Der Plan zeigt die Umweltspuren in Düsseldorf. Grafik: Amt für Kommunikation

Auf Prinz-Georg-Straße und Merowingerstraße wurden Umweltspuren eingerichtet

Auf der Merowingerstraße stadteinwärts zwischen Kopernikusstraße und Ludwig-Hammers-Platz wurde in der Landeshauptstadt Düsseldorf die erste Umweltspur am Montag, 15. April eingerichtet. Die Umweltspuren auf der Prinz-Georg-Straße zwischen Moltkestraße und Bagelstraße in beide Fahrtrichtungen wurden am Dienstag, 16. April, freigegeben.

Auf die neue Verkehrssituation weisen mobile Hinweistafeln am Südring und der Münchener Straße sowie auf der Prinz-Georg-Straße und an den umgebenden Straßen Eulerstraße, Moltkestraße sowie Stockkampstraße hin. Einzelheiten zum richtigen Verhalten im Zusammenhang mit den neuen Sonderspuren zeigt das am Ende dieser Seite stehende Video.

Die Umweltspuren sind nur für Busse, Fahrräder, Taxen sowie für Kraftfahrzeuge und Motorräder mit E-Kennzeichen freigegeben. Für Roller gibt es solche Kennzeichen bisher nicht. Allerdings ist es nicht im Sinne der Stadt, E-Roller von der Benutzung der Umweltspuren auszuschließen. Inzwischen konnte geklärt werden, dass auch die E-Roller der Stadtwerke "Eddy" mit einer Ausnahmegenehmigung auf den Umweltspuren fahren dürfen. Darüber hinaus können auch Privatpersonen, die einen vergleichbaren E-Roller oder ein E-Fahrzeug ohne E-Kennzeichen besitzen, für dieses Fahrzeug eine entsprechende Ausnahmegenehmigung formlos online beim Amt für Verkehrsmanagement unter genehmigungen.verkehr@duesseldorf.de stellen. Nach Einzelfallprüfung und Erteilung der Ausnahmegenehmigung könnten sie dann ebenfalls die Umweltspuren benutzen. Durch die Einrichtung von Umweltspuren an den beiden besonders belasteten Straßen soll in der Landeshauptstadt ein Dieselfahrverbot verhindert werden.

Die Umweltspuren werden zunächst für die Dauer von einem Jahr eingerichtet. Danach findet eine Evaluation statt. Die Kosten für die Einrichtung der Umweltspur belaufen sich für die Merowingerstraße, inklusive Evaluierung, auf rund 60.000 Euro und für die Sonderfahrspuren auf der Prinz-Georg-Straße, inklusive Evaluierung, auf rund 62.000 Euro.

Die Einrichtung einer Umweltspur auf der Werstener beziehungsweise Witzelstraße und im weiteren Verlauf der Mecum-, Erasmus-, Corneliusstraße, der Berliner Allee, dem Kö-Bogen-Tunnel und der Hofgartenstraße zwischen Werstener Kreuz und Kaiserstraße wird darüber hinaus geprüft.

Die zuständigen Bezirksvertretungen und der Ordnungs- und Verkehrsausschuss hatten in einer Sondersitzung am Mittwoch, 9. Januar, die Prüfung und Einrichtung von Umweltspuren beschlossen. Das Paket zur Verringerung der Schad­stoffbelastung ist im Luftreinhalteplan um die Einrichtung und Prüfung von Umweltspuren ergänzt worden.