Frische Ware zu nachtschlafender Zeit

Großmarkt versorgt fünf Millionen Menschen in Düsseldorf und Umgebung

Das Herz der Versorgung des Großraums Düsseldorf schlägt auf dem Großmarkt an der Ulmenstraße. 300.000 Tonnen Obst und Gemüse im Wert von 500 Millionen Euro werden an 300 Markttagen im Jahr umgeschlagen. Mehr als fünf Millionen Menschen in Düsseldorf und einem Umkreis von 200 Kilometer um die Landeshauptstadt werden von dort aus mit frischen Lebensmitteln versorgt. Die rund 50 Händler und ihre Kunden, übrigens allesamt Geschäftsleute, keine Privatkunden, sind früh im Einsatz.

  • Impressionen vom Großmarkt

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    Bildergalerie Impressionen vom Großmarkt

Der Großmarkt erwacht bereits um 1 Uhr, wenn erste Vorbereitungen getroffen werden. Spätestens um 7 Uhr ist dann alles vorbei. Gemüse, Obst, Blumen und sonstige Frischwaren sind umgeschlagen. Während der Geschäftszeit geht es hoch her. Da wird um den Preis der Palette Tomaten gefeilscht oder die Qualität von Blumen kritisch geprüft.

"Auf einer Gesamtgrundstücksfläche von rund 115.000 Quadratmetern präsentiert sich der Großmarkt heute als ein Handelsplatz, der allen Erfordernissen eines Großumschlagplatzes mit Verkaufshallen, Lagerhallen, Büros, Be- und Entladeflächen gerecht wird", erklärt Verbraucherschutzdezernentin Helga Stulgies. "Zudem gibt es dort gute heimische Ware. Die kurzen Transportwege garantieren Frische und helfen beim Schutz der Umwelt", so die Dezernentin weiter. "Die Qualität der Produkte wird regelmäßig durch die Lebensmittelüberwachung im Amt für Verbraucherschutz geprüft. Dabei gibt es so gut wie nie Beanstandungen", betont Klaus Meyer, Leiter des Amtes für Verbraucherschutz.

Das tägliche bunte Treiben, das für Außenstehende bisweilen unübersichtlich wirkt, aber genau eingespielten Regeln folgt, findet schon seit 80 Jahren auf dem Gelände an der Ulmenstraße statt. Wer Waren kauft und natürlich auch, wer sie anbietet, muss ein Frühaufsteher sein. Aber es lohnt sich allemal.

Eine ganz eigene Welt erschließt sich in den Hallen, die in den Jahren 1978/79 und 1990/91 mit einem Aufwand von insgesamt rund 30 Millionen Euro neu errichtet wurden und damit den heutigen Erfordernissen des Handels gerecht werden. Den 50 Händlern steht eine Verkaufs-, Lager-, Kühl und Bürofläche von 20.000 Quadratmetern zur Verfügung. Ihr Kundenstamm besteht aus Wiederverkäufern und Großverbrauchern. Zur Klientel gehören neben Einzel- und Großhändlern Gastronomen, Hoteliers und Großkantinenbetreiber, die morgens zum Großmarkt kommen und munter mit den Händlern feilschen.

Bestandteil des Großmarktes ist auch der ab 5 Uhr früh geöffnete Blumengroßmarkt Düsseldorf eG. Dort bieten auf über 10.000 Quadratmetern rund 50 Floristik-Betriebe ihre bunte Ware feil.

Und Handel ist das Stichwort, das heute noch genauso gilt wie in den Anfängen des Großmarktes. Dort kennen die Händler keine Preisbindung, es gilt das Prinzip des Handelns, des Feilschens, des Geschäftemachens im besten Sinne des Wortes. Karton-, kisten-, zentner- und palettenweise wechselt die Ware den Besitzer. Seien es Bananen, Äpfel, Kartoffeln, Salate oder auch eine große Auswahl an tropisch-exotischen Köstlichkeiten, für deren Angebot der Großmarkt bekannt ist. Das hört nicht bei Kiwis, Mangos oder Ananas auf. Die Palette reicht bis zu wenig bekannten Sorten wie Mangostan oder Rambutan. Neu auf dem Markt sind in diesem Jahr Platarinas aus Spanien. Das sind sehr aromatische, flache Nektarinen.

Doch für alles gilt: Die besten Sachen sind um 7 Uhr in der Frühe verkauft.