Verkehrserziehung und -aufklärung

Früh übt sich - das ist das Motto der präventiven Verkehrssicherheitsarbeit der Stadt Düsseldorf. Je früher Kinder das richtige Verhalten im Straßenverkehr erlernen, umso besser für ihre Sicherheit. In den vergangenen Jahren haben wir zahlreiche Kampagnen für Kinder etabliert.

Die wichtigsten Themen im Überblick:

Verkehrssicherheitskampagne

"Nina: Warum stehst Du auf meinem Weg" - Eine Schüleraktion gegen Bürgersteigparker

Gehwegparker behindern Kinder nicht nur, sondern gefährden auch ihre Sicherheit, da diese um die Autos herum auf die Straße ausweichen müssen. Mit der Verkehrssicherheitskampagne "Nina: Warum stehst Du auf meinem Weg?" wollen die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e. V. (AGFS) und das Amt für Verkehrsmanagement auf dieses Problem aufmerksam machen und für mehr Rücksicht im Straßenverkehr werben.

Erfolgreicher Pilot in Oberkassel

Gestartet ist die Aktion im Mai 2012 an der Friedrich-von-Bodelschwingh-Grundschule in Oberkassel mit 49 Schülern der Klassen 1a und 2a. Neben der Diskussion über das Thema, entwickelten die Kinder auch eigene Ideen, Autofahrer zum Umdenken zu bewegen. Sie haben zum Beispiel Schablonen gebastelt, mit deren Hilfe sie Sprechblasen auf den Gehweg neben den falsch geparkten Fahrzeugen malen konnten - mit den passenden Sprüchen dazu wie "Das ist kein Parkplatz!" oder "Du stehst auf meinem Schulweg!". Im Anschluss haben die Schüler - begleitet durch Lehrerinnen und Mitarbeiter der Polizei und des Amtes für Verkehrsmanagement - die umliegenden Straßen der Schule inspiziert und viele ihrer Ideen in die Tat umgesetzt. Die Schüler umrahmten die Gehwegparker mit bunter Kreide, bestückten sie mit "Denkzetteln" sowie Info-Broschüren und malten die Sprechblasen mit den selbst kreierten Sprüchen.

Verkehrsdezernent Dr. Stephan Keller freute sich über das Engagement der Beteiligten: "Die Kinder waren sehr gut vorbereitet und von der Aktion überzeugt, sie haben sogar die erwischten Bürgersteigparker und auch interessierte Anwohner angesprochen und über die Aktion informiert. Unabhängig von dieser Aktion mit präventivem Charakter wird natürlich weiterhin auch regelmäßig durch das Ordnungsamt das Falschparken auf Gehwegen überwacht. Es werden entsprechend Verwarngelder je nach Tatbestand von 10 bis 35 Euro erteilt, wenn nicht sogar abgeschleppt wird."

Zum Hintergrund der Aktion

Die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e. V. hat die Kampagne "Nina: Warum stehst Du auf meinem Weg?" in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, der P3 Agentur für Kommunikation und Mobilität sowie dem Planerbüro Südstadt in Köln als Aktion gegen "Bürgersteigparker" entwickelt. Begleitend stellt die Agentur Aktionspakete bereit, die unter anderem Informationsmaterialien für Eltern und Lehrer, Plakate und so genannte "Denkzettel" zum Verteilen an die "Bürgersteigparker" enthalten.

Mitmachen!

Das Problem der Bürgersteigparker als Sicherheitsrisiko für Grundschüler besteht in der ganzen Stadt. Wir rufen daher Düsseldorf Grundschulen auf, sich an der Verkehrssicherheitskampagne zu beteiligen. Interessierte Schulen können sich an Antonia Schnelle vom Amt für Verkehrsmanagement wenden.

Verkehrssicherheitstage

Verkehrssicherheitstage machen Kinder fit - "Mach mit - sicher, mobil und fit!"

 

Zu den Verkehrssicherheitstagen hat die Landeshauptstadt Düsseldorf am Mittwoch, 18. September, und am Donnerstag, 19. September, auf dem Rheinbahn-Betriebshof eingeladen. Rund 2.600 Schüler der 4. Klassen aller Düsseldorfer Grundschulen sowie die etwa gleichaltrigen Kinder der Förderschulen waren der Einladung gefolgt.

Um sicherzustellen, dass für jeden Einzelnen ausreichend Zeit blieb, die Aktionen und Infostände zu besuchen, fanden die Verkehrssicherheitstage an zwei Tagen statt - an beiden Tagen mit einem Verkehrsquiz und attraktiven Preisen. Organisiert wurden sie vom Amt für Verkehrsmanagement, der Polizei, der Verkehrswacht, der Rheinbahn und von den schulfachlichen Beratern für Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung.

Am Donnerstag, 19. September, demonstrierten Vertreter aller Kooperationspartner mit ihrem Besuch, wie wichtig ihnen das Thema Verkehrserziehung und Schulwegsicherung in Düsseldorf ist. Amtsleiter Ingo Pähler vom Amt für Verkehrsmanagement, Erster Polizeihauptkommissar Ralph Heuts, Leiter Verkehrsinspektion 1 Düsseldorf, die stellvertretende  Vorstandsvorsitzende der Verkehrswacht Düsseldorf Katrin Hegemann, Michael Richarz, Vorstand Technik und Betrieb der Rheinbahn, sowie Schulrat Thorsten Vetterkind vom Schulamt für die Landeshauptstadt Düsseldorf informierten über Verkehrserziehung in der Landeshauptstadt.

"Die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr liegt uns besonders am Herzen. Wir sind von der Wirkung und den Aktionen – wie die Verkehrssicherheitstage - absolut überzeugt und werden diese fortführen", betont Ingo Pähler: "Die über Jahre niedrigen Zahlen der Kinderunfälle in Düsseldorf geben uns recht." Auch Michael Richarz unterstreicht die Bedeutung der Veranstaltung: "Bei den Verkehrssicherheitstagen lernen Kinder spielend, worauf es im Straßenverkehr ankommt. Ziel dieser beiden Tage ist es, die Sicherheit auf dem Schulweg und in der Freizeit zu erhöhen sowie die Kinder für mögliche Gefahrenquellen zu sensibilisieren. Wir sind als Rheinbahn gerne wieder Gastgeber für ein vielfältiges und buntes verkehrspädagogisches Programm. Uns ist es ein wichtiges Anliegen, den Schülern einen guten Start ins Verkehrsleben zu geben."

Hintergrund

Da Kinder im Straßenverkehr besonders gefährdet sind, ist es umso wichtiger, Verhaltensweisen einzuüben und Wahrnehmung, Motorik und Konzentration zu fördern. Bewegung spielt dabei eine große Rolle. Daher lautete das Motto der Verkehrssicherheitstage: "Mach mit - sicher, mobil und fit!".

Kinder hatten die Möglichkeit, bei zahlreichen Aktionen, wie zum Beispiel Fahrrad-, Roller-, Inliner- sowie Rollstuhlparcours, am Sport- und Actionmobil ihre eigene Geschicklichkeit, ihr Reaktionsvermögen und ihr Körpergefühl zu testen. Mit der Bus-Fahrschule der Rheinbahn konnten die Kinder zudem eine Busfahrt aus Sicht des Fahrers erleben. Die Verkehrssicherheitstage sind mittlerweile eine Düsseldorfer Insitution. In diesem Jahr fand bereits die 34. Auflage statt

Zu Fuß zur Schule

Internationaler "Walk-to-School-Day"

Grundschulkinder beim "Zu-Fuß-zur-Schule-Tag"

35 Grundschulen aus Düsseldorf haben in diesem Jahr an der Aktionswoche zum Internationalen "Zu-Fuß-zur-Schule-Tag" teilgenommen. Beim "Walk-to-School-Day" soll auf die Vorteile des Zu-Fuß-Gehens auf dem Schulweg hingewiesen werden. Zentrale Aktion der Veranstaltung war ein Wettbewerb zwischen den teilnehmenden Schulen. Die drei Schulen mit dem prozentual zur Gesamtschülerzahl meisten Fußgängern erhielten Geldpreise in Höhe von 1.000, 500 und 250 Euro, die zur Steigerung der Mobilität und Fitness ihrer Schüler eingesetzt werden sollen. Über den ersten Platz freute sich die Katholische Grundschule Florensstraße. Auch die Gastgeber von der Katholischen Grundschule Essener Straße hatte mit dem zweiten Platz Grund zum Jubeln. Das Podium komplettierte die Gemeinschaftsgrundschule Kaiserswerth an der Fliednerstraße 32.
Neben der Preisverleihung fanden weitere Veranstaltungen mit vielen Aktionen rund um das Thema "Zu Fuß zur Schule" an der Katholischen Grundschule Essener Straße 1 in Derendorf statt. Die Ankunft der drei "Pedibusse", die von zu Fuß gehenden Schülern gebildet wurden, war ein Höhepunkt bei einer Vielzahl von Aktionen. Mit Eltern als "Busfahrer" wurden die Kinder nach einem festen Fahrplan mit verschiedenen "Linien" zu den Schulen geleitet. "Es ist uns sehr wichtig, bei dieser Aktion mitzumachen, um den Kindern und Eltern zu vermitteln, dass sie sehr viel für sich und die Umwelt tun können, indem sie zu Fuß zur Schule gehen", so Schulleiterin Natascha Dörner. "Denn Bewegung ist gesund, macht Spaß und ein gemeinsamer Schulweg festigt soziale Bindungen", fügt die Schulleiterin hinzu.

Auf dem Schulgelände in Derendorf gab es ferner einen Rollerparcours sowie einen Schilderwald, in dem die Kinder ihr Wissen zu Verkehrszeichen testen und verbessern konnten. Zusätzlich gab es ein buntes Rahmenprogramm mit Spielen, Bewegungs- und Fußgängertraining und vielem mehr.

Hintergrund

Immer mehr Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule. "Der Autoverkehr rund um die Schulen hat enorm zugenommen und damit auch die unmittelbare Gefahr durch Unfälle für die Schülerinnen und Schüler auf der Straße", stellte Beigeordnete Cornelia Zuschke fest. "Das gut gemeinte Eltern-Taxi hat auch für die Kinder als Mitfahrer Nachteile. Sie bewegen sich weniger und verpassen Gelegenheiten im Straßenverkehr aktiv zu sein. Den Kindern hilft nur Selbständigkeit zu trainieren und Wissen um die Gefahren", erklärt die Dezernentin besorgt weiter. Ihr Appell an die Eltern und alle Autofahrer: "Rechnen sie überall und jederzeit auch mit Fehlern, die unsere Kinder noch im Straßenverkehr machen – genau wie wir selbst als Erwachsene auch."

Folgende 35 Grundschulen haben sich an der Aktionswoche beziehungsweise dem Wettbewerb beteiligt:

(KGS: Katholische Grundschule, GGS: Gemeinschaftsgrundschule, EGS: Evangelische Grundschule)
GGS Am Litzgraben, Friedrich-von-Spee-Schule, Angermund
KGS Erich-Müller-Straße 31, St.-Cäcilia-Schule, Benrath
GGS Im Dahlacker 15, Sternwartschule, Bilk
KGS Im Dahlacker, Fleher Str. 70, Bonifatius-Schule, Bilk
KGS Essener Straße 1, Derendorf
KGS Graf-Recke-Straße 153 , Carl-Sonnenschein-Schule, Düsseltal
KGS Paulusplatz 1, Paulusschule, Düsseltal
KGS Fuldaer Straße, Eller
KGS Fleher Straße 213, Flehe
KGS Jahnstraße 97, St.-Peter-Schule, Friedrichstadt
KGS Josef-Kleesattel-Straße 13, Garath
GGS Diepenstraße 24, Aloys-Odenthal-Schule, Gerresheim
GGS Rolandstraße 40, Golzheim
KGS Florensstraße, Hamm
KGS Itterstraße 16, St.-Apollinaris-Schule, Holthausen (ohne Dependance)
GGS Kaiserswerth, Fliednerstraße 32
GGS Krahnenburgstraße 15, Lichtenbroich
KGS Kempgensweg 65, St.-Michael-Schule, Lierenfeld
KGS Lohausen, Im Grund 78
GGS Lörick, Wickrather Straße 31
KGS Herchenbachstraße 2, St.-Franziskus-Schule, Mörsenbroich
KGS Niederkassel, Niederkassler Str. 36
KGS Gneisenaustraße, St.,-Rochus-Schule, Pempelfort
KGS Buchenstraße 16, St. Elisabeth-Schule, Reisholz
GGS Beckbuschstraße 2, Beckbusch-Schule, Stockum
GGS Brorsstraße 5, Wichernschule, Unterbach
KGS Gerresheimer Landstraße 89, Carl-Sonnenschein-Schule, Unterbach
EGS An der Golzheimer Heide 120, Elsa-Brandström-Schule, Unterrath
KGS An der Golzheimer Heide 120, St. Bruno-Schule, Unterrath
KGS Unterrather Straße 76, Kartause-Hain-Schule, Unterrath
GGS Südallee 100, Urdenbach
GGS Urdenbach, Garather Straße 16 inklusive Dependance Urdenbacher Allee 91
GGS Vennhauser Allee, Vennhausen
KGS Rheindorfer Weg 20, Marien-Schule, Wersten
KGS Werstener Friedhofstraße 10, Christophorus-Schule, Wersten

Warnwesten für Erstklässer

Die Stadt spendet regelmäßig Sicherheitswesten, damit Schulanfänger sicher zum Unterricht kommen.

Damit der Schulanfang für Erstklässler auch ein sicherer Start wird, stattet die Stadt Düsseldorf die I-Dötze mit Warnwesten aus. Ziel ist es, die Sicherheit im Straßenverkehr für die jüngsten Verkehrsteilnehmer deutlich zu erhöhen.

Kinder nehmen aktiv am Straßenverkehr teil, indem sie ihre Wege zur Schule und zu Freizeitstätten oft zu Fuß zurücklegen. Im Vergleich zu Erwachsenen können sie Gefahren im Straßenverkehr jedoch oft nicht einschätzen. Zudem bergen gerade die Wetterbedingungen in Herbst und Winter für Kinder Risiken. Durch die oftmals schlechten Sichtverhältnisse sind sie aufgrund ihrer geringen Körpergröße für Autofahrer häufig schwer zu erkennen. Zur Sicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmer ist es daher wichtig, dass sie gerade bei Dunkelheit schon aus großer Entfernung von Autofahrern zu erkennen sind.

Warnwesten verbessern die Sichtbarkeit der Kinder, erhöhen ihre Sicherheit im Straßenverkehr - und können sogar Leben retten. Der Appell geht an die Eltern und Lehrer, die Kinder zum Tragen der Westen anzuhalten. Nur wenn alle mithelfen, sind Kinder sicher in Düsseldorf unterwegs.

Weitere Aktionen für die Kleinsten

Die Stadt Düsseldorf nimmt das Thema Verkehrserziehung von Kindern sehr ernst. So initiiert die Stadtverwaltung viele Aktionen und leistet präventive Verkehrssicherheitsarbeit, wie etwa die Ausbildung von Fahrzeugbegleitern, die Erstellung von Kinderstadtplänen, die jährliche Teilnahme an dem internationalen Aktionstag "Zu Fuß zur Schule" (I walk to school) sowie die ebenfalls jährlich stattfindenden Verkehrssicherheitstage. Damit soll die Sicherheit von Kindern auf ihrem Schulweg und bei ihren Freizeitaktivitäten gesteigert werden.

Fahrzeugbegleiter - gemeinsam stark

 

29 frisch ausgebildete Fahrzeugbegleiter erhielten im Rathaus ihre Urkunden, Foto: Melanie Zanin.
29 frisch ausgebildete Fahrzeugbegleiter erhielten im Rathaus ihre Urkunden, Foto: Melanie Zanin.

Die Düsseldorfer Fahrzeugbegleiter bekommen ab Montag, 5. Dezember, weitere Unterstützung. 29 speziell ausgebildete Schüler machen sich für Sicherheit auf dem Schulweg sowie in Bussen und Bahnen stark.

 

Das Team der Joseph-Beuys-Gesamtschule wird um 15 und das von der Benzenberg Realschule um 14 Schüler aufgestockt. Nach der offiziellen Urkundenübergabe im Rathaus durch Andrea Blome, Leiterin des Amtes für Verkehrsmanagement der Landeshauptstadt Düsseldorf, Kriminaloberat Rüdiger Korp von der Polizei Düsseldorf und Abteilungsleiterin Chantal Kleine von der Rheinbahn sind die neuen Fahrzeugbegleiter nun startklar für ihr Ehrenamt.

"Fahrzeugbegleiter - gemeinsam stark" - heißt die Kooperation von Landeshauptstadt, Rheinbahn, Schulen, des Kriminalpräventiven Rates und der Polizei, die dem Projekt zu Grunde liegt. Hintergrund ist, dass die zunehmende Gewaltbereitschaft unter Kindern und Jugendlichen auch vor dem Schulweg nicht Halt gemacht hat. Ziel des Projektes ist es, den Schulweg sicherer zu machen sowie Gewalt und Unfälle zu verhüten.

Die Schüler haben mit ihrer Rolle als Fahrzeugbegleiter ein Ehrenamt übernommen, das Verantwortungsbewusstsein und Zivilcourage erfordert. "Nicht nur die Fahrzeugbegleiter, sondern die gesamte Gesellschaft sollte mit offenen Augen durch die Welt gehen, für Grundsätze einstehen und handeln. Das Motto muss lauten: Eingreifen statt Zuschauen!" fordern die Kooperationspartner.

Dafür haben die Schüler die Ausbildung zum Fahrzeugbegleiter absolviert und erfolgreich abgeschlossen. Sie haben gelernt, wie man Kommunikationstechniken der Gewaltvorbeugung und Gewaltabschwächung in Konfliktsituationen einsetzt. Mit Hilfe von Deeskalationstrainern wurde Bezug auf besondere Situationen in Bus und Bahn genommen, so dass die Schüler selbst im Umgang mit Gewalt sicherer und konfliktfähiger geworden sind. Zusätzlich wurde ihnen vermittelt, wie man mit Hilfe von elementaren Verhaltensregeln Unfallursachen vorbeugen kann. Dieses Wissen sollen die Fahrzeugbegleiter bei Fehlverhalten in der täglichen Praxis an ihre Mitschüler weiter geben und gleichzeitig die eigenen Kenntnisse vertiefen und Erfahrung sammeln.

Das Fahrzeugbegleiter-Projekt besteht aus drei Bausteinen. Beim ersten Baustein, der Busschule, wird den Schülern verkehrssicheres Verhalten in Bus und Bahn, an Haltestellen und auf dem Weg dorthin beigebracht. Auf dieses Wissen können angehende Fahrzeugbegleiter später bei ihrer Tätigkeit aufbauen. Im Jahr 2016 haben 210 Schüler an der Schulung teilgenommen.

Der zweite Baustein, ein Deeskalationstraining unter dem Motto "Ohne Gewalt stark", beinhaltet ein Training, bei dem die Schüler viel über ihr eigenes Verhalten in Konfliktsituationen erfahren. Dabei haben in diesem Jahr 210  Schüler mitgemacht.

Der dritte Baustein ist die eigentliche Fahrzeugbegleiterausbildung. Die Schüler bekommen zum einen ein umfassendes Deeskalationstraining, das von erfahrenen Fachleuten auf dem Gebiet geleitet wird, zum anderen werden ihnen die notwendigen Kenntnisse über die räumlichen und technischen Besonderheiten der Verkehrsmittel Bus und Bahn vermittelt. Dabei wird in Rollenspielen Bezug auf die besondere Situation in Bus und Bahn genommen. Die zukünftigen Fahrzeugbegleiter gewinnen so Sicherheit im Umgang mit Gewalt und werden selbst konfliktfähiger. 2016 wurden insgesamt 29 Schüler zu Fahrzeugbegleitern ausgebildet.

Das Projekt läuft seit Anfang 2005 an der Joseph-Beuys-Gesamtschule und der Benzenberg Realschule. Insgesamt sind mittlerweile 440 Schüler zu Fahrzeugbegleitern ausgebildet worden. An allen drei Teilprojekten haben inzwischen 6.101 Schüler teilgenommen.

Kampagne "Dunkle Jahreszeit"

Jedes Jahr mit Beginn der dunklen Jahreszeit steigt die Zahl der Verkehrsunfälle mit Fußgängerbeteiligung um rund 40 Prozent. Viele Unfälle könnten vermieden werden, wenn Fußgänger - aber auch Radfahrer - für Autofahrer besser sichtbar wären. Denn dunkel gekleidete Verkehrsteilnehmer werden in der Nacht oder bei schlechter Sicht von Autofahrern sehr spät wahrgenommen. Daher haben das Amt für Verkehrsmanagement, Polizei, Rheinbahn, Verkehrswacht und Antenne Düsseldorf 2009 die Kampagne "Achtung Fußgänger" ins Leben gerufen. Einmal im Jahr klären die Partner in der Stadt über die Möglichkeiten auf, als Fußgänger und Radfahrer sichtbarer zu werden - etwa mit der entsprechenden Kleidung, einer intakten Beleuchtung am Rad oder unterstützenden Reflektoren.

Ein Beispiel, der Aktionstag 2011: Auf dem Stresemannplatz suchten die Kooperationspartner am Abend des 9. November, aktiv das Gespräch mit Passanten. Sie riefen Fußgänger und Radfahrer auf, in der dunklen Jahreszeit helle Kleidung zu tragen. Reflektoren - besonders für Radfahrer, Jogger und Kinder - unterstützen die schnellere Wahrnehmung durch Autofahrer. Die Experten verdeutlichten ihre Hinweise am konkreten Beispiel: Sie zeigten, dass dunkel gekleidete Menschen für andere schlechter erkennbar sind, und demonstrierten, wie ein Lasterfahrer aus seinem Führerhaus die Situation auf der Straße wahrnimmt. Zudem war die Radstation der Zukunftswerkstatt Düsseldorf mit einer mobilen Fahrradwerkstatt vor Ort und nahm kostenfrei kleinere Reparaturen vor, zum Beispiel an der Lichtanlage. Verteilt wurden darüber hinaus Handzettel mit den wichtigsten Verhaltenstipps für Fahrzeugführer und Fußgänger. "Ich bin Vorbild!"-Karten motivierten Erwachsene, im Straßenverkehr eine Vorbildrolle für Kinder einzunehmen - und die Kreuzung konsequent nur bei Grün zu überqueren.

Auch in der folgenden Kampagne "sehen und gesehen werden - radfahren in düsseldorf" ab Mai 2013 wurde in zahlreichen Aktionen auf das richtige Verhalten - insbesondere auch in der dunklen Jahreszeit - sowie an die gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer appelliert.

 

Andere Aktionen

Sicherheit am Weltkindertag

Der jährlich stattfindende Weltkindertag wird als Plattform genutzt, um die Bürger bei persönlichen Gesprächen und durch Infomaterial aufzuklären.

Sicher zur Schule

Ein weiterer wichtiger Baustein, der zur Verkehrssicherheit der Kinder beiträgt, sind die Schulweghelfer oder Verkehrshelfer. Insgesamt gibt es mittlerweile über 180 davon. Durch ihren Einsatz rund um die Schulen geben sie den Kindern Sicherheit auf ihrem Schulweg, so dass auch mehr Kinder den Weg zur Schule zu Fuß gehen.

Geschwindigkeit auf einen Blick

Vielleicht haben Sie schon einmal eine Tafel am Fahrbahnrand gesehen, die Ihnen anzeigte, wie schnell sie mit dem Auto oder Lkw unterwegs waren. Diese Geschwindigkeitstafeln sollen die Fahrzeugführer speziell im Bereich von Schulen, Kindergärten und Freizeiteinrichtungen daran erinnern, sich an die zulässige Höchstgeschwindigkeit zu halten und sich ihrer Verantwortung speziell gegenüber den jüngeren Verkehrsteilnehmern bewusst zu werden.

Für mobile Senioren

Darüber hinaus bietet das Amt für Verkehrsmanagement spezielle Seniorenverkehrsrundgänge an. Nähere Informationen zu diesen gruppenweise stattfindenden Verkehrsgesprächen erteilt die Polizei unter Tel.-Nr. 0211.870-7062.