Bamberger Straße wird tiefer gelegt

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1. Spatenstich für die Tieferlegung der Bamberger Straße am Eisenbahnüberweg: Heribert Barlage, Geschäftsführer Konecranes, Cornelia Zuschke, Verkehrsdezernentin der Landeshauptstadt und Ingo Pähler, Leiter Amt für Verkehrsmanagement (v.l.). Foto: David Young

Die Bamberger Straße wird am Eisenbahnüberweg zwischen Süllenstraße und Bayreuther Straße tiefer gelegt. Ziel ist es, Schwertransporte in Richtung Reisholzer Hafen zu ermöglichen. Foto: David Young

Die Arbeiten zur Tieferlegung der Bamberger Straße haben begonnen. Sie laufen bis Ende 2020. Die Kosten von 11 Millionen dafür teilen sich Landeshauptstadt, Land und die Konecranes GmbH. Foto: David Young

 

Die Bamberger Straße wird am Eisenbahnüberweg zwischen Süllenstraße und Bayreuther Straße tiefer gelegt. Das Startsignal für die Bauarbeiten an der Eisenbahnunterführung hat Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke am Montag, 16. September, mit dem ersten Spatenstich gegeben.

"Im Interesse der Standortsicherung und um einen Transportweg für Schwertransporte zum Reisholzer Hafen auch ohne höhengleiche Kreuzung der Eisenbahntrasse zu schaffen, muss die Bamberger Straße tiefer gelegt werden", erklärte die Dezernentin.

Die gegenwärtige höhengleiche Querung der Eisenbahntrasse kann bedingt durch den Aus- und Umbau der Schieneninfrastruktur für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) voraussichtlich ab dem 1. Januar  2021 nicht länger genutzt werden. Aufgrund der infrastrukturellen Situation besteht dann keine Möglichkeit mehr, dass Schwertransporte auf diesem Weg zum Reisholzer Hafen gelangen.

Die in Benrath ansässige Firma Konecranes GmbH stellt übergroße Maschinenbauteile her, die wöchentlich nachts als Schwertransporte in den Reisholzer Hafen befördert werden. Dazu wird derzeit die höhengleiche Kreuzung der Eisenbahntrasse als behelfsmäßiger Bahnübergang neben der Eisenbahnüberführung Bamberger Straße genutzt. Für die Überfahrt wird in Abstimmung mit der Deutschen Bahn AG  für jeden Transport die Fahrleitung abgeschaltet und über eine Trenn- und Hebeanlage angehoben, um so die erforderliche Durchfahrtshöhe von rund acht Metern zu erreichen. Dies ist nur nachts möglich, wenn auf der S-Bahn- und der ICE-Strecke keine Züge mehr verkehren. Die Überfahrt für Schwertransporte ist ab 2021 in dieser Form nicht mehr möglich.

Projektbeschreibung 

Der Bereich der Tieferlegung der Bamberger Straße erstreckt sich auf einer Länge von rund 78 Metern von der Süllenstraße bis zur Bayreuther Straße. Für die Tieflegung der Straße mit ausreichender Durchfahrtshöhe für Fahrzeuge mit großen Transportgütern ist eine Absenkung der Fahrbahn bis in die Erde deutlich unterhalb des Grundwasserspiegels erforderlich. Dazu ist ein Trogbauwerk vorgesehen, das sowohl die Wasserdichtheit als auch die Abfangung der hohen Erddrucklasten aus den Widerlagern der Bestandsbrücke der Eisenbahnüberführung  sicherstellt. Dieser Trog wird in Stahlbeton ausgeführt und wird gegen Auftrieb gesichert.

Während der Bauzeit ist die Unterführung Bamberger Straße für den Kraftfahrzeugverkehr vollständig gesperrt. Die Querung der Bahnanlage ist für diesen Verkehr an der Unterführung Forststraße, die rund 200 Meter südlich liegt, möglich. Der Fußgänger- und Radverkehr wird soweit als möglich aufrechterhalten.

Die Schwerlasttransporte der Firma Konecranes GmbH können für den Zeitraum der Herstellung des Trogbauwerkes noch die nördlich gelegene Behelfsstraße und die höhengleiche Querung der Bahnanlage nutzen.

Zum 31. Dezember 2020 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Die Kosten für die Tieferlegung der Bamberger Straße betragen rund 11 Millionen Euro und werden von der Stadt, dem Land NRW und der Firma Konecranes GmbH gemeinsam getragen.

Ein Video zu diesem Thema finden Sie auf "YouTube" unter:

www.youtube.com/stadtduesseldorf