Verkehrserziehung und -aufklärung

Früh übt sich - das ist das Motto der präventiven Verkehrssicherheitsarbeit der Stadt Düsseldorf. Je früher Kinder das richtige Verhalten im Straßenverkehr erlernen, umso besser für ihre Sicherheit. In den vergangenen Jahren haben wir zahlreiche Kampagnen für Kinder etabliert.

Die wichtigsten Themen im Überblick:

Verkehrssicherheitskampagne

"Nina: Warum stehst Du auf meinem Weg" - Eine Schüleraktion gegen Bürgersteigparker

Gehwegparker behindern Kinder nicht nur, sondern gefährden auch ihre Sicherheit, da diese um die Autos herum auf die Straße ausweichen müssen. Mit der Verkehrssicherheitskampagne "Nina: Warum stehst Du auf meinem Weg?" wollen die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e. V. (AGFS) und das Amt für Verkehrsmanagement auf dieses Problem aufmerksam machen und für mehr Rücksicht im Straßenverkehr werben.

Erfolgreicher Pilot in Oberkassel

Gestartet ist die Aktion im Mai 2012 an der Friedrich-von-Bodelschwingh-Grundschule in Oberkassel mit 49 Schülern der Klassen 1a und 2a. Neben der Diskussion über das Thema, entwickelten die Kinder auch eigene Ideen, Autofahrer zum Umdenken zu bewegen. Sie haben zum Beispiel Schablonen gebastelt, mit deren Hilfe sie Sprechblasen auf den Gehweg neben den falsch geparkten Fahrzeugen malen konnten - mit den passenden Sprüchen dazu wie "Das ist kein Parkplatz!" oder "Du stehst auf meinem Schulweg!". Im Anschluss haben die Schüler - begleitet durch Lehrerinnen und Mitarbeiter der Polizei und des Amtes für Verkehrsmanagement - die umliegenden Straßen der Schule inspiziert und viele ihrer Ideen in die Tat umgesetzt. Die Schüler umrahmten die Gehwegparker mit bunter Kreide, bestückten sie mit "Denkzetteln" sowie Info-Broschüren und malten die Sprechblasen mit den selbst kreierten Sprüchen.

Verkehrsdezernent Dr. Stephan Keller freute sich über das Engagement der Beteiligten: "Die Kinder waren sehr gut vorbereitet und von der Aktion überzeugt, sie haben sogar die erwischten Bürgersteigparker und auch interessierte Anwohner angesprochen und über die Aktion informiert. Unabhängig von dieser Aktion mit präventivem Charakter wird natürlich weiterhin auch regelmäßig durch das Ordnungsamt das Falschparken auf Gehwegen überwacht. Es werden entsprechend Verwarngelder je nach Tatbestand von 10 bis 35 Euro erteilt, wenn nicht sogar abgeschleppt wird."

Zum Hintergrund der Aktion

Die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e. V. hat die Kampagne "Nina: Warum stehst Du auf meinem Weg?" in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, der P3 Agentur für Kommunikation und Mobilität sowie dem Planerbüro Südstadt in Köln als Aktion gegen "Bürgersteigparker" entwickelt. Begleitend stellt die Agentur Aktionspakete bereit, die unter anderem Informationsmaterialien für Eltern und Lehrer, Plakate und so genannte "Denkzettel" zum Verteilen an die "Bürgersteigparker" enthalten.

Mitmachen!

Das Problem der Bürgersteigparker als Sicherheitsrisiko für Grundschüler besteht in der ganzen Stadt. Wir rufen daher Düsseldorf Grundschulen auf, sich an der Verkehrssicherheitskampagne zu beteiligen. Interessierte Schulen können sich an Antonia Schnelle vom Amt für Verkehrsmanagement wenden.

Verkehrssicherheitstage

 

 

Verkehrssicherheitstagen - Kinder im Schilderwald

"Mach mit - sicher, mobil und fit!"

 

Die Verkehrssicherheitstage 2019 finden am 18. und 19. September statt.


Rund 2.000 Schüler der 4. Klassen aller Düsseldorfer Grundschulen sowie in etwa gleichaltrige Kinder von Förderschulen haben an den 31. Verkehrssicherheitstagen teilgenommen. Diese fanden unter dem Motto "Mach mit - sicher, mobil und fit!" am Dienstag, 13. September, und Mittwoch, 14. September, jeweils von 9 bis 15 Uhr auf dem Gelände des Rheinbahn-Betriebshofes statt.

"Die Verkehrssicherheit und das richtige Verhalten im Straßenverkehr steht auf dem Programm der Verkehrssicherheitstage. Denn Kinder sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Umso wichtiger ist es, richtige Verhaltensweisen einzuüben und Wahrnehmung, Motorik und Konzentration zu fördern. Die Bewegung spielt dabei eine große Rolle. Daher lautet das Motto der Verkehrssicherheitstage: Mach mit – sicher, mobil und fit! Hier haben Kinder die Möglichkeit, bei zahlreichen Aktionen, wie zum Beispiel Fahrrad-, Roller-, Inliner- sowie Rollstuhlparcours, oder auch am Sport- und Actionmobil ihre eigene Geschicklichkeit, ihr Reaktionsvermögen und ihr Körpergefühl zu testen", erklärte Holger Odenthal, stellvertretender Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement.

Die Verkehrssicherheitstage werden vom Amt für Verkehrsmanagement, der Polizei, der Verkehrswacht, der Rheinbahn und von den schulfachlichen Beratern für Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung organisiert. Um den Ansturm zu bewältigen und sicherzustellen, dass für jeden Einzelnen ausreichend Zeit bleibt, die Aktionen und Infostände zu besuchen, finden die Verkehrssicherheitstage inzwischen an zwei Tagen statt - an beiden Tagen mit einem Verkehrsquiz und attraktiven Preisen.

Am Dienstag, 13. September, demonstrierten Vertreter aller Kooperationspartner mit ihrem Besuch, wie wichtig ihnen das Thema Verkehrserziehung und Schulwegsicherung in Düsseldorf ist. Holger Odenthal, stellvertretener Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement, Leitender Polizeidirektor Frank Kubicki, Leiter der Direktion Verkehr der Polizei Düsseldorf, der Geschäftsführer der Verkehrswacht Düsseldorf Simon Höhner, Christian Lücker aus der Unternehmenskommunikation der Rheinbahn, sowie Schulrätin Ursula Platen vom Schulamt für die Landeshauptstadt Düsseldorf informierten über die Projekte zur Verkehrserziehung in der Landeshauptstadt.

Im Jahr 2015 kam es zu einem leichten Anstieg der Kinderunfälle im Stadtgebiet Düsseldorf. Es waren insgesamt 241 (Vorjahr 237) Unfälle mit Kinderbeteiligung zu verzeichnen. Dieses entspricht einer Steigerung von 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Demgegenüber verzeichnet die Statistik einen Rückgang der Anzahl verunglückter Rad fahrender Kinder um 19,8 Prozent. Getötet wurde, wie nun seit 7 Jahren in Folge, kein Kind.

 

 

Zu Fuß zur Schule

 

 

Grundschulkinder beim "Zu-Fuß-zur-Schule-Tag"

 

Aktionstag: "Zu Fuß zur Schule"

 

Der "Zu Fuß zur Schule"-Tag 2019 findet am 23. September statt.

Zur Beteiligung an der Aktion "Zu Fuß zur Schule" hatte das Amt für Verkehrsmanagement alle Düsseldorfer Grundschulen aufgerufen - 24 davon waren der Einladung gefolgt und hatten ihre Schüler aufgefordert, den Weg zur Schule möglichst zu Fuß zurückzulegen. Der zentrale Aktionstag zu der Aktion fand in diesem Jahr am internationalen "Walk-to-School-Day" am Donnerstag, 22. September, auf dem Gelände der Katholischen Grundschule Im Dahlacker an der Fleher Straße statt. Rund 530 Schüler der Bonifatiusschule und der benachbarten Sternwartschule bekamen dort spielerisch die Vorteile des Zu-Fuß-Gehens aufgezeigt. Damit wollen die Verkehrsmanager weitere Schüler dazu bewegen, ihren Schulweg zu Fuß zurückzulegen, statt mit dem "Eltern-Taxi". Unterstützung leisteten das Schulamt für die Landeshauptstadt Düsseldorf, die Polizei sowie die Verkehrswacht.

Im Mittelpunkt des "Zu-Fuß-zur-Schule-Tages" stand die Siegerehrung im Wettbewerb zwischen den 24 teilnehmenden Schulen. Die drei Schulen, mit den prozentual zur Gesamtschülerzahl meisten Fußgängern, erhielten Geldpreise in Höhe von 250, 500 und 1.000  Euro, die zur Steigerung der Mobilität und Fitness ihrer Schüler eingesetzt werden sollen. Auf dem ersten Platz landete die Katholische Grundschule (KGS) Paulusstraße, wo 100 Prozent aller Schüler an den beiden "untersuchten" Tagen den Schulweg zu Fuß zurücklegten. Platz 2 belegte die KGS Fleher Straße (97,98 Prozent) nur knapp vor der drittplatzierten KGS Carl-Sonnenschein-Schule, Graf-Recke-Straße (97,97 Prozent).

Die Veranstaltung mit vielen Aktionen rund um das Thema "Zu Fuß zur Schule" fand in Kooperation mit der benachbarten Sternwartschule in Bilk statt. Drei "Pedibusse", die von zu Fuß gehenden Schülern gebildet wurden, waren ein Höhepunkt der Aktionen. Mit Erwachsenen als "Busfahrer" wurden die Kinder nach einem festen Fahrplan zu den Schulen geleitet. "Sinn des Tages ist, Kindern und Eltern zu vermitteln, dass sie sehr viel selbst für sich tun können, indem sie zu Fuß zur Schule gehen", erklärte Verkehrsdezernent Dr. Stephan Keller. "Denn Bewegung ist gesund, macht Spaß und ein gemeinsamer Schulweg festigt auch soziale Bindungen", fügte er hinzu.

Auf dem Schulgelände in Bilk gab es zudem einen Rollerparcours, ein Bobbycar-Rennen sowie einen Schilderwald, in dem die Kinder ihr Wissen zu Verkehrszeichen testen und verbessern konnten. Zusätzlich gab es bis etwa 12 Uhr ein buntes Rahmenprogramm mit Spielen, Bewegungs- und Fußgängertraining, bei dem sich in diesem Jahr zum sechsten Mal auch die Verbraucherzentrale mit Aktionen beteiligte.

Hintergrund des Aktionstages ist, dass immer mehr Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen. Zum einen, um schneller zu sein und zum anderen, um ihr Kind vor möglichen Gefahren zu schützen. "In der Folge hat der Autoverkehr rund um die Schulen enorm zugenommen und damit auch die Unsicherheit für die Schüler auf der Straße", erläuterte der Verkehrsdezernent. "Das gut gemeinte Eltern-Taxi hat auch für die Kinder als Insassen Nachteile. Sie bewegen sich weniger, verpassen Gelegenheiten im Straßenverkehr aktiv zu sein und dort ihre Selbständigkeit zu trainieren", führte er aus. Die zu Fuß kommenden Mitschüler erscheinen zudem wach in der Schule und können konzentrierter am Unterricht teilnehmen.

Im letzten Jahr verunglückten 41 Kinder - zwei davon zogen sich schwere Verletzungen zu - auf ihrem Weg zur Schule. Auch wenn die Anzahl der Schulwegunfälle seit Jahren auf einem sehr niedrigen Niveau liegt, ist doch jeder Kinderunfall einer zu viel. Deshalb wird die Polizei die Aktion "Zu Fuß zur Schule" durch Präventionsarbeit, aber auch durch konsequente Ahndung von Verkehrsverstößen weiterhin unterstützen.

Folgende 24 Schulen haben sich an dem Aktionstag beteiligt:

KGS: Katholische Grundschule, GGS: Gemeinschafts Grundschule, EGS: Evangelische Grundschule)

  • KGS Im Dahlacker, Fleher Straße 70, Bonifatius-Schule, Bilk

  • GGS Im Dahlacker 15, Sternwartschule, Bilk

  • KGS Fleher Straße 213, Bilk

  • KGS Essener Straße 1, Derendorf

  • EGS Karl-Müller-Straße 25, Brehm-Schule, Düsseltal

  • KGS Graf-Recke-Straße 153 , Carl-Sonnenschein-Schule, Düsseltal

  • KGS Paulusplatz 1, Paulusschule, Düsseltal

  • GGS Gumbertstraße 191, Gumbertschule, Eller

  • GGS Neustrelitzer Straße 10, Garath

  • KGS Josef-Kleesattel-Straße 13, Garath

  • GGS Diepenstraße 24,  Aloys-Odenthal-Schule, Gerresheim

  • GGS Kaiserswerth, Fliednerstraße 32

  • GGS Krahnenburgstraße 15, Lichtenbroich

  • GGS Lörick, Wickrather Straße 31

  • KGS Lohausen, Im Grund 78

  • KGS Niederkassel, Niederkasseler Straße 36

  • KGS Buchenstraße 16, St. Elisabeth-Schule, Reisholz

  • GGS Beckbuschstraße 2, Gerhard-Tersteegen-Schule, Stockum

  • KGS Gerresheimer Landstraße 89, Carl-Sonnenschein-Schule, Unterbach

  • GGS Brorsstraße 5, Wichernschule, Unterbach

  • KGS Unterrather Straße 76, Kartause-Hain-Schule, Unterrath

  • GGS Urdenbach, Garather Straße 16 inkl. Dependance Urdenbacher Allee 91

  • GGS Vennhauser Allee 160-162, Vennhausen

  • KGS Werstener Friedhofstraße 10, Christophorus-Schule, Wersten

 

 

 

Warnwesten für Erstklässer

Die Stadt spendet regelmäßig Sicherheitswesten, damit Schulanfänger sicher zum Unterricht kommen.

Damit der Schulanfang für Erstklässler auch ein sicherer Start wird, stattet die Stadt Düsseldorf die I-Dötze mit Warnwesten aus. Ziel ist es, die Sicherheit im Straßenverkehr für die jüngsten Verkehrsteilnehmer deutlich zu erhöhen.

Kinder nehmen aktiv am Straßenverkehr teil, indem sie ihre Wege zur Schule und zu Freizeitstätten oft zu Fuß zurücklegen. Im Vergleich zu Erwachsenen können sie Gefahren im Straßenverkehr jedoch oft nicht einschätzen. Zudem bergen gerade die Wetterbedingungen in Herbst und Winter für Kinder Risiken. Durch die oftmals schlechten Sichtverhältnisse sind sie aufgrund ihrer geringen Körpergröße für Autofahrer häufig schwer zu erkennen. Zur Sicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmer ist es daher wichtig, dass sie gerade bei Dunkelheit schon aus großer Entfernung von Autofahrern zu erkennen sind.

Warnwesten verbessern die Sichtbarkeit der Kinder, erhöhen ihre Sicherheit im Straßenverkehr - und können sogar Leben retten. Der Appell geht an die Eltern und Lehrer, die Kinder zum Tragen der Westen anzuhalten. Nur wenn alle mithelfen, sind Kinder sicher in Düsseldorf unterwegs.

Weitere Aktionen für die Kleinsten

Die Stadt Düsseldorf nimmt das Thema Verkehrserziehung von Kindern sehr ernst. So initiiert die Stadtverwaltung viele Aktionen und leistet präventive Verkehrssicherheitsarbeit, wie etwa die Ausbildung von Fahrzeugbegleitern, die Erstellung von Kinderstadtplänen, die jährliche Teilnahme an dem internationalen Aktionstag "Zu Fuß zur Schule" (I walk to school) sowie die ebenfalls jährlich stattfindenden Verkehrssicherheitstage. Damit soll die Sicherheit von Kindern auf ihrem Schulweg und bei ihren Freizeitaktivitäten gesteigert werden.

Fahrzeugbegleiter - gemeinsam stark

 

 

29 frisch ausgebildete Fahrzeugbegleiter erhielten im Rathaus ihre Urkunden, Foto: Melanie Zanin.

Die Düsseldorfer Fahrzeugbegleiter bekommen ab Montag, 5. Dezember, weitere Unterstützung. 29 speziell ausgebildete Schüler machen sich für Sicherheit auf dem Schulweg sowie in Bussen und Bahnen stark.

 

Das Team der Joseph-Beuys-Gesamtschule wird um 15 und das von der Benzenberg Realschule um 14 Schüler aufgestockt. Nach der offiziellen Urkundenübergabe im Rathaus durch Andrea Blome, Leiterin des Amtes für Verkehrsmanagement der Landeshauptstadt Düsseldorf, Kriminaloberat Rüdiger Korp von der Polizei Düsseldorf und Abteilungsleiterin Chantal Kleine von der Rheinbahn sind die neuen Fahrzeugbegleiter nun startklar für ihr Ehrenamt.

"Fahrzeugbegleiter - gemeinsam stark" - heißt die Kooperation von Landeshauptstadt, Rheinbahn, Schulen, des Kriminalpräventiven Rates und der Polizei, die dem Projekt zu Grunde liegt. Hintergrund ist, dass die zunehmende Gewaltbereitschaft unter Kindern und Jugendlichen auch vor dem Schulweg nicht Halt gemacht hat. Ziel des Projektes ist es, den Schulweg sicherer zu machen sowie Gewalt und Unfälle zu verhüten.

Die Schüler haben mit ihrer Rolle als Fahrzeugbegleiter ein Ehrenamt übernommen, das Verantwortungsbewusstsein und Zivilcourage erfordert. "Nicht nur die Fahrzeugbegleiter, sondern die gesamte Gesellschaft sollte mit offenen Augen durch die Welt gehen, für Grundsätze einstehen und handeln. Das Motto muss lauten: Eingreifen statt Zuschauen!" fordern die Kooperationspartner.

Dafür haben die Schüler die Ausbildung zum Fahrzeugbegleiter absolviert und erfolgreich abgeschlossen. Sie haben gelernt, wie man Kommunikationstechniken der Gewaltvorbeugung und Gewaltabschwächung in Konfliktsituationen einsetzt. Mit Hilfe von Deeskalationstrainern wurde Bezug auf besondere Situationen in Bus und Bahn genommen, so dass die Schüler selbst im Umgang mit Gewalt sicherer und konfliktfähiger geworden sind. Zusätzlich wurde ihnen vermittelt, wie man mit Hilfe von elementaren Verhaltensregeln Unfallursachen vorbeugen kann. Dieses Wissen sollen die Fahrzeugbegleiter bei Fehlverhalten in der täglichen Praxis an ihre Mitschüler weiter geben und gleichzeitig die eigenen Kenntnisse vertiefen und Erfahrung sammeln.

Das Fahrzeugbegleiter-Projekt besteht aus drei Bausteinen. Beim ersten Baustein, der Busschule, wird den Schülern verkehrssicheres Verhalten in Bus und Bahn, an Haltestellen und auf dem Weg dorthin beigebracht. Auf dieses Wissen können angehende Fahrzeugbegleiter später bei ihrer Tätigkeit aufbauen. Im Jahr 2016 haben 210 Schüler an der Schulung teilgenommen.

Der zweite Baustein, ein Deeskalationstraining unter dem Motto "Ohne Gewalt stark", beinhaltet ein Training, bei dem die Schüler viel über ihr eigenes Verhalten in Konfliktsituationen erfahren. Dabei haben in diesem Jahr 210  Schüler mitgemacht.

Der dritte Baustein ist die eigentliche Fahrzeugbegleiterausbildung. Die Schüler bekommen zum einen ein umfassendes Deeskalationstraining, das von erfahrenen Fachleuten auf dem Gebiet geleitet wird, zum anderen werden ihnen die notwendigen Kenntnisse über die räumlichen und technischen Besonderheiten der Verkehrsmittel Bus und Bahn vermittelt. Dabei wird in Rollenspielen Bezug auf die besondere Situation in Bus und Bahn genommen. Die zukünftigen Fahrzeugbegleiter gewinnen so Sicherheit im Umgang mit Gewalt und werden selbst konfliktfähiger. 2016 wurden insgesamt 29 Schüler zu Fahrzeugbegleitern ausgebildet.

Das Projekt läuft seit Anfang 2005 an der Joseph-Beuys-Gesamtschule und der Benzenberg Realschule. Insgesamt sind mittlerweile 440 Schüler zu Fahrzeugbegleitern ausgebildet worden. An allen drei Teilprojekten haben inzwischen 6.101 Schüler teilgenommen.

Kampagne "Dunkle Jahreszeit"

Jedes Jahr mit Beginn der dunklen Jahreszeit steigt die Zahl der Verkehrsunfälle mit Fußgängerbeteiligung um rund 40 Prozent. Viele Unfälle könnten vermieden werden, wenn Fußgänger - aber auch Radfahrer - für Autofahrer besser sichtbar wären. Denn dunkel gekleidete Verkehrsteilnehmer werden in der Nacht oder bei schlechter Sicht von Autofahrern sehr spät wahrgenommen. Daher haben das Amt für Verkehrsmanagement, Polizei, Rheinbahn, Verkehrswacht und Antenne Düsseldorf 2009 die Kampagne "Achtung Fußgänger" ins Leben gerufen. Einmal im Jahr klären die Partner in der Stadt über die Möglichkeiten auf, als Fußgänger und Radfahrer sichtbarer zu werden - etwa mit der entsprechenden Kleidung, einer intakten Beleuchtung am Rad oder unterstützenden Reflektoren.

Ein Beispiel, der Aktionstag 2011: Auf dem Stresemannplatz suchten die Kooperationspartner am Abend des 9. November, aktiv das Gespräch mit Passanten. Sie riefen Fußgänger und Radfahrer auf, in der dunklen Jahreszeit helle Kleidung zu tragen. Reflektoren - besonders für Radfahrer, Jogger und Kinder - unterstützen die schnellere Wahrnehmung durch Autofahrer. Die Experten verdeutlichten ihre Hinweise am konkreten Beispiel: Sie zeigten, dass dunkel gekleidete Menschen für andere schlechter erkennbar sind, und demonstrierten, wie ein Lasterfahrer aus seinem Führerhaus die Situation auf der Straße wahrnimmt. Zudem war die Radstation der Zukunftswerkstatt Düsseldorf mit einer mobilen Fahrradwerkstatt vor Ort und nahm kostenfrei kleinere Reparaturen vor, zum Beispiel an der Lichtanlage. Verteilt wurden darüber hinaus Handzettel mit den wichtigsten Verhaltenstipps für Fahrzeugführer und Fußgänger. "Ich bin Vorbild!"-Karten motivierten Erwachsene, im Straßenverkehr eine Vorbildrolle für Kinder einzunehmen - und die Kreuzung konsequent nur bei Grün zu überqueren.

Auch in der folgenden Kampagne "sehen und gesehen werden - radfahren in düsseldorf" ab Mai 2013 wurde in zahlreichen Aktionen auf das richtige Verhalten - insbesondere auch in der dunklen Jahreszeit - sowie an die gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer appelliert.

 

 

Andere Aktionen

Sicherheit am Weltkindertag

Der jährlich stattfindende Weltkindertag wird als Plattform genutzt, um die Bürger bei persönlichen Gesprächen und durch Infomaterial aufzuklären.

Sicher zur Schule

Ein weiterer wichtiger Baustein, der zur Verkehrssicherheit der Kinder beiträgt, sind die Schulweghelfer oder Verkehrshelfer. Insgesamt gibt es mittlerweile über 180 davon. Durch ihren Einsatz rund um die Schulen geben sie den Kindern Sicherheit auf ihrem Schulweg, so dass auch mehr Kinder den Weg zur Schule zu Fuß gehen.

Geschwindigkeit auf einen Blick

Vielleicht haben Sie schon einmal eine Tafel am Fahrbahnrand gesehen, die Ihnen anzeigte, wie schnell sie mit dem Auto oder Lkw unterwegs waren. Diese Geschwindigkeitstafeln sollen die Fahrzeugführer speziell im Bereich von Schulen, Kindergärten und Freizeiteinrichtungen daran erinnern, sich an die zulässige Höchstgeschwindigkeit zu halten und sich ihrer Verantwortung speziell gegenüber den jüngeren Verkehrsteilnehmern bewusst zu werden.

Für mobile Senioren

Darüber hinaus bietet das Amt für Verkehrsmanagement spezielle Seniorenverkehrsrundgänge an. Nähere Informationen zu diesen gruppenweise stattfindenden Verkehrsgesprächen erteilt die Polizei unter Tel.-Nr. 0211.870-7062.