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Kultur

DGB und Landeshauptstadt erinnern gemeinsam an den 2. Mai 1933


Erstellt:
Redaktion: Wotschke, Annemarie

Bürgermeister Josef Hinkel hat in Vertretung von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller am Dienstag, 5. Mai 2026, gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund vor dem ehemaligen "Volkshaus" an der Flingerstraße einen Kranz niedergelegt. 

Anlass war der 93. Jahrestag der gewaltsamen Zerschlagung der freien Gewerkschaften durch die Nationalsozialisten am 2. Mai 1933.

Auf Initiative des DGB Düsseldorf/Bergisch Land beteiligte sich Bürgermeister Hinkel auch an einer im Beatrice-Strauss-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte stattfindenden Gedenkstunde. Gedenkstättenleiter Dr. Bastian Fleermann begrüßte die Gäste und führte in die historischen Hintergründe ein. Josef Hinkel, Sigrid Wolf, Regionalgeschäftsführerin des DGB Düsseldorf, Adis Selimi, Vorsitzender der SPD Düsseldorf, und Marion Warden, Vorsitzende der AWO e.V., erinnerten in ihren Ansprachen an den 2. Mai 1933.

In Einzelbiographien wurden von der DGB-Jugend die Schicksale unter anderem von Hans Böckler, Paul Gerlach, Lore Agnes und Karl Arnold ins Gedächtnis gerufen.

Hintergrund
Am Vormittag des 2. Mai 1933 wurden in ganz Deutschland die Gewerkschaftshäuser durch SA- und SS-Truppen gestürmt und verwüstet - so auch in Düsseldorf. Das 1909 in der Altstadt errichtete Volkshaus war Sitz des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) und zahlreicher gewerkschaftlicher Nebenorganisationen. Die Nationalsozialisten erstürmten, besetzten und verwüsteten die Büros, misshandelten Gewerkschafter und Angestellte und verbrannten im Anschluss Bücher, Akten und Fahnen der Arbeiterbewegung auf dem nahegelegenen Marktplatz. ADGB-Geschäftsführer Hans Böckler wurde in "Schutzhaft" genommen.

Fotomaterial zum Termin ist abrufbar unter dem Link https://duesseldorf.canto.de/b/UGLH0

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