Stärkung des Baumbestands
Ein zentraler Baustein der städtischen Maßnahmen ist die Stärkung des Baumbestands. Bis Ende 2025 hat die Stadt rund 1,6 Millionen Euro in Baumpflanzungen investiert. Insgesamt konnten seitdem 1.612 neue Bäume gepflanzt sowie etwa vier Hektar neue Waldflächen geschaffen werden. Zudem hat die Stadt bis zum Frühjahr 2025 rund 35.800 Waldbäume gepflanzt, um den Stadtwald langfristig klimaresilient und artenreich weiterzuentwickeln. Außerdem wurden 19.000 Bäume in den Parkwäldern gepflanzt. Auch Düsseldorferinnen und Düsseldorfer werden aktiv eingebunden: Über die Aktion "Dein Baum" wurden seit 2021 bereits rund 850 zusätzliche Bäume in private Gärten gebracht – die Aktion wird auch in diesem Oktober fortgesetzt.
Neue Freiräume und Grünverbindungen
Seit fast 50 Jahren bilden Grünordnungsrahmenpläne die Grundlage für die Sicherung und Entwicklung von Freiflächen. Aktuell stehen hierbei zwei größere Projekte im Fokus: Im Stadtbezirk 6 entwickelt die Stadt eine neue Freiraumverbindung zwischen dem Aaper Wald und dem Park an der St.-Franziskus-Straße mit einem Investitionsvolumen von rund 5,5 Millionen Euro. Die vorbereitenden Arbeiten haben bereits begonnen. Auch hier konnten erfolgreich Fördermittel akquiriert werden. Im Stadtbezirk 8 plant die Stadt zudem einen neuen Stadtteilpark für Eller Mitte.
Entsiegelung und nachhaltiger Umgang mit Regenwasser
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Entsiegelung von Flächen und dem nachhaltigen Umgang mit Regenwasser. Ziel ist es, Niederschläge vor Ort zu speichern und versickern zu lassen, statt sie in die Kanalisation abzuleiten. Mehrere Projekte zeigen bereits konkrete Ergebnisse: An der Albertstraße entstand bereits vor zwei Jahren ein kleiner Park auf einer ehemaligen Pkw-Stellplatzfläche, während an der Dormagener Straße derzeit ein Quartiersplatz umgeplant wird, bei dem das anfallende Regenwasser vor Ort versickern soll. Auch an der Remscheider Straße gehen Entsiegelung und Begrünung Hand in Hand: Hier wird Regenwasser vom Gehweg gesammelt und gezielt in vergrößerte Baumscheiben geleitet. Ähnliche Konzepte setzt die Stadt an der Rosmarinstraße sowie in Hellerhof um. Dort beginnen die Bauarbeiten am Quartiersplatz an der Ingeborg-Bachmann-Straße im Herbst dieses Jahres.
Auch auf privaten Flächen setzt die Stadt Anreize: Mit der Kampagne "Grau raus, Grün rein" unterstützt sie seit vergangenem Jahr Bürgerinnen und Bürger dabei, Flächen eigenständig zu entsiegeln und zu begrünen. Die Kampagne führt sie in diesem Jahr im Wettbewerb mit den Städten Köln und Bonn fort. Für Bürgerinnen und Bürger wurden außerdem Videoclips bereitgestellt, um die nachhaltige Niederschlagsversickerung und deren Antragsstellung auf privaten Flächen leicht verständlich zu verdeutlichen: Versickerung Niederschlagswasser - Landeshauptstadt Düsseldorf
Biodiversität gezielt fördern
Neben der Klimaanpassung stärkt Düsseldorf gezielt die Biodiversität. Die Stadt reaktiviert Moorrelikte, etwa in den Rahmer Benden und im Naturschutzgebiet Eller Forst, pflegt Feuchtwiesen nachhaltig und entwickelt die Blühwiesenstrategie konsequent weiter. Durch angepasste Pflege werden Blühwiesen als artenreiche Lebensräume erhalten und insektenschonend gemäht. Zudem werden zusätzliche Flächen umgewandelt. Mittlerweile gibt es rund 70 Hektar dieser ökologisch wertvollen Blühwiesen.
Ergänzend setzt die Stadt verschiedene Artenschutzprojekte um. Dazu gehört ein Wildbienengarten am Ökotop Heerdt, den sie mit Unterstützung der Naturschutzjugend (NAJU), dem Naturschutzbund (NABU) und dem Verein Ökotop Heerdt entwickelt hat und den Interessierte seit Anfang April besuchen können. Ein weiteres Projekt fördert den Schutz von Zauneidechsen auf dem Gerresheimer Friedhof und soll in diesem Jahr abgeschlossen werden. Zudem beginnt die Stadt Ende des Jahres mit der Entschlammung des Ostparkweihers, um neue Rückzugsräume für aquatische Organismen zu schaffen, die auch bei niedrigen Wasserständen überleben können.
Wasserhaushalt und Trinkbrunnenausbau
Die zunehmende Trockenheit deutschlandweit und auch in Düsseldorf stellt den Wasserhaushalt vor neue Herausforderungen. Derzeit bewässert die Stadt rund 16.000 Bäume zusätzlich, um insbesondere junge und empfindliche Pflanzen zu schützen.
Parallel dazu setzt sie ein Projekt zur Grundwasserneubildung um. Dieses ermöglicht eine fundierte Bewertung verschiedener Klimaszenarien und dient als wichtige Grundlage für zukünftige wasserwirtschaftliche und planerische Entscheidungen.
Auch das öffentliche Trinkbrunnennetz wird weiter ausgebaut. Im Jahr 2025 sind neun neue Trinkbrunnen in Betrieb gegangen, so dass derzeit insgesamt 30 Trinkbrunnen zur Verfügung stehen. Langfristig ist ein Ausbau auf insgesamt 60 Trinkbrunnen vorgesehen.
Stadt zieht positive Bilanz
Die Bilanz der vergangenen Jahre zeigt deutliche Fortschritte. Im Zeitraum von 2022 bis Ende 2025 hat die Stadt bereits 35 Maßnahmen vollständig abgeschlossen. Zwölf weitere Projekte wurden baulich umgesetzt und befinden sich aktuell in der dreijährigen Entwicklungspflege, die die neu geschaffene Vegetation stabilisiert und nachhaltig etabliert. Insgesamt rechnet die Stadt für die bislang geplanten Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von rund 26 Millionen Euro. Ein Großteil der Projekte geht im laufenden Jahr von der Planung in die Umsetzung. Düsseldorf setzt damit ein klares Zeichen für eine nachhaltige, klimaangepasste und zukunftsfähige Stadtentwicklung.