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Umwelt

Gebäudesanierung in nur 22 Arbeitstagen

Interessierte Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Handwerksbetriebe für "Sanierungssprint" gesucht/Anmeldung erforderlich


Erstellt:
Redaktion: Klespe, Michelle Shirin

Im Palais Wittgenstein, Bilker Straße 7–9, findet am Dienstag, 30. Juni 2026, um 17 Uhr eine Informationsveranstaltung zum "Sanierungskompass Düsseldorf" statt. Im Mittelpunkt steht dabei das Konzept des sogenannten "Sanierungssprints". Ziel ist es, Wohngebäude innerhalb von nur 22 Arbeitstagen zu sanieren. Die von Roland Meyer entwickelte Idee wurde bereits in Städten wie Köln, Hamburg und Leipzig erfolgreich umgesetzt und soll nun auch in Düsseldorf etabliert werden. Weitere Informationen gibt es unter https://modernisierungsoffensive.com/.

Ein Sanierungscoach koordiniert bei der Umsetzung ein Team aus Handwerkerinnen und Handwerkern und organisiert eine aufwendige Gebäudesanierung mit allen Gewerken. Elektriker, Heizungsinstallateure, Dachdecker, Tischler und weitere Fachkräfte werden auf einer Baustelle konzentiert und arbeiten zusammen. Die ersten bereits realisierten Projekte zeigen, dass Gebäudesanierungen in dieser kurzen Zeit möglich sind. Nach Abschluss der Arbeiten sind die Gebäude innerhalb kurzer Zeit wieder bezugsfertig.

"Nur in einem energetisch gut sanierten Gebäude sinken die Nebenkosten nachhaltig", so Umweltdezernent Jochen Kral. "Dämmung, moderne Fenster und eine klimafreundliche Heizung, die immer häufiger auch mit einer Solaranlage kombiniert wird, tragen dazu bei mit dem Einsatz fossiler Ressourcen verantwortungsvoll umzugehen".

"Für die Modernisierung des Eigenheims ist aktuell der richtige Zeitpunkt. Die unsichere geopolitische Lage zeigt, wie wechselhaft die Preise von fossilem Gas oder Öl derzeit sind. Klimaschonende Lösungen, wie der Anschluss an die Fernwärme oder der Einsatz einer Wärmepumpe schaffen hier Unabhängigkeit", ergänzt Ingo Pähler, stellvertretender Amtsleiter des Amtes für Umwelt- und Verbraucherschutz.

Im Fokus eines Sanierungssprints stehen insbesondere sogenannte "Worst Performing Buildings" – Gebäude mit einer schlechten Energiebilanz, die oft hohe Heizkosten verursachen. Als Teil der bundesweiten Modernisierungsoffensive möchte die Kreishandwerkerschaft Düsseldorf die Sanierung dieser Gebäude durch die gebündelte Handwerkskraft forcieren. Unterstützt wird die Aktion von Haus und Grund Düsseldorf e. V. sowie der Landeshauptstadt Düsseldorf, die in den Sanierungssprints neue Möglichkeiten sieht, die energetische Gebäudesanierung in der Stadt voranzubringen. 

Die Informationsveranstaltung richtet sich sowohl an Eigentümerinnen und Eigentümer von Immobilien sowie an Handwerksbetriebe. Interessierte können sich unter https://veranstaltung.hwk-duesseldorf.de/sanierungskompassduesseldorf anmelden.

Die Gründung eines Netzwerks bietet den Fachbetrieben vor Ort eine Plattform, um die komplexen Herausforderungen der energetischen Sanierung gemeinsam zu meistern. Beim "Sanierungssprint" sind die Abläufe einer Sanierung effizienter, weil etwa die Schnittstellen zwischen den Gewerken optimiert werden. Das spart Zeit und reduziert Abstimmungsfehler auf der Baustelle.

Hintergrund
Der Sanierungssprint unterscheidet sich von herkömmlichen Sanierungsverfahren insbesondere durch folgende Merkmale:

  • Stundengetakteter Bauzeitenplan: Sämtliche Arbeitsschritte werden detailliert geplant und zeitlich aufeinander abgestimmt.
  • Paralleles Arbeiten: Bis zu 20 Handwerker arbeiten gleichzeitig und koordiniert am Gebäude.
  • Getrennte Außen- und Innenbaustelle: Die Aufteilung ermöglicht eine witterungsunabhängige Organisation der Arbeiten.
  • Koordination durch einen Sanierungscoach: Er steuert die Abläufe zwischen den Handwerkern, optimiert Prozesse und sichert den Zeitplan.
  • Baustellen-Kick-Off-Meeting: Etwa vier Wochen vor Sanierungsbeginn werden die Arbeiten abgestimmt und vorbereitet.
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