Schutzmaßnahmen gegen das Übergreifen der Geflügelpest

Aufgrund der aktuellen Verbreitung des hochpathogenen aviären Influenzavirus H5N8 bei Wildvögeln in Polen, Ungarn, Schweiz, Österreich und Deutschland hat das Bundesinstitut für Tiergesundheit (Friedrich-Loeffler-Institut - FLI -) am 09. November 2016 das direkte und indirekte Risiko einer Einschleppung der Geflügelpest aus dem Wildbestand in Hausgeflügelbestände als hoch eingestuft.

Auf dieser Grundlage hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW angeordnet, dass in den in NRW ausgewiesenen Risikogebieten das Geflügel nach § 13 Geflügelpestverordnung aufgestallt werden muss. Dieses wurde für das Stadtgebiet Düsseldorf durch eine tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung über die Anordnung der Aufstallung von Geflügel zum Schutz gegen die Aviäre Influenza durch das Amt für Verbraucherschutz entsprechend umgesetzt.

Das Aufstallungsgebot gilt in folgenden Bereichen der Landeshauptstadt:

-       Rheinufer inkl. 500 m Schutzsaum

-       Unterbacher See, Elbsee, Menzelsee sowie angrenzende Teiche inkl. 1000 m Schutzsaum

-       Lambertussee und angrenzende Seen inkl. 1000 m Schutzsaum       

-       Angermunder See und angrenzende Seen inkl. 1000 m Schutzsaum

-       Naturschutzgebiete:  Rahmer Benden, Urdenbacher Kempe, Himmelgeister  Rheinbogen, Schlosspark Benrath,

         Hasseler Forst, Eller Forst, Rotthäuser Bachtal, Hubbelrather Bachtal, Pillebachtal incl. 500 m Schutzsäume.

Die Tiere sind dort in geschlossenen Ställen oder unter einer Vorrichtung zu halten, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögel gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss.

Es ist sicherzustellen, dass das gehaltene Geflügel nicht mit Oberflächenwasser getränkt wird, zu dem Wildvögel Zugang haben.

Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, ist für Wildvögel unzugänglich aufzubewahren.

Über das Aufstallungsgebot in den ausgewiesenen Risikogebieten hinaus werden im Düsseldorfer Stadtgebiet laufend Proben von Wildvögeln gesammelt und virologisch untersucht. Bislang wurde das Geflügelpestvirus in Düsseldorf nicht nachgewiesen. Das Amt für Verbraucherschutz betont, dass es sich um rein vorsorgliche Maßnahmen handelt. Die Geflügelpest ist eine anzeigepflichtige Erkrankung des Geflügels. Erkrankungen von Menschen, die dem aviären Influenzavirus H5N8 ausgesetzt waren, sind bisher nicht bekannt geworden.

Für alle Geflügelhalter gilt grundsätzlich – und nun besonders - die Pflicht, ihre Geflügelhaltung beim Amt für Verbraucherschutz anzuzeigen.

Die Anzeige nimmt das Amt für Verbraucherschutz - Abteilung Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung, Ulmenstraße 215, 40468 Düsseldorf, Tel.: 0211 8993242, Fax: 0211 8929126 oder veterinaeramt@duesseldorf.de, entgegen.

 

Die tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung über die Anordnung der Aufstallung von Geflügel zum Schutz gegen die Aviäre Influenza wurde im Düsseldorfer Amtsblatt Nummer 46 vom 19.11.2016 veröffentlicht und ist über folgenden Link verfügbar:

Tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung über die Anordnung der Aufstallung von Geflügel