Kleiner Ratgeber für den Umgang mit Fleisch:

Was Sie bei Einkauf, Lagerung und Zubereitung beachten sollten

 

Auf die Farbe kommt es an:

Die Farbe hängt in erster Linie von der Fleischart und dem Alter der Tiere ab. Grundsätzlich gilt: blass rosa oder rötlich rosa für frisches Schweinefleisch, kräftiges rosa-rot bis ziegelrot für Rindfleisch, blass grau-rosa für Geflügelfleisch. Fleisch von jungen Tieren ist heller, von älteren dagegen etwas dunkler.

  • Älteres Fleisch erkennt man an der grauen oder bräunlichroten Farbe mit beginnendem leicht klebrigem, schmierigem Oberflächenbelag.
  • Altes Fleisch riecht muffig und schließlich abstoßend stechend.
  • Verdorbenes Fleisch hat eine zunächst graue, dann grünliche oder leicht schmierige Oberfläche und kann geruchlich ohne Weiteres erkannt werden: es riecht abstoßend bis faulig (ammoniakalisch).

 

Fleisch richtig lagern

Packen Sie frisches Fleisch zu Hause am besten aus und tupfen es mit Küchenpapier trocken. Legen Sie es in eine Schüssel und decken Sie diese mit Frischhaltefolie ab. Frischfleisch, insbesondere Hackfleisch, Geschnetzeltes und Gulasch, gehören nach dem Einkauf sofort in den Kühlschrank.

 

Im Kühlschrank muss das Fleischstück an der kältesten Stelle lagern, d.h. im obersten Fach bzw. in der Nähe des Verdampfers.

Bei 0 bis 4 Grad Celsius hält sich Rindfleisch drei bis vier Tage. Kalb- und Schweinefleisch sollten innerhalb von zwei bis drei Tagen zubereitet werden. Hackfleisch ist noch am selben Tag zu verarbeiten.

 

 

Vakuum verpacktes Fleisch lassen Sie in der Originalverpackung. Größere Fleischstücke können im Kühlschrank zwei bis drei Tage lagern, Gulasch höchstens einen Tag und Hackfleisch sollte möglichst noch am Tag des Einkaufs verarbeitet werden. Denn je mehr das Fleisch zerkleinert ist, desto kürzer ist es lagerfähig.

Tiefgekühltes Fleisch tauen Sie am besten in einem abgedeckten Gefäß im Kühlschrank auf. Die Abtauflüssigkeit sorgfältig in den Ausguss gießen.

 

 

Was ist bei vorverpacktem Fleisch zu beachten?

Um es vorweg zunehmen: Die Qualität von vorverpackten Koteletts oder Rouladen ist ebenso hoch wie von Teilstücken aus der Fleischtheke.

 

Beim Griff ins Kühlregal sollte man allerdings einiges beachten.

Bei vorverpacktem Fleisch ist vor allem der Unterschied zwischen Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum entscheidend. So wird bei leicht verderblichen Lebensmitteln wie Hackfleisch das Verbrauchsdatum angegeben, also der Tag an dem das Hack spätestens zu verzehren ist. Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt Auskunft darüber, bis zu welchem Zeitpunkt die Ware ihre spezifischen geschmacklichen Eigenschaften behält, vorausgesetzt sie wird entsprechend gelagert. Tag und Monat müssen genannt werden, wenn die Haltbarkeit weniger als drei Monate beträgt. Monat und Jahr ist anzugeben, wenn die Haltbarkeit zwischen drei und 18 Monaten liegt.

 

 

Zubereitung

  • Rohes Fleisch sollte nicht mit anderen Lebensmitteln in Berührung kommen. Besonders gefährdet sind Lebensmittel, die nicht mehr erhitzt werden, wie Salate oder Milcherzeugnisse.
  • Geräte sind zunächst mit lauwarmen Wasser und Spülmittel zu reinigen und dann mit heißem Wasser nachzuspülen.
  • Hände sind mit warmen Wasser und Seife gründlich zu reinigen. Abtrocknen möglichst mit Papierhandtuch- z. B. von der Küchenrolle.
  • Fleisch muss gründlich durch erhitzt werden. Hierzu ist eine Kerntemperatur von 70 bis 80 Grad C notwendig.
  • Wenn Sie auf der sicheren Seite bleiben wollen, dann benutzen Sie ein Bratenthermometer zur Kontrolle.
  • Zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie Fleisch nicht nur anbraten, sondern auf jeden Fall durchbraten. In dem nicht durchgebratenen Kern des Fleisches können sich auch krankmachende Bakterien gut vermehren. Alle bei der Vermehrung der Keime entstehenden Stoffwechselprodukte (Giftstoffe - Toxine) können auch beim nachfolgenden Durcherhitzen nicht mit Sicherheit unschädlich gemacht werden.