Vorbildlich saniertes Einfamilienhaus erhält Energieeffizienz-Plakette

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Umweltdezernentin Helga Stulgies (Mitte) überreicht den Hauseigentümern Jennifer Breising und Rafael Wybranietz die Plakette "Energieeffizientes Haus" © Landeshauptstadt Düsseldorf/Wilfried Meyer

In der Sanierung des Einfamilienhauses in Eller steckt viel Eigenarbeit © Landeshauptstadt Düsseldorf/Wilfried Meyer

Auszeichnung im Rahmen des Düsseldorfer Förderprogramms "Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten"

Ein umfassend saniertes Gebäude im Stadtteil Eller hat Umweltdezernentin Helga Stulgies am Freitag, 21. September, mit der Plakette "Energieeffizientes Haus" ausgezeichnet. "Die Plakette würdigt das besondere Engagement der Eigentümer für den Klimaschutz. Die Sanierung des Hauses ist vorbildlich. Mit der Auszeichnung möchte die Landeshauptstadt auch andere Hauseigentümer zur Nachahmung motivieren", betonte Umweltdezernentin Helga Stulgies.

Die Eigentümer Jennifer Breising und Rafael Wybranietz haben ihr Einfamilienhaus im Kuseler Weg 17 zu einem besonders energiesparenden Haus gemacht. Als sogenanntes "KfW-Effizienzhaus 55" zeichnet es sich durch eine hochwirksame Wärmedämmung der Gebäudehülle und eine effiziente Heiztechnik auf Basis erneuerbarer Energien aus.

Die Sanierung wurde durch Fördermittel aus dem städtischen Programm "Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten" in Höhe von etwa 9.100 Euro unterstützt. "Der Verbrauch von Energie und der Ausstoß von Kohlendioxid des Hauses konnte im Vergleich zum Zustand vor der Sanierung um mehr als 80 Prozent verringert werden", erläuterte Umweltamtsleiter Thomas Loosen. "Zudem steigt der Wert des Hauses, thermische Behaglichkeit und Raumluftqualität verbessern sich."

Das jetzt ausgezeichnete Wohnhaus hebt sich im Einzelnen etwa durch eine optimale Wärmedämmung der Gebäudehülle hervor. Der Wärmebedarf wird ausschließlich mit erneuerbaren Energien gedeckt, und zwar durch eine Wärmepumpe mit zwei 70 Meter tiefen Erdsonden und eine solarthermische Anlage auf dem Dach zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung. Heizöl als fossiler Energieträger hat ausgedient, auf einen Schornstein kann verzichtet werden. Im Zusammenhang mit der Wärmepumpe haben sich die Eigentümer für eine Umstellung auf Fußbodenheizung entschieden. Die benötigt nur eine geringe Vorlauftemperatur, so dass die Wärmepumpe besonders effizient arbeiten kann.

Weitere vorbildliche Merkmale des Hauses im Kuseler Weg sind die Fenster mit Dreifach-Wärmeschutzverglasung sowie die zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Künftig möchten die Eigentümer in eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher investieren. Auch die Anschaffung eines Elektroautos ist geplant. Der Strom für das Auto würde dann von der eigenen Photovoltaikanlage erzeugt.

Hintergrund "Klimaneutrales Düsseldorf"
Bis zum Jahr 2050 möchte die Landeshauptstadt Düsseldorf klimaneutral sein. Das in diesem Zusammenhang eingerichtete Förderprogramm "Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten" trägt zum Erreichen des Klimaschutzziels bei und ist für viele Eigentümer interessant, da es Förderprogramme von Land und Bund sinnvoll ergänzt.

"Um den Bedarf einer energetischen Sanierung und die Fördermöglichkeiten genauer einschätzen zu können, sollten Interessenten frühzeitig mit der Serviceagentur Altbausanierung 'SAGA' sprechen", empfiehlt die Umweltdezernentin. Neben telefonischer Beratung durch Experten bietet die SAGA vielfältige Informationsmaterialien an, die auf Wunsch zugeschickt werden. Um Fragen tiefergehend beantworten zu können, stellt die SAGA Kontakte zu Netzwerkpartnern her. Ein informativer Internetauftritt vervollständigt das SAGA-Angebot.  

Die SAGA ist unter der Rufnummer 0211-8921078 zu erreichen. Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.duesseldorf.de/saga.

Richtlinie und Antragsformulare für das Förderprogramm "Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten in Düsseldorf" sind unter www.duesseldorf.de/klimafreundlichwohnen abrufbar. Alternativ können die Unterlagen im Umweltamt telefonisch unter 0211-8925955 oder per E-Mail an klimafreundlich-wohnen@duesseldorf.de angefordert werden.

Bewährte Förderungen sind etwa die Wärmedämmung der Außenhülle, die Installation von energiesparenden Lüftungsanlagen, Solaranlagen mit Batteriespeicher, Wallboxen für Elektroautos, die Optimierung der bestehenden Heizungsanlage oder der Anschluss an die Fernwärme.