kann."

Prof. Dr. Verena Metze-Mangold, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, betonte: "Nachhaltigkeit kann man lernen. Am besten gelingt dies an Orten, an denen wir nachhaltige Entwicklung praktisch erfahren können."

Auf der Seite www.bne-portal.de stellen sich alle Ausgezeichneten vor.