Verlängerung der Straßenbahntrasse in den Medienhafen
Verlängerung der Straßenbahntrasse in den Medienhafen

Die verkehrliche Hafenerschließung im Zeitraffer

Der Düsseldorfer Medienhafen hat sich zu einem der wichtigsten Bürostandorte in der Landeshauptstadt entwickelt. Darüber hinaus ziehen Architektur und Gastronomie viele Besucher an. Die alte verkehrliche Erschließung konnte diesem und dem noch zu erwartenden Verkehrsaufkommen nicht mehr gerecht werden. Aus diesem Grund hat die Verwaltung im Mai 2001 ein Verkehrskonzept zur Erschließung des Düsseldorfer Medienhafens erarbeitet.

Diverse Einzelmaßnahmen wurden seit 2002 umgesetzt. Auch derzeit werden noch Teile der inneren Erschließung planerisch bearbeitet. Die innere Erschließung umfasst den Bereich des südlichen Medienhafens rund um die Franzius- und Holzstraße sowie die Straßenbahntrasse der Linie 707 vom Knotenpunkt Hammer- / Gladbacher- / Plock- / Franziusstraße bis zur Kesselstraße. Die äußere Hafenerschließung dient der Anbindung des Medien- sowie des Wirtschaftshafens an das überörtliche Straßennetz über die Plock- zur Völklinger Straße (B 1).

Innere Erschließung (Medienhafen)

Die innere Erschließung des südlichen Medienhafens ist zu großen Teilen bereits umgesetzt. Durch verschiedene Hochbaumaßnahmen, die zurzeit laufen (FLOAT, Franziusstraße) oder in den kommenden Jahren noch umgesetzt werden sollen (zum Beispiel Trivago, Kesselstraße oder Königskinder, Speditionstraße), konnte der Endausbau einiger Straßen noch nicht erfolgen.

So fehlt der Speditionstraße der Ausbau der gesamten Westseite, auf der sich momentan noch ein Ausweichparkplatz befindet. Mit Fertigstellung des Gebäudes FLOAT an der Franziusstraße werden diese Parkplätze in dessen Tiefgarage verlagert, um an der Speditionstraße die „Königskinder“ zu bauen. Zur Optimierung der fußläufigen Erreichbarkeit der Speditionstraße aus Richtung nördlichem Medienhafen wurde 2005 eine Fußgängerbrücke, die sogenannte „Living Bridge“, über das Becken des Handelshafens gebaut.

Das Erschließungssystem Franziusstraße sowie die seit 2003 vierspurig ausgebaute Holzstraße – sie ist seit 2008 für den Durchgangsverkehr Hafen in Betrieb - wird erst nach Fertigstellung des Gebäudes FLOAT endgültig hergestellt. Dies betrifft sämtliche Nebenanlagen rund um das Gebäude und eine Platzfläche mit Aufenthaltscharakter vor dem Gebäude.

Die Flächen entlang der Kesselstraße wurden von der Stadt Düsseldorf sukzessive für Neuansiedlungen im Bereich Büro/Gewerbe frei geräumt. Zurzeit befindet sich dort lediglich der Ruderclub Germania Düsseldorf. 2012 wurde die Kesselstraße, vorläufig nur als Baustraße, etwa zwei Meter höher gelegt, um Hochwasserfreiheit gewährleisten zu können. Im Zuge des Hochbaus für das Gebäude der Fa. Trivago wird die heute noch für den Verkehr gesperrte Baustraße für den allgemeinen Verkehr frei gegeben. Der Ausbaustandard wird ähnlich dem der Speditionstraße ausfallen, wenn die Hochbauvorhaben zu einem großen Teil abgeschlossen sind. Weiterhin ist geplant, den Knoten Holz-/Kesselstraße ebenfalls hochwasserfrei auszubauen und zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit zukünftig zu signalisieren.

Äußere Erschließung (Medien- und Wirtschaftshafen)

Die äußere Erschließung des Hafengebietes ist im Norden durch den verlängerten Rheinufertunnel (Völklinger Straße) gewährleistet. Um jedoch den hohen Anteil an LKW-Verkehren leistungsfähig abwickeln zu können, wurde zwischen 2010 und 2012 die südliche Erschließung großzügig ausgebaut. Bereits 2009 wurde die Bahnunterführung in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn aufgeweitet, um die Plockstraße 2010 auf vier Spuren ausbauen zu können. Gleichzeitig wurde die Völklinger Straße (B 1) zwischen Plock- und Fährstraße auf bis zu sieben Fahrspuren erweitert. Im Knotenbereich Völklinger-/Plockstraße wurde ein Überfliegerbauwerk für den von Süden kommenden Linksabbieger in Richtung Hafen gebaut.

Langfristige Planungen

Neben der Fertigstellung der oben genannten Erschließungsstraßen nach Abschluss der Hochbaumaßnahmen im Medienhafen, soll langfristig auch die Holzstraße im weiteren Verlauf Fringsstraße vierspurig bis zur Hamburger Straße ausgebaut werden.