Umbau Heerdter Lohweg

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Der Heerdter Lohweg bekommt einen direkten Anschluss an die Bundesstraße B7. Die Arbeiten für den Bau der neuen Anschlussstelle starten am Montag, 16. September. Die rechte Fahrspur der B7 vom Seestern in Richtung Mönchengladbach wird in der Zeit von 8 bis 14 Uhr abschnittsweise für den Verkehr gesperrt. Stadteinwärts gibt es zunächst keine verkehrlichen Beeinträchtigungen. Die Gesamtkosten des Bauprojektes betragen rund 21,6 Millionen Euro.

Während der gesamten Bauzeit bis Ende Februar 2022 kann der Heerdter Lohweg zwischen Pariser Straße und Viersener Straße nicht genutzt werden. Fußgänger werden gesichert durch die Baustelle über die Brücke geführt, bis mit dem Rückbau begonnen wird. In dieser Zeit muss zudem mit Sperrungen und verkehrlichen Beeinträchtigungen auf der B7 in allen Fahrtrichtungen gerechnet werden. Entsprechende Umleitungsstrecken werden ausgeschildert; dies gilt auch für Fußgänger und Fahrradfahrer.

"Die neue Anschlussstelle Heerdter Lohweg ist wesentlicher Teil des Verkehrskonzeptes Heerdt/Oberkassel und wird sowohl räumlich als auch zeitlich eine kurze Anbindung an das Fernstraßennetz sicherstellen. Dadurch wird der Heerdter Lohweg eine verkehrswichtige Zubringerstraße zum überörtlichen Straßennetz mit wesentlicher Verteilerfunktion", erklärt Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke.

Gegenwärtig wird der Heerdter Lohweg in Form einer Brücke über die Brüsseler Straße (B7) geführt. Es sind keine Verbindungen zwischen beiden Straßen vorhanden. Mit der neuen Anschlussstelle wird diese "Lücke" geschlossen. Folgende neue Fahrbeziehungen werden geschaffen:

  • Auffahrt auf die B7 vom Heerdter Lohweg in Fahrtrichtung Mönchengladbach über eine Schleifenrampe nördlich der B7 und westlich des Heerdter Lohweges.
  • Auffahrt auf die B7 vom Heerdter Lohweg in Fahrtrichtung Rheinalleetunnel über eine Rampe südlich der B7 und östlich des Heerdter Lohweges.
  • Abfahrt von der B7 von der Theodor-Heuss-Brücke kommend über eine Schleife nördlich der B7 und westlich des Heerdter Lohweges.
  • Abfahrt von der B7 aus Mönchengladbach kommend über eine Rampe südlich der B7 und westlich des Heerdter Lohweges.

Ferner wird die Verkehrsführung von der vorhandenen Auffahrt Prinzenallee auf die B7 in Fahrtrichtung Mönchengladbach optimiert. Die Fahrzeuge werden auf einer neuen Fahrbahn, parallel zur Hauptfahrbahn, mit Verflechtungsbereich überführt. Das Einfädeln auf die Hauptfahrbahn erfolgt dann westlich des Heerdter Lohweges. Grundsätzlich werden alle vorhandenen Wegebeziehungen für Fußgänger und Radfahrer beibehalten. Im gesamten Ausbaubereich des Heerdter Lohweges werden Fahrradfahrer und Fußgänger auf getrennten Rad- und Gehwegen in den Nebenanlagen der Straße geführt.

Das alte Brückenbauwerk Heerdter Lohweg wird durch einen Neubau mit ausreichender Breite ersetzt. Die Bogenbrücke hat eine Gesamtlänge von 66 Metern und ist insgesamt 25,50 Meter breit. Es werden zwei Fahrspuren pro Fahrtrichtung mit einer Fahrbahnbreite von je drei Meter hergestellt, sowie beidseitig ein getrennter Geh- und Radweg. Die Beleuchtung wird in die Brückenbögen integriert. Die zwei neuen Knotenpunkte werden mit Ampeln ausgestattet.

Im Rahmen dieser Bauarbeiten wird auf der Südseite der Brüsseler Straße der schon lange von den Anwohnern geforderte Lärmschutz in Form einer 400 Meter langen Lärmschutzwand umgesetzt. Das vier Meter hohe Bauwerk verläuft zwischen Schiessstraße und Heerdter Lohweg und wird von beiden Seiten begrünt.

Hintergrund: Verkehrskonzept Heerdt/Oberkassel
Um der steigenden Verkehrsbelastung aufgrund der städtebaulichen Entwicklungen im Stadtbezirk 4 Rechnung zu tragen, wurde das Verkehrskonzept Heerdt/Oberkassel entwickelt. 2004 wurde das Konzept vom Rat der Stadt Düsseldorf per Grundsatzbeschluss bestätigt. Es umfasst folgende Bausteine:

  • Verbindung der vorhandenen Erschließungsstraßen Willstätterstraße und Am Seestern/Fritz-Vomfelde-Straße/Prinzenallee durch eine Basisstraße zu einem zentralen Erschließungsstraßenzug vom Seestern bis zum Forum Oberkassel. Diese Basisstraße ist bereits fertiggestellt und ist die Verlängerung der Willstätterstraße.
  • Anschluss Heerdter Lohweg an die B7, welcher sich aber aufgrund der Geometrie des Heerdter Dreiecks nicht als Vollanschluss in Gänze am Heerdter Lohweg verwirklichen ließ und sich daher in zwei Abschnitte aufteilt.
  • Teil 1: Die Fahrbeziehungen in Richtung Theodor-Heuss-Brücke, sowie eine Abfahrt aus dem Rheinalleetunnel über zwei neue Rampen in Höhe des Knotenpunktes Prinzenallee/Greifweg. Dieser Anschluss ist bereits fertiggestellt.
  • Teil 2: Ausfahrten aus Richtung Theodor-Heuss-Brücke und A52/B7, sowie Auffahrten in Richtung Rheinalleetunnel und A52/B7. Diese Maßnahme wird im jetzigen Umbau realisiert.
  • Schließung der Anschlussstelle Benediktusstraße/Heesenstraße. Dies kann erst erfolgen, wenn die Anschlussstelle Heerdter Lohweg in Betrieb ist.

Das Amt für Verkehrsmanagement informiert die Anlieger per Hauswurfsendung über die Arbeiten und bittet um Verständnis für unvermeidbare Beeinträchtigungen.