Friedrich2468: KomKuK-Fenster zeigen lokale Kultur- und Kreativwirtschaft

Bereits zum dritten Mal stellt die Wirtschaftsförderung attraktive Schaufensterflächen für die lokale Kultur- und Kreativwirtschaft zur Verfügung. Unter dem Titel „Friedrich2468“ sorgt das KomKuK damit in Kooperation mit der Hotelgesellschaft Motel One, der Eigentümerin des ehemaligen Stern-Verlag-Gebäudes auf der Friedrichstraße, für eine Belebung der etwa 40 Meter langen Fensterfront. Seit Ende Juli 2021 werden die Fenster und Fassadenflächen für jeweils sechs Wochen befüllt und gestaltet. Das Projekt läuft zunächst bis Ende 2021.

Die aktuellen Fenstergestaltungen bei Friedrich2468 (September bis November 2021)

„Follow the Lights“ © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

„Follow the Lights“

Nadine Nebel ist Szenografin, die sich interdisziplinär zwischen Kunst, Design und Architektur bewegt, Peter Thoma ist spezialisiert auf hybride Mediengestaltung. Gemeinsam erkunden sie als Thoma/Nebel in ihren Arbeiten die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Design. Dieses Spannungsfeld verstehen sie als einen reaktiven, interaktiven sowie kontemplativen Erfahrungsraum. Für Ihr Friedrich2468-Fenster haben sie die Installation „Follow the Lights“ entwickelt, die es ermöglicht, spielerisch mit dem Schaufenster des ehemaligen Stern-Verlags zu interagieren. "Follow the Lights" ist dabei sowohl Gedächtnis-, als auch Schnelligkeitsspiel, es umfasst insgesamt 64 Level. Wer Lust hat, kann sich gerne beim Spielen filmen und das Video an Thoma / Nebel schicken. Diejenigen, die die meisten Level meistern, erhalten einen Preis. Ein wichtiger Hinweis: Coronakonform ist es ausreichend, wenn die Scheibe nicht berührt wird, sondern die Handfläche der spielenden Person nur in die Nähe der Scheibe gelangt.
www.nadine-nebel.de

Fachbereich Design der HSD - Hochschule Düsseldorf © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

Fachbereich Design der HSD - Hochschule Düsseldorf

Aufgrund der Pandemie konnte an der HSD seit Frühjahr 2020 keine analoge Werkschau mehr stattfinden. Um zumindest einige Abschlussarbeiten aus dem Fachbereich Design einer breiteren Öffentlichkeit „in echt“ zugänglich zu machen, nutzen vier Absolventinnen bzw. Absolventen der HSD – Lilli Böse, Shannon Sinclair, Paul Andermann und Andreas Schubert – den ehemaligen Haupteingang des Stern-Verlags zur Präsentation studentischer Arbeiten. Unter dem Titel „Aus gegebenem Anlass“ wird aktuell fünf Studierenden eine individuelle Fläche zur Verfügung gestellt. Die Austellerinnen und Aussteller der aktuellen zweiten Runde sind: Annemarie Telöken, Timo Matthies, Chiara Toteda, Dennis Fälber und Tim Graz.
ausgegebenemanlass.de

Maria Lentzen © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

Maria Lentzen

Mit ihrer "Kollektion 10 Cent“ stellt die Künstlerin die Frage der Nachhaltigkeit und der Werthaftigkeit von Gebrauchsobjekten. Ein klassisches Konsumobjekt ist die Plastiktüte, die allerdings aufgrund von gesetzlichen Einschränkungen mehr und mehr zum Relikt der Vergangenheit wird, wobei sie als Material noch lange für die Umwelt (und die Kunst) erhalten bleibt. Maria Lentzen zeigt in einem Schaukasten eine Reproduktion einer gewebten Tüte aus dem Stern-Verlag. Während sich das Werk dabei einerseits mit Umweltschutz und Konsum beschäftigt, spielt es gleichzeitig mit der (zumindest gefühlten) Unvergänglichkeit des Stern-Verlags im kollektiven Bewusstsein Düsseldorfs.
www.maria-lentzen.de

N147 Collective © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

N147 Collective

Yiqing Cai, Tereza Dušková und Beru Inouir arbeiten als selbstständige Künstlerinnen bzw. Designerinnen und firmieren gemeinsam als Kollektiv „N147“ (benannt nach dem Raum, in dem sie während ihres Studiums an der HSD zusammen studiert haben). Jede hat ihren eigenen Stil, der durch den jeweiligen persönlichen kulturellen Hintergrund (China, Tschechien und Japan) geprägt ist. Die individuelle kulturelle Inspiration ihrer Kreationen bringt dabei eine große Vielfalt in das Kollektiv. Hinzu kommen ihre unterschiedlichen beruflichen Qualifikationen: Die drei Schmuck-Designerinnen sind unter anderem auch Landschaftsarchitektin, Töpferin, Goldschmiedin und Glasmacherin. Im Kollektiv lernen sie von- und miteinander, frei nach dem Motto „Be curious, dare to try something new and have fun!“. Eine Auswahl ihrer individuell / kollektiven Arbeiten ist nun im Friedrich2468-Fenster zu sehen.
n147collective.com

Artitüde © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

Artitüde

Unter dem Namen „The Pasty Brothers“ kollaborieren die beiden Düsseldorfer Street Art Künstler R.F.Art und Frank Brenner, alias Bädboy. Während R.F.ART seine Inspiration aus Musik, Comic und Filmen zieht und diese augenzwinkernd mit aktuellen Themen, von politisch bis privat, vermischt, stehen für Frank Brenner Style Writing und Typografie im Vordergrund. Gemeinsam nutzen sie ihre Kunst als Ausdrucksmittel, um das Leben im urbanen Kontext bunter zu gestalten. Ihre gemeinsame Kunst findet im öffentlichen Raum statt, ihre Paste-Up-Plakate sind in Düsseldorf mittlerweile allgegenwärtig. Ihr Friedrich2468-Fenster zeigt die großflächig geklebten Poster erstmals hinter Glas – zusammen mit den beiden Künstlern in Aktion.
artitue.de

Galerie Take a Butcher’s, Mr. Bee © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

Galerie Take a Butcher’s / Mr. Bee

In Kooperation mit der in Flingern ansässigen Galerie für Street Art / Urban Art Take a Butcher’s wurde eine der drei Spanplatten vor dem überdachten, ehemaligen Eingangsbereich des Stern-Verlag durch den belgischen Künstler Mr. Bee gestaltet. Der Name ist Programm, das Motiv zeigt eine Biene, wobei sich der Künstler intensiv mit der Geschichte des Stern-Verlags beschäftigt hat und daher einen klaren Bezug zum Ort und dem Kulturgut Buch herstellt.
takeabutchers.gallery
instagram.com/takeabutchers.gallery
instagram.com/mrbeebzzz

Galerie PrettyPortal, Oliver Räke © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

Galerie PrettyPortal / Oliver Räke

Eine weitere Holzfläche wurde in Kooperation mit der Bilker Urban Art-Galerie Pretty Portal durch den Düsseldorfer Künstler Oliver Räke alias “Magic One” inszeniert. Sein Motiv beschäftigt sich mit Grenzen: Dort, wo wir uns selbst beschränken, freiwillig oder weil sich andere Ideen unserer Vorstellungskraft entziehen - politisch, gesellschaftlich und auch in der Beziehung zwischen zwei Menschen.
prettyportal.de
instagram.com/magic_one_nut

Fläche für Veranstaltungen und Poster © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

Die mittlere Spanplatte wurde vom KomKuK selbst gestaltet. Die Wand bleibt weitgehend frei und dient als Angebot an alle, die Poster und Hinweise zu kulturellen Veranstaltungen in Düsseldorf platzieren möchten.

Düsseldorfer Perlen, Markus Luigs (rechts im Bild) © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

Markus Luigs / Düsseldorfer Perlen

Zwischen den Häusern Friedrichstraße 26 und 28 wurden früher Raritäten aus dem Antiquariat des Stern-Verlag ausgestellt, nun wird die Buchhandlung selbst zum Ausstellungsstück. Der Düsseldorfer Fotograf Markus Luigs hat das traditionsreiche Geschäft im Rahmen seiner Fotoreihe „Düsseldorfer Perlen“ kurz nach der Schließung des Stern-Verlags im Jahr 2016 fotografisch dokumentiert. Einige der Arbeiten werden im rechten Schaukasten gezeigt, die gegenüberliegende Fläche bietet Informationen zu den KomKuK-Fenstern und Brancheninformationen zur Kultur- und Kreativwirtschaft in Düsseldorf.
duesseldorferperlen.de

Alischa Kilburg © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

Alischa Kilburg

Die studierte Mode- und Objektdesignerin Alischa Kilburg beschäftigt sich vorwiegend mit bereits (ab)genutzten Objekten und auch Abfallprodukten. Die Grundidee ihrer Entwürfe ist es, bereits vorhandene, aber quasi ungenutzte Produkte wieder sinnvoll zu nutzen. Mit Hilfe verschiedener Techniken entwickelt sie Gebrauchsgegenstände weiter, gibt ihnen eine neue Identität und bringt sie so zurück in den Kreislauf. Im Friedrich2468-Fenster werden Produkte und Objekte aus den Bereichen Keramik und Glas, Textil und Schmuck gezeigt. Die Kulisse besteht aus Möbelteilen und Einrichtungsgegenständen aus dem Inventar des ehemaligen Stern-Verlags.
alischakilburg.com

Komödie Düsseldorf © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

Komödie Düsseldorf

Für das Düsseldorfer Privattheater Komödie, das bereits seit über 50 Jahren Kulturarbeit ohne staatliche Subvention leistet, stehen die Themen Lachen und Fröhlichkeit im Mittelpunkt seiner Arbeit. Besonders in der jetzigen Zeit ist es aus Sicht der Theatermacherinnen und -macher von elementarer Bedeutung, wieder befreit Lachen zu können. Die Komödie versteht sich als Ort für alle Altersgruppen, an dem man im gemeinsamen Tun und Erleben Unterhaltung und Freude finden kann. Das Friedrich2468-Fenster lädt zum Besuch der Komödie ein, es zeigt den aktuellen Spielplan und Impressionen aus verschiedenen Stücken der laufenden Spielzeit.
duesseldorf-komoedie.de

Fachbereich Design der HSD - Hochschule Düsseldorf © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

Von Ende Juli bis Mitte September 2021 zeigte Friedrich2468:

Fachbereich Design der HSD - Hochschule Düsseldorf

Aufgrund der Pandemie konnte an der HSD seit Frühjahr 2020 keine analoge Werkschau mehr stattfinden. Um zumindest einige Abschlussarbeiten aus dem Fachbereich Design einer breiteren Öffentlichkeit „in echt“ zugänglich zu machen, nutzten vier Absolventinnen und Absolventen der HSD – Lilli Böse, Shannon Sinclair, Paul Andermann und Andreas Schubert - den ehemaligen Haupteingang des Stern-Verlags zur Präsentation studentischer Arbeiten. Unter dem Titel „Aus gegebenem Anlass“ wurde sieben Studierenden eine individuelle Fläche zur Verfügung gestellt. Der Schwerpunkt der Arbeiten lag im Bereich Design, wobei das Spektrum von Fotografie über Illustration bis hin zu Objektdesign reichte. Die Gestalterinnen und Gestalter der ersten Runde waren: Robin Paeßens, Shannon Sinclair, Daniel Gremme, Ardelle Schneider, Shiwen Sven Wang, Safia Sokolow und Chinsio.
ausgegebenemanlass.de

Marcus Kautz © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

Marcus Kautz

Auf Vermittlung von Labor Fou, einem experimentellen Format, dass die Designagentur milkmonkey betreibt, erstellte der multidisziplinäre Designer Marcus Kautz einen „Raum für Resonanz“. Dieser Raum erstreckte sich vom Schaufenster über eine Soundinstallation bis hin zu einer temporären Sitzgelegenheit, die zum Verweilen vor den Fenstern einlud. Der „Raum für Resonanz“ war Teil der Bachelorarbeit von Marcus Kautz im Fachbereich Design / Retail Design an der Hochschule Düsseldorf (Prüfer Prof. Dr. phil. Rainer Zimmermann und Alain Yimbou M.A.).
labor-fou.com
marcus-kautz.de

aerosoap
aerosoap, Thomas Wirtz und Frédéric Wiegand © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

aerosoap

Die beiden Kommunikationsdesigner Thomas Wirtz und Frédéric Wiegand wurden mit ihrem interdisziplinären Kreativlabor aerosoap im Jahr 2020 als „Kreativpiloten“ der Bundesregierung ausgezeichnet. Unter dem Motto „we let material speak“ realisiert aerosoap Projekte an der Schnittstelle von Kunst, Design und Naturwissenschaft. In ihrem Friedrich2468-Fenster winkten leuchtende Hände als kinetische Installation Betrachter heran, sendeten ihnen einen Gruß oder hießen sie einfach auf der Einkaufsmeile Friedrichstraße willkommen.
aerosoap.com

Markus Wilkens (links im Bild) © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

Markus Wilkens

Der Gestalter Markus Wilkens präsentierte eine Auswahl von Modellen für Möbelstücke, die er im kleinen Format entworfen und im großen Maßstab, meist aus Metall, gebaut hat. Die Ausstellung machte den kreativen Prozess von der ersten Idee für ein Objekt bis hin zur Fertigstellung von Möbeln wie Tischen, Stühlen oder Sitzbänken für den öffentlichen Raum nachvollziehbar.
markuswilkens.de

Florian Baier
ULTRA TRASH, Florian Baier © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

ULTRA TRASH

Aus seiner Leidenschaft für Filme der Genres Horror, Trash und Grusel der 1960er bis 1980er Jahre hat der Designer Florian Baier sein Label ULTRA TRASH entwickelt. Inspiriert von der speziellen Filmkultur seiner Lieblingsgenres und der Ästhetik alter Kinos, zeigen seine T-Shirts und Poster bildgewaltige Referenzen zu Filmen, die es nicht gibt. Ergänzt durch Filmrequisiten und Kinoelemente lud das KomKuK-Fenster von ULTRA TRASH zu einem ganz besonderen Kinoerlebnis ein, bei dem der Film nur im Kopf des Betrachters zu sehen war.
ultra-trash.com
instagram.com/ultratrash